Erst FCI – dann Ibrahimovic?

Lahm: "Wir werden gegen jeden Gegner Favorit sein"

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Philipp Lahm

München - Nach einer konzentrierten Leistung in Zagreb denkt der FC Bayern nur „step by step“. Nun wartet erst mal der FCI - und dann eventuell schon bald Zlatan Ibrahimovic?

In der Lufthansa-Maschine Wilhelmshaven musste es plötzlich ganz schnell gehen. Der Service war noch längst nicht beendet, da setzte der Pilot schon zum Landeanflug an. Die Gäste im hinteren Teil des Fliegers und die Stars des FC Bayern ganz vorn hasteten ein wenig mit dem Essen, damit die Tische noch rechtzeitig wieder abgeräumt und hochgeklappt werden konnten. Immerhin, Boss Rummenigge, Trainer Guardiola, Kapitän Lahm und die Kollegen hatten bei aller Hektik einen schönen Ausblick von ihren Sitzen: Die Cockpittür war die gesamte Zeit geöffnet. Alle Augen geradeaus!

Am Abend zuvor war das ein wenig anders. Die Spieler schienen nach dem 2:0 in Zagreb, dem fleißigst herausgespielten Auswärtssieg, immer noch im Konzentrationstunnel zu sein. Die Profis hängten sich in höchster Intensität über 90 Minuten rein, dabei, so Lahm, „ging es für uns im Endeffekt nur ums Geld…“ Trotzdem stimmte der Einsatz, und darüber vergaßen die Stars, was sie längst hätten absehen können: Wie es nun so weitergeht in der Königsklasse.

Am kommenden Montag ist die Auslosung in Nyon, schon das schien einigen nicht klar zu sein. Lahm sagte: „Wir müssen ja alles nehmen, es ist kein Wunschkonzert. Wir werden gegen jeden Gegner Favorit sein, wir wollen dann eine Runde weiterkommen.“ Super-Stürmer Robert Lewandowski war selbst das irgendwie egal. Der Pole sagte: „Theoretisch kannst du Favorit sein und trotzdem, was bedeutet das? Bist du direkt in der nächsten Runde?“

"Wir tun gut daran, step by step zu denken.“

Natürlich nicht – zumal einige Gegner trotz der hervorgehobenen Rolle des FCB ganz schwierig werden könnten. Nummer eins: Paris SG. Nummer zwei: Juventus Turin. Die Meister aus Frankreich und Italien gehören zur Oberklassen-Kategorie, eigentlich nichts für eine so frühe Runde wie das Achtelfinale. Vielleicht meinte Karl-Heinz Rummenigge genau diese beiden Teams, als er zwischen Kürbis-Cappuccino, Perlhuhn in Aspik, Schweinekoteletts mit sautierten Äpfeln an Trüffel-Creme und Caramel-Flan beim offiziellen Bankett im Hotel Esplanade meinte: „Hoffen wir auf ein schönes, hoffentlich nicht allzu schweres Los.“

Der Vorstandsboss wünschte sich für 2016 noch viele schöne Reisen durch Europa. „Wir haben große Ziele – aber wir tun gut daran, step by step zu denken.“

Bayern siegt in Zagreb - Note eins für den Matchwinner

Da war sie wieder, diese strikte Mahnung an die Konzentration. Es ging bei einem netten Abend in der Vorweihnachtszeit auch darum, an die letzten drei Spiele des Jahres zu erinnern. Lange noch diskutierte Rummenigge am Tisch mit seinem Coach Pep Guardiola und Berater Giovanni Branchini. Ob es dabei auch um die Strategie ging, wie man die Spieler für Ingolstadt, Darmstadt und Hannover motiviert? Nach dem Auftritt in Zagreb hatte man eigentlich das Gefühl, dass es kaum nötig ist.

Servus! Rummenigge verabschiedet tz-Reporter

Mehr als sechs Jahre war Michael Knippenkötter als FCB-Reporter für die tz mit dem Rekordmeister unterwegs. Er erlebte bittere Niederlagen ebenso wie historische Triumphe. Zum Ende des Jahres verlässt er die tz, auf seiner letzten Dienstreise mit dem FCB sagte auch Karl-Heinz Rummenigge auf seiner Bankettrede unserem „Knippi“ servus: „Wir haben einen Mann unter uns, der die letzte Reise mit uns gemacht hat, Michael Knippenkötter. Er war jetzt sechs Jahre bei uns immer dabei. Und ich möchte hier sagen, dass ich ihm alles Gute wünsche. Er geht in meine alte Heimat nach Soest, zum Soester Anzeiger. Ich wünsche Ihnen alles Gute, Herr Knippenkötter, und vielen Dank für die Zusammenarbeit.“

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Wer sind die möglichen Gegner des FC Bayern im Achtelfinale der Champions League? Vor der Auslosung stellen wir alle möglichen Partien vor.

Michael Knippenkötter

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