Stürmer weckt Interesse der Reichen

Tore am Fließband: Schießt sich Lewandowski weg?

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Robert Lewandowski erzielte im Spiel gegen Mainz einen Doppelpack.

München - Eines ist Robert Lewandowski zurzeit ganz sicher: der beste Mittelstürmer der Welt. Mit seinen überragenden Leistungen beim FC Bayern weckt er aber auch Begehrlichkeiten.

In der ersten Halbzeit war er noch „die ärmste Sau“, nach der Pause dann „der typische Torjäger“ - Matthias Sammer fand einige Metaphern für den Auftritt des Stürmerstars des FC Bayern während des 3:0 in Mainz. Aber eines ist Robert Lewandowski zurzeit ganz sicher: der beste Mittelstürmer der Welt.

Seinem unglaublichen Fünferpack gegen Wolfsburg ließ Lewandowski am Samstag einen Doppelpack folgen. Im zweiten Jahr beim FCB trifft der Pole nach Belieben. Das bleibt auch bei der Konkurrenz nicht unbemerkt. Wird dieser Super-Lewy den Bayern jetzt etwa gefährlich, droht ein zähes Wechseltheater?

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Dass der Goalgetter bei Real Madrid hoch im Kurs steht, ist kein Geheimnis. Schon 2014 während des Transfers vom BVB nach München (lesen Sie dazu den Text unten) buhlten die Königlichen um den 27-Jährigen. Der fühlte sich vom Interesse der Madrilenen „geschmeichelt“, betonte aber, dass München der „ideale Ort“ für seine weitere Entwicklung sei. Doch die schreitet in großen Schritten voran und bei Real beobachtet man Lewy nach wie vor ganz genau, wie Alvaro de la Rosa, Real-Experte bei As, weiß: „Ob Real die Fühler nach Lewandowski ausstreckt, hängt von Benzema ab. Bleibt er unter seinen Möglichkeiten, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass Real-Boss Florentino Perez sich um den besten Mittelstürmer auf dem Markt bemühen wird. Und das ist zweifelsohne Lewandowski.“ Lewys Berater Cezary Kucharski hatte Wechsel-Spekulationen zuletzt neue Nahrung gegeben, als er sagte, dass „Spanien die beste Umgebung für einen Fußballer“ habe. Inzwischen hat er seine Aussagen aber relativiert und auf seine aktive Zeit in Gijon bezogen.

Auch für die neureichen Premier-League-Klubs ist Lewy hochinteressant. „Von der Spielidee würde er am besten zu Arsenal passen“, sagt Simon Mullock vom Sunday Mirror, „und dazu hat Arsene Wenger noch 200 Millionen Pfund zur Verfügung.“ Lewy selbst verschwendet derzeit öffentlich keinen Gedanken an einen Wechsel. In Mainz erzielte er seine Ligatore 100 und 101, nach dem Jubiläumstreffer zeigte er unter dem Trikot ein Shirt mit der 100 auf der Brust. „Das war meine Idee. Ich wusste nicht, ob ich ein Tor schieße, aber man muss positiv denken“, so Lewy. „Ich wäre gespannt gewesen, ob er das schon unter der Woche getragen hat“, lachte Philipp Lahm: „Da war die Möglichkeit ja auch da.“

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So lief der FCB-Transfer

Seit dem 1. Juli 2014 geht Robert Lewandowski offiziell für den FC Bayern auf Torejagd. Doch die Bayern-Bosse buhlten schon weitaus früher um den polnischen Nationalspieler, der zuvor für Borussia Dortmund in 187 Spielen 103 Treffer erzielt hatte. Bereits vor dem direkten Duell im CL-Finale 2013 rankten sich Gerüchte um einen Wechsel des Angreifers an die Isar - und sorgten für eine Menge Zündstoff. Ex-FCB-Trainer Jupp Heynckes war es dann, der direkt nach dem gewonnenen Endspiel die Diskussionen anheizte: „Ich übergebe meinem Nachfolger eine perfekt funktionierende Mannschaft. Mario Götze wird noch dazukommen, Robert Lewandowski wird auch nicht mehr lange auf sich warten lassen.“

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke erklärte Mitte Juni dann aber, dass Lewy „definitiv bleiben“ werde. Im Juli sagte Karl-Heinz Rummenigge: „Ich gehe davon aus, dass er im nächsten Sommer nach München wechselt.“ Während der FCB-Boss das Nein von Watzke akzeptierte, waren Lewy und seine Berater Cezary Kucharski und Maik Barthel wenig begeistert. Der Stürmer pochte auf eine Wechselzusage, sagte Ende Juli: „Ehrlich gesagt fühle ich mich von der Borussia betrogen.“ Nach einer Gehaltserhöhung einigte sich die Lewy-Seite mit dem BVB darauf, den Vertrag zu erfüllen und erst nach Ablauf des Kontrakts im Sommer 2014 zu wechseln. Ein Transfer zum FCB war ein offenes Geheimnis, dennoch buhlten nach wie vor andere Klubs, allen voran Real Madrid, um seine Dienste. Im Januar 2014 unterschrieb der Pole schließlich beim Rekordmeister, verhielt sich in seiner letzten Saison beim BVB aber vorbildlich, gab alles und holte sich mit 20 Treffern sogar noch die Torjägerkanone.

sw, lop

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