Der Vater des Erfolgsvereins

Uli Hoeneß: Der Ehrenpräsident des FC Bayern München - seine Karriere und Erfolge

Uli Hoeneß, ehemaliger Präsident des FC Bayern, nimmt an einer Pressekonferenz teil
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Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern München

Ohne Uli Hoeneß wäre der FC Bayern München wohl nicht der erfolgreichste Fußballclub Deutschlands. Vor allem als Manager hat er den Verein nachhaltig geprägt.

  • Uli Hoeneß kam 1970 als Spieler zum FC Bayern München.
  • Von 1979 bis 2009 war er Manager des Clubs und machte ihn zum erfolgreichsten Fußballverein Deutschlands.
  • Nachdem er 2019 nicht mehr zur Präsidentenwahl antrat, wurde er zum Ehrenpräsidenten der Bayern ernannt.

Uli Hoeneß kam am 5. Januar 1952 in Ulm zur Welt. Als Kind spielte er für den VfB Ulm Fußball und kam 1967 zur TSG Ulm 1846. In der Saison 1969/1970 trat er mit dem Club in der 1. Amateurliga an. Im Sommer 1970 wechselte Hoeneß zum FC Bayern München, also zu dem Verein, bei dem er heute Ehrenpräsident ist. Im August 1970 debütierte er in der Bundesliga.

Sein erstes Länderspiel absolvierte er im März 1972. Wenige Monate später wurde er mit Deutschland Europameister. Im Sommer 1974 gehörte Hoeneß zudem der deutschen Mannschaft an, die im eigenen Land Weltmeister wurde. Ein Jahr später erlitt Hoeneß eine schwere Knieverletzung, die seine Leistungsfähigkeit nachhaltig beeinträchtigte. Im Sommer 1978 ließ er sich an den 1. FC Nürnberg verleihen, im Frühling 1979 beendete er im Alter von 27 Jahren seine aktive Karriere. Mit den Bayern hat er als Spieler folgende Titel gewonnen:

  • 3x Meisterschaft (1972 bis 1974)
  • 1x DFB-Pokal (1971)
  • 3x Europapokal der Landesmeister (1974 bis 1976)
  • 1x Weltpokal (1976)

Der FC Bayern München wird zum erfolgreichsten Fußballclub Deutschlands

Im Mai 1979 wurde Uli Hoeneß Manager vom FC Bayern München. Zu dieser Zeit war noch nicht abzusehen, dass er 40 Jahre später zum Ehrenpräsidenten des Clubs ernannt werden würde. Die Bayern waren damals verschuldet und nur mäßig erfolgreich. Bereits in der ersten Saison mit Hoeneß als Manager gewannen sie ihre sechste deutsche Meisterschaft. In der darauffolgenden Spielzeit verteidigten sie den Titel. Im Februar 1982 überlebte Hoeneß als einziger Passagier einen Flugzeugabsturz in der Nähe von Hannover.

In der Anfangszeit seiner Karriere als Manager machte Hoeneß Merchandising zu einer wichtigen Einnahmequelle der Bayern. Auch durch die Mehreinnahmen entwickelte sich der Club zum besten in Deutschland. Zwischen 2002 und 2005 entstand im Münchner Stadtteil Fröttmaning die Allianz Arena als neue Heimstätte des FC Bayern. In seiner Zeit als Manager der Münchner, die bis November 2009 andauerte, gewann Hoeneß mit dem Club 16 Meisterschaften, neun Mal den DFB-Pokal sowie 2001 die Champions League und den Weltpokal. Im November 2009 wurde er zum Präsidenten des Vereins gewählt.

FC Bayern München: Hoeneß tritt zurück und wird wiedergewählt

Auch unter Präsident Uli Hoeneß blieb der FC Bayern München weiterhin erfolgreich. So holte er 2013 erstmals in der Vereinsgeschichte das Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League.

Schon im April 2013 wurde öffentlich bekannt, dass gegen Hoeneß wegen Steuerhinterziehung ermittelt wird. Zur Anklage durch die Staatsanwaltschaft München II kam es im Juli 2013. Im März 2014 wurde Hoeneß zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Aufgrund dessen trat er von seinen Ämtern bei Bayern München zurück.

Hoeneß trat die Haftstrafe im Juli 2014 an und wurde im Februar 2016 vorzeitig entlassen. Im November 2016 wurde er erneut zum Präsidenten des FC Bayern gewählt und blieb drei Jahre lang in diesem Amt. Mit den Bayern gewann er als Spieler, Manager und Präsident 24 Mal die deutsche Meisterschaft, 13 Mal den DFB-Pokal und fünf Mal die Champions League bzw. dessen Vorgänger-Wettbewerb, den Europapokal der Landesmeister. Mit Austritt aus dem Präsidentenamt im November 2019 wurde Hoeneß zum Ehrenpräsidenten der Bayern ernannt.

Von Alexander Kords

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