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Eine Szene machte ihn stinksauer! Nagelsmann tobt nach Schlusspfiff: „Unfassbar schlechte Entscheidung“

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Von: Florian Schimak

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Julian Nagelsmann war nach dem Spiel stinksauer auf die Schiedsrichter.
Julian Nagelsmann war nach dem Spiel stinksauer auf die Schiedsrichter. © IMAGO / Sven Simon

Es herrschte angespannte Stimmung beim FC Bayern - und nun ging‘s in der Champions League im Hinspiel des Achtelfinals zu RB Salzburg. Was sagten die Beteiligten?

Salzburg/München - Beim FC Bayern* herrschte zuletzt keine gute Stimmung. Der Grund? Die happige 2:4-Niederlage beim VfL Bochum am vergangenen Wochenende. Ein Glück ist direkt Champions League* angesagt! Dort ging‘s im Hinspiel des Achtelfinales zu RB Salzburg - und es wurde dramatisch!

Allerdings herrschte zuletzt nicht nur sportlich an der Säbener Straße etwas dicke Luft. Auch personell ist die Lage in Sachen Verträge durchaus angespannt. Wie geht es mit Corentin Tolisso weiter, dessen Vertrag im Sommer ausläuft? Oder mit Thomas Müller, Robert Lewandowski und Manuel Neuer, deren Kontrakte jeweils bis 2023 laufen?

Beim Keeper steht eine weitere Verlängerung wohl bevor. Sie stehe „ganz oben auf der Agenda“, betonte Vorstandschef Oliver Kahn. Auch bei Trainer Julian Nagelsmann* ist Neuer unangefochten die Nummer eins. „So lange ich gesund und fit bleibe, Spaß habe und gebraucht werde, werde ich weiterspielen. Das ist doch ein guter Plan, oder?“, sagte Neuer.

In Salzburg fehlte der Keeper aber verletzt. Update zu dem Thema gab es von Sportchef Hasan Salihamidžić aber keine. Stattdessen gab es eine stinksauren Coach Julian Nagelsmann.

Wir fassen für Sie die Stimmen bei DAZN zur Partie des FC Bayern beim RB Salzburg zusammen.

Julian Nagelsmann (Trainer FC Bayern) nach dem Spiel über...

... seine Zufriedenheit mit der Leistung seines Teams: „Ja, in der zweiten Hälfte dann wieder. In der ersten war es zwar nicht wie in Bochum, aber auch sehr fehleranfällig. Auch das Gegentor war eigentlich relativ einfach zu verteidigen. In der zweiten Hälfte war es ein Balanceakt, weil wir offensiv verteidigt haben.“

... die Leistung von Kingsley Coman im zweiten Durchgang: „Da war er richtig gut! Einmal kann er sogar auf Lewy querlegen, da haben wir noch eine Super-Chance. Toller Auftritt von ihm.“

... die Szene von Müller gegen Salzburg-Keeper Köhn Sekunden vor dem Schlusspfiff: „Der Schiedsrichter sagt mir, das war ein falscher Pfiff! Da frag ich, warum haben wir diesen viel beschrieben VAR. Da lässt man es weiterlaufen, schaut es sich dann an, ob Leroy den Ball in ein nur noch mit Feldspieler besetztes Tor schießt - und wenn‘s ein Foul war, nimmt man den Treffer zurück. Ich versteh nicht, warum wir Abseitspositionen 28 Minuten weiterlaufen lassen und dann erst pfeifen. Hier hätte man auch abwarten können! Das war eine hundertprozentige Torchance. Eine unfassbar schlechte Entscheidung!“

Thomas Müller (Stürmer, FC Bayern) nach dem Spiel über ...

... die Gefühle mit dem 1:1: „Gemischt. Salzburg ist eine gute Mannschaft, die Stimmung im Publikum war super. So stellt man sich Fußball vor. Auch wenn wir leiden mussten, mehr als wir gedacht haben. Salzburg hat das gut gemacht, aber aufgrund der zweiten Hälfte, wo wir drückend überlegen waren, hatten wir eine Vielzahl von guten Möglichkeiten. Dann kann es bei mir Elfmeter geben...

Müller bekommt die Szene Sekunden vor Schluss gezeigt, als sein Zweikampf gegen Salzburg-Keeper Köhn abgepfiffen wird.

... „Oh, ja, das war auch ein krasses Foul von mir. Sowas abzupfeifen? Leroy steht dann im Fünfer völlig frei, aber gut. Es ist nicht unser Wunschergebnis.“

... die angesprochene Mentalität: „Die Leidensbereitschaft war vorhanden. Manchmal fehlte uns vielleicht etwas der Mut. Gerade in der ersten Hälfte hätten wir noch mehr Chancen kreieren können, aber gut.“

... den Last-Minute-Treffer: „Manchmal versuchen wir zu sehr, die schöne Lösung zu finden. Aber mit Choupo, Lewy und mir hatte man am Ende ja drei gute Kopfballspieler drin. Dann müssen die Bälle auch mal in die gefährliche Zone kommen, im Prinzip macht Salzburg das ganze Spiel nix anderes.“

Joshua Kimmich (FC Bayern) nach der Partie über ...

... das Ergebnis: „Es ist schwierig einzuordnen. Wir haben das Spiel in der zweiten Hälfte besser kontrolliert. Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen, das hat man gesehen. Aufgrund der Tatsache, dass wir das 2:0 bekommen können, war das am Ende ok.“

... die Frage nach der Leidensbereitschaft: „Wir können das, aber das ist nicht die Sache. Wir brauchen das in jedem Spiel, wir sind momentan nicht im Flow. Am Wochenende geht es in der Bundesliga auch nicht von alleine.“

Karim Adeyemi (Stürmer, RB Salzburg) nach der Partie über ...

... die starke Leistung gegen den großen Favoriten: „Wir haben die Prinzipien unseres Trainers erfüllt, auch wenn der Ausgleich so spät natürlich bitter ist. Aber wir können stolz sein. Wir sind bereit für das nächste Spiel.“

... die Hoffnung auf das Weiterkommen im Rückspiel: „Wir sind gierieg, jung, spritzig - das ist, was zählt! Wir sind Bayern ein Klotz am Bein.“

Matthias Jaissle (Trainer RB Salzburg) nach dem Spiel über ...

... den späten Treffer zum 1:1-Ausgleich: „Wenn ich das ganze Spiel nehme, bin ich sehr zufrieden und vor allem stolz, wenn man dem FC Bayern so lange Paroli bietet.“

... die Adamu-Chance in der 80. Minute, die Pavard auf der Linie vereitelte: „Du hast gegen Bayern nicht viele Chancen, aber wenn du so ein Brett hast, musst du es halt nutzen....“

Julian Nagelsmann (l.) klatscht mit Laura Wontorra ab.
Julian Nagelsmann (l.) spricht vor dem Champions-League-Achtelfinale bei RB Salzburg bei DAZN. © IMAGO / MIS

Julian Nagelsmann (Trainer, FC Bayern) vor der Partie über ...

... die Stimmung in der Mannschaft: „Sie ist gut, wir haben Bochum gut aufgearbeitet. Der Rahmen trägt hier sein Positives dazu bei. Es wird uns guttun.“

... den Matchplan: „Wir wissen, dass Salzburg geprägt ist von Pressing und Gegenpressing. Wir müssen gute Alternativen haben und manchmal auch die Dinge einfacher lösen. Mit einer guten Ballsicherheit wollen wir den Gegner von unserem Tor weghalten.“

... die Stärken von RB Salzburg, die einen ähnlichen Spielansatz wie Bochum verfolgen: „Der Gegner kommt über Emotionen und Körperlichkeit. Sie werden uns diesbezüglich auf Augenhöhe begegnen. Es kamen nach dem Bochum-Spiel viele Lösungsansätze aus der Mannschaft.“

... die Aufstellung: „Wir haben am Wochenende mit nur einen zentralen, defensiven Mittelfeldspieler gespielt. Daher kommt jetzt mit Coco Tolisso ein Spieler, der zwischen der Zehn und der Sechs pendeln wird. Er ist ein super Balancespieler, der einen großen Siegeswille hat. Er wird uns guttun.“

Hasan Salihamidžić (Sportvorstand, FC Bayern) vor dem Spiel über ...

... die Konsequenzen aus der Niederlage vom Wochenende: „Wir haben in Bochum nicht so gut gespielt, da haben wir uns etwas überraschen lassen vom intensiven Spiel der Bochumer. Heute müssen wir uns anders präsentieren. Wir wissen, wie Salzburg spielt.“

... die vermeintliche Kritik von Trainer Nagelsmann und Uli Hoeneß am Kader: „Nein, ich habe das überhaupt null als Kritik verstanden. Ich verstehe die Kritik von Uli Hoeneß auch nicht als Kritik. Er liebt den FC Bayern. Aber 4:2 in Bochum zu verlieren, das ist nicht bayernlike. Ich spreche jeden Tag mit dem Trainer, wir arbeiten wirklich perfekt zusammen. Wir haben mit Jamal Musiala, Leon Goretzka, Phonzie Davies und jetzt Manuel Neuer, die uns lange fehlen. Das merkt man“

... die heftigen Aussagen von Matthäus in Richtung Upamecano: „Klar, muss Lothar was sagen. Er ist ja Experte. Aber es interessiert mich gar nicht, was er sagt. Wir wissen, dass wir nicht gut gespielt haben.“

... den Druck in der Champions League: „Jetzt geht natürlich los. Wir haben die Mannschaft gut vorbereitet, wir freuen uns. Vor 30.00 Zuschauern zu spielen, das macht natürlich Spaß!“

Video: Lothar Matthäus fällt deutliches Urteil über Bayern-Verteidiger Dayot Upamecano

Matthias Jaissle (Trainer RB Salzburg) vor der Spiel über ...

... die FCB-Niederlage am Wochenende: „Natürlich haben wir das Spiel analysiert, aber so etwas kommt alle Jubeljahre mal vor, das der FC Bayern mal vier Tore auswärts bekommt. Das war ein Ausrutscher.“

... seinen Matchplan: „Wir wollen‘s kompakt verteidigen, wir müssen die Phasen überstehen, in denen die Bayern drücken und dann in den Umschaltsituationen auf der Höhe sein.“

(smk) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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