Spanier sieht Platzverweis mit der nötigen Gelassenheit

Xabi im tz-Interview: "Befinden uns im Wachstum"

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Xabi Alonso nach seinem Platzverweis.

München - Am Samstag beim 0:0 in Leverkusen war nach 84 Minuten Schluss für Xabi Alonso – Gelb-Rot. Das tz-Interview mit dem Spanier:

Señor Alonso, war der Platzverweis berechtigt?

Alonso: Über die erste Gelbe kann ich mich nicht beklagen, die zweite war aber keine. Oder sie ist zumindest sehr zweifelhaft. Aber ich werde jetzt nicht damit anfangen, mich über den Schiedsrichter zu beklagen. Für mich war es kein Gelb, aber so ist es jetzt nun mal.

Ein Sieg heute und der Abstand auf den BVB wäre auf zehn Zähler angewachsen.

Alonso: Wir waren nah am Sieg dran, vor allem in der zweiten Hälfte haben wir sehr gute Chancen gehabt. Schade, dass wir den Sieg nicht geholt haben, auf der anderen Seite wussten wir, dass das hier eine sehr schwierige Auswärtsfahrt werden würde. Letzten Endes ist es nun ein Spiel weniger, die acht Punkte Vorsprung sind geblieben – aber es steht nach wie vor einiges an.

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Sie sagen es: Die nächsten Wochen haben es in sich.

Alonso: Der Monat ist sehr intensiv, ja. Im Pokal steht in Bochum nun ein weiteres Endspiel an, in der Bundesliga geht es mit Augsburg, Wolfsburg und Dortmund auch gegen harte Brocken und dann ist ja auch schon Juventus um die Ecke. Das wird eine enorm komplizierte Partie, die uns alles abverlangen wird. Jetzt beginnt die wichtige, die entscheidende Phase der Saison, wir müssen auf der Höhe sein.

Wo sehen Sie die Mannschaft aktuell?

Alonso: Ich würde sagen, wir befinden uns im Wachstum. Wir können uns noch verbessern und wollen auch wieder das Niveau erreichen, das wir gegen Oktober, November auf den Platz gebracht haben. Damals haben wir sehr guten Fußball gezeigt. Wollen wir das wieder erreichen, müssen wir uns weiterhin verbessern.

Befürchten Sie, dass die Unruhe um den Klub Einfluss auf das Spiel haben könnte?

Alonso: In meinen Augen ist das Klima innerhalb der Kabine genauso wie vor Weihnachten. Wir wissen, wie der Fußball funktioniert und dass es im Umfeld eines Klubs wie Bayern München viele Störfeuer gibt. Bei uns in der Kabine jedoch – und genau das ist doch, was uns letzten Endes auch wirklich kümmert – ist alles wie immer.

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Auch Peps Wechsel nach England war Thema. Halten Sie den Zeitpunkt der Veröffentlichung wegen seiner Aufgaben mit Bayern für problematisch?

Alonso: Nein, überhaupt nicht. Am Ende ist es doch seine Entscheidung und ich denke, dass es gut ist, dass man es auch weiß und kommuniziert. Was seine Dynamik während der Arbeit angeht, seine Konzentration und mit Sicherheit auch seine Leidenschaft für die Mannschaft, daran besteht überhaupt kein Zweifel. Bei keinem von uns. 

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