Neuer: Kein guter Rückrundenstart

Nach Wolfsburg-Pleite: Jetzt soll Schalke büßen

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Muss das Spiel wieder in den Griff bekommen: Xabi Alonso, hier gegen Schalkes Höger und Sam.

München - Kein guter Rückrundenstart! Ungeahnte Schwächen der Bayern kamen bei der Pleite gegen Wolfsburg zum Vorschein. Am Dienstagabend soll Schalke büßen.

Es sind immer noch acht Zähler Vorsprung. Trotz der ersten Saisonniederlage führt der FC Bayern die Bundesliga mit einem prallen Punktepolster an. Aber dennoch brachte die 1:4-Pleite beim VfL Wolfsburg, zugefügt durch drei blitzsaubere Kontertore, den Münchnern zumindest eine Erkenntnis: Nicht immer ist es in der Liga einfacher als im Training.

Diesen Verdacht hatte Thomas Müller erweckt, als er im Trainingslager in Katar davon sprach, dass ein Trainingsspiel oftmals schwieriger zu gewinnen sei „als vielleicht gegen eine Mannschaft aus der Bundesliga“. Teilweise erinnerte das Team von Pep Guardiola am Freitagabend gar an eine Trainingseinheit, denn gegen die Wölfe kamen im Wettkampfmodus ungeahnte Schwächen zum Vorschein. „Wir haben einfach schlecht gespielt“, gab Jerome Boateng unumwunden zu.

Manuel Neuer pflichtete ihm bei: „Das ist in die Hose gegangen. Es ist kein guter Rückrundenstart für uns.“ Doch die Bayern blicken schon wieder nach vorne, der Plan ist klar: Jetzt soll Schalke büßen! Montag Abend (20 Uhr, Sky) ist Neuers Ex-Verein zu Gast in Fröttmaning.

Nach der Niederlage beim Tabellenzweiten will der Rekordmeister schleunigst Wiedergutmachung betreiben. Arjen Robben wollte dieses Unternehmen noch am Freitagabend „am liebsten so schnell wie möglich“ in Angriff nehmen, während Boateng direkt erklärte, was dafür zu tun ist: „Jeder weiß, dass gegen Schalke eine große Steigerung nötig ist, um das wettzumachen.“

Robben: „Wir müssen unsere Lehren daraus ziehen“

Der Stachel saß tief bei den Bayern, die deutliche 1:4-Packung in der Autostadt grenzte fast schon an Majestätsbeleidigung. Während die Bosse um Karl-Heinz Rummenigge die Volkswagen Arena kommentarlos verließen, suchte der Trainer nach Erklärungen. „Wolfsburg war besser und hat im richtigen Moment die Tore gemacht“, lautete die simple und zugleich zutreffende Zusammenfassung von Guardiola.

Robben war bemüht, der Niederlage doch noch irgendwie etwas Positives abzugewinnen. „Wir müssen unsere Lehren daraus ziehen“, meinte der Holländer, der am Freitag noch zu den besseren Bayern gehörte und orakelte: „Für die Zukunft ist das vielleicht gar nicht so schlecht.“

Wie hilfreich die Pleite für die Gegenwart ist, wird sich gegen den Tabellenvierten zeigen. Die Schalker feierten am Samstag einen 1:0-Erfolg über Hannover 96, verloren dabei allerdings ihren Torjäger Klaas-Jan Huntelaar durch einen Platzverweis. Ähnlich wie der VfL werden auch die Blau-Weißen tief stehen und auf Konter setzen, um Pep Probleme zu bereiten.

Doch zu sehr wollten sich die Münchner gar nicht auf den Gegner konzentrieren. „Wir müssen auf uns schauen“, betonte Robben und vergaß nicht anzumerken, dass man dabei durchaus selbstkritisch sein dürfe. So wie Abwehrchef Boateng, der monierte, dass man die gewonnenen Zweikämpfe seiner Mannschaft in Wolfsburg an einer Hand abzählen konnte.

Ihr Augenmerk müssen die Münchner dabei auf die Defensive richten. In Wolfsburg kassierte Neuer so viele Gegentore wie in der gesamten Hinrunde. „Das war ein Schock“, meinte Robben: „Dienstag müssen wir reagieren und wieder in unseren Rhythmus kommen.“

Der FC Schalke kommt da nicht ungelegen. Die letzten vier Heimspiele gegen den S04 gewannen die Roten alle – mit einem beeindruckenden Torverhältnis von 15:2. Besserung ist für die Bilanz der Blau-Weißen nicht in Sicht – auch morgen sollen sie wieder büßen…

sw

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