Vom Spieler zum Funktionär

Karl-Heinz Rummenigge: Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern - seine Karriere und Erfolge

Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG, steht im Kurhaus vor der Wahl zum „Sportler des Jahres“ auf dem roten Teppich
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Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München

Karl-Heinz Rummenigge war Anfang der 1980er-Jahre einer der besten Stürmer der Welt. Nach seinem Karriereende wurde er beim FC Bayern München zum Funktionär.

2002 wurde Karl-Heinz-Rummenigge Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München. Zur Welt kam er am 25. September 1955 in Lippstadt. Beim örtlichen Verein Borussia Lippstadt begann er 1963 mit dem Fußballspielen. Im Jahr 1974 ging er mit 18 Jahren zu den Bayern und machte in seiner ersten Saison fünf Tore in 21 Spielen in der Bundesliga. Im Sommer 1975 gewannen Rummenigge und die Münchner den Europapokal der Landesmeister. Wenige Monate später machte Rummenigge sein erstes von 95 Länderspielen für die deutsche Nationalmannschaft.

Im Sommer 1976 holten die Bayern erneut den Europapokal der Landesmeister. Bis zu seiner ersten deutschen Meisterschaft musste sich Rummenigge jedoch bis zum Sommer 1980 gedulden. In der Meistersaison wurde er zudem mit 26 Treffern Torschützenkönig der Bundesliga. Mit der deutschen Auswahl nahm er an der EM 1980 in Italien teil und wurde dort Europameister. Auch in den Spielzeiten 1980/1981 (29 Tore) und 1983/1984 (26 Tore) wurde er zum besten Torschützen der obersten deutschen Spielklasse. Im Sommer 1984 verließ der Stürmer die Bayern und ging zu Inter Mailand.

Der FC Bayern München verkauft Karl-Heinz Rummenigge

Inter Mailand zahlte knapp elf Millionen D-Mark für Rummenigge, was ihn nach Diego Maradona (60, † 2020) zum zweitteuersten Spieler der Welt machte. Maradona war ebenfalls im Sommer 1984 für 24 Millionen D-Mark vom FC Barcelona zum SSC Neapel gewechselt. Angesichts der hohen Transfersumme verlief die Zeit von Rummenigge bei Inter sowohl für den Club als auch für den Spieler überaus enttäuschend. In den drei Jahren, die er bei den Italienern verbrachte, gewann der Stürmer keinen einzigen Titel. Im Sommer 1987 wechselte er zu Servette Genf.

Dort wurde er in der Saison 1988/1989 mit 24 Treffern Torschützenkönig der Schweizer Liga. Im Sommer 1989 beendete Rummenigge schließlich seine aktive Karriere. Für seine drei Clubs erreichte er folgende Statistiken:

  • FC Bayern München: 217 Tore in 422 Pflichtspielen
  • Inter Mailand: 42 Tore in 107 Pflichtspielen
  • Servette Genf: 35 Tore in 56 Pflichtspielen

Zu seiner Hochzeit galt Rummenigge Anfang der 1980er als einer der besten Stürmer der Welt. Kurz nach seinem aktiven Karriereende wurde ihm das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Danach setzte er seine berufliche Karriere gewohnt erfolgreich als Funktionär und als Vorstandsvorsitzender bei seinem Heimatverein fort.

FC Bayern München: Rummenigge wird Vorstandsvorsitzender

Von 1990 bis 1994 war Karl-Heinz Rummenigge als Kommentator für die ARD tätig. Im November 1991 wurde er zudem Vizepräsident des FC Bayern München. Als der Verein im Februar 2002 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde, wurde Rummenigge Vorstandsvorsitzender. In dieser Funktion hatte er reichlich Grund zu feiern. So gewann der Club in den Jahren 2013 und 2020 jeweils das Triple aus deutscher Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League. Im Januar 2008 wurde Rummenigge zum ersten Vorsitzenden der European Club Association.

Dieses Amt hatte er bis zum September 2017 inne. Nach seinem Ausscheiden wurde er zum Ehrenvorsitzenden der Interessensvertretung der europäischen Fußballclubs ernannt. Im Februar 2013 versuchte Rummenigge, am Münchner Flughafen zwei Luxusuhren am Zoll vorbei zu schmuggeln. Dafür wurde er im September 2013 zu einer Geldstrafe von fast 250.000,00 Euro verurteilt. Zudem ist er seit dem Urteil vorbestraft.

Von Alexander Kords

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