Regisseur im Interview

Xabi Alonso: "Pep ist seiner Zeit voraus"

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Xabi Alonso sieht sich trotz seines Alters und seiner Postion nicht als Leader. 

München - Einige Spieler des FC Bayern befinden sich derzeit auf Länderspielreise mit ihren Nationalmannschaften. Xabi Alonso gehört nicht mehr dazu. Der Spanier hat die Zeit für ein Interview genutzt.

Xabi Alonso ist nach der WM 2014 aus der spanischen Nationalmannschaft zurückgetreten. So bleibt er während der Länderspielpause in München und hat Zeit für andere Dinge. Für ein Interview zum Beispiel. Die Fußballseite goal.com hat mit Alonso gesprochen. 

Xabi Alonso: Niemand beim FC Bayern denkt an Guardiolas Abschied

Mit seinen 34 Jahren ist der Spanier nach Tom Starke der älteste Bayern-Spieler, sieht sich aber nicht als Leader. "Ich bevorzuge es, mich auf den Sport zu konzentrieren." Xabi Alonso sieht es auch nicht als seine Pflicht, selbst gut zu spielen, sondern seinen Mitspielern zu erlauben, besser zu agieren. Dafür ist es wichtig, selbst einfache Dinge zu machen, das sei besser für das Team. Als Mittelglied zwischen Abwehr und Angriff sei es sein Stil, vor allem Kontinuität zu geben. Brillanz liege in der Einfachheit.

Auf die Frage nach Guardiolas Herangehensweise beim FC Bayern antwortet Alonso begeistert: "Es mag vielleicht einfach klingen, ist es aber keineswegs. Pep ist seiner Zeit voraus." Kontrolle ist dabei das entscheidende Wort. Dies sei der beste Weg zu gewinnen. Guardiola habe eine Philosophie geprägt, ein Fundament geschaffen, das in Zukunft dem FC Bayern helfen werde. Der Sieg über Juve, so Alonso, sei ein absoluter Motivationsschub für die restliche Saison gewesen, man sei selbstbewusst, stehe in allen Wettbewerben gut da. 

Die vermeintliche Schwäche der Münchner, das Umschaltspiel nach hinten, sieht Alonso nicht als solche. Man müsse seiner Linie treu bleiben, egal ob man gewinnt oder verliert. An Guardiolas Abschied denke niemand. 

Alonso über Ancelotti und sein Alter

Der Mittelfeldregisseur möchte noch nicht über Guardiolas Nachfolger Carlo Ancelotti reden, das sei "Zukunftsmusik". Die veränderte Spielweise des Italieners beunruhigt Alonso nicht: "Carlo ist smart genug, um nicht bloß eine Idee zu haben, sondern mehrere." Wichtiger sei der Kader, um Titel zu gewinnen: "Und den hat Bayern schon jetzt." Viel mehr möchte er nicht sagen, Ancelottis Werdegang, sein Umgang und seine Beziehung zu den Spielern spreche für sich. 

Die Champions League sei sein Ziel, obwohl Alonso mit Liverpool 2005 und Real Madrid 2014 bereits zwei Titel gewonnen hat. Dafür würde auch ein Tag reichen, an dem man Glück hat - wie gegen Juve. 

Über sein Alter macht sich der 34-Jährige keine Sorgen. So lange er sich gut fühle, werde er weiterspielen - auch auf Top-Niveau. Zum Abschluss geht es in einer Frage noch einmal um Leader, diesmal über zukünftige. Thiago und Joshua Kimmich könnten welche werden, "sehr wichtige Leistungsträger sind sie ohnehin." Auch die langfristigen Verträge von Javi Martinez, David Alaba und Thomas Müller erfreuen Alonso. "Das Team ist gewappnet für das Jetzt und das Morgen."

Lesen Sie das gesamte Interview.

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