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Nach heftiger Kritik an Boateng: Effenberg fordert Reaktion von Kovac

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Von: Stefan Matern, Marcus Giebel

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Stefan Effenberg fordert von Niko Kovac eine Reaktion.
Stefan Effenberg fordert von Niko Kovac eine Reaktion. © dpa / Federico Gambarini

Jerome Boateng steht nach der Niederlage bei Hertha BSC im Zentrum der Kritik. Nun hat sich Stefan Effenberg in der Thematik zu Wort gemeldet und auch Niko Kovac in die Pflicht genommen.

Update vom 1. Oktober 2018: Die beiden Fehler von Innenverteidiger Jerome Boateng im Bundesliga-Match gegen Hertha BSC waren nicht zu übersehen, auch nicht für TV-Experte Stefan Effenberg. Dennoch nahm der ehemalige Bayern-Profi den 30-Jährigen in Schutz und forderte im „Check24 Doppelpass“ auf Sport1 stattdessen eine Reaktion seines Trainers Niko Kovac. 

„Genau jetzt musst du die Rotation abstellen. Die Situation der Bayern gibt es im Moment einfach nicht her“ , betont Effenberg. Bisher hatte Kovac immer wieder die Rotationsmaschinerie angeworfen. Gegen die Berliner (0:2) nahm er im Vergleich zur Aufstellung gegen Augsburg (1:1) gleich sechs Änderungen vor. Zu viel in Effenbergs Augen. Doch wird Kovac nun weniger rotieren? Nicht unbedingt. Nach Informationen der Bild wird zwar Boateng für das CL-Match gegen Ajax Amstderdam seinen Platz in der Innenverteidigung behalten, doch Niklas Süle muss vermutlich für Mats Hummels weichen. 

Auch im Mittelfeld und auf den Außen dürfte der FCB-Coach die eine oder andere Änderung im Vergleich zum Freitag vornehmen. Stefan Effenberg wird das nicht gefallen.

Video CHECK24 Doppelpass: Hier kritisiert Stefan Effenberg Jerome Boateng

Heftige Kritik an Boateng: Effenberg nimmt FCB-Star in Schutz

Update vom 30. September 2018: Nach der ersten Saisonniederlage des FC Bayern München gegen Hertha BSC Berlin hatte Jerome Boateng heftige Kritik einstecken müssen. Er hatte den Elfmeter zum 0:1 für die Berliner verschuldet und auch beim 0:2 keine gute Figur abgegeben. Matthias Sammer hatte die Fehler Boatengs daraufhin bei Eurosport auch ganz offen angesprochen. Nun haben sich zwei weitere Experten zu Wort gemeldet.

Im „Check24 Doppelpass“ auf Sport1 kommentierte Stefan Effenberg: „Boateng hatte am Freitag einfach ein schlechtes Spiel. Er ist nicht auf dem Niveau, wo er mal war. Aber ich würde ihn jetzt nicht abstempeln“, nimmt er Boateng in Schutz. Auch Bodo Illgner hatte etwas zum Innenverteidiger zu sagen, brachte die Fehler des Nationalspielers aber mit der noch fehlenden Spielfitness in Zusammenhang: „In dieser Szene sieht man, dass er denkt, dass er da hin kommt. Aber diese Fitness, Schnelligkeit und Spritzigkeit fehlt ihm. Im Moment kommt er den Tick zu spät“, erklärt Illgner die Szene die zum Elfmeter führte.

Die Erstmeldung: Jerome Boateng an beiden Gegentoren beteiligt

Berlin - Gemeinsam mit Mats Hummels und Niklas Süle betreibt Jerome Boateng in dieser Saison Job-Sharing in der Innenverteidigung. Zweimal hatte der gebürtige Berliner in der Liga zuletzt zuschauen müssen, ehe Niko Kovac ihn am Freitagabend ausgerechnet in seiner Heimatstadt wieder in die Startelf beorderte. An die Seite von Süle.

Doch es war ganz und gar nicht der Abend des 30-Jährigen. Beim 0:2 gegen Hertha BSC verschuldete er zunächst den Elfmeter vor dem Rückstand und verlor kurz vor dem zweiten Treffer Vorbereiter Valentino Lazaro aus den Augen. Angesichts dieser beiden folgenschweren Patzer nutzte Boateng noch in der Nacht seine Social-Media-Kanäle, um Abbitte zu leisten. Dort entschuldigte er sich bei Mannschaft und Fans, um direkt zu versprechen, dass die Roten noch stärker zurückkommen und siegen würden.

Sammer nennt Boatengs Grätsche „übermotiviert und unklug“

Tatsächlich hatte sich Boateng, der zu Wochenbeginn im Training umgeknickt war, nach der Niederlage heftige Vorwürfe anhören müssen - vor allem natürlich in den nicht immer sozialen Netzwerken. Aber auch im Stadion. So sagte „Eurosport“-Experte Matthias Sammer über das Foul an Salomon Kalou im Strafraum: „So darf Jerome Boateng nicht zum Ball gehen. Der Einsatz stimmt, aber er ist in dem Moment übermotiviert und unklug. Es ist auch eine unnötige Aktion, was soll da passieren.“

Kovac fasste sich kurz und wurde dabei umso deutlicher: „Eigentlich geht das nicht.“ Der Coach wollte ansonsten keinen einzelnen Spieler herausgreifen, monierte insgesamt das mannschaftliche Verhalten bei den beiden Gegentreffern: „Wir haben zwei Tore zugelassen, zwei, die nicht passieren dürfen.“ Dennoch scheint sich besonders Boateng angesprochen gefühlt zu haben. Wobei festzuhalten bleibt: Nach der Pause hatten sich die Roten genug Chancen erspielt, um zumindest noch einen Punkt aus der Hauptstadt zu entführen.

mg/nc

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