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Hamann rüffelt Bayern-Trainer: „Nagelsmann muss schauen, dass er im Januar noch Trainer ist“

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Von: Michelle Brey

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Julian Nagelsmann gerät als Trainer des FC Bayern München in Kritik.
Julian Nagelsmann steht als Trainer des FC Bayern München in der Kritik. © Sven Hoppe/dpa

Am Samstag kommt es zum Top-Spiel der Bundesliga. Der FC Bayern trifft auf den BVB. Indes prasselt von außen Kritik auf Julian Nagelsmann ein.

München - Platz drei gegen vier: Das ist der Blick auf die Bundesliga-Tabelle vor dem Spiel des FC Bayern München gegen Borussia Dortmund. Drei Unentschieden in Folge, schließlich eine Niederlage gegen den FC Augsburg und das allgegenwärtige Stürmer-Problem: Die Münchner in der Krise.

Gegen Bayer Leverkusen gelang am achten Spieltag mit einem klaren 4:0-Erfolg ein Befreiungsschlag. Die von außen kommende Kritik an Trainer Julian Nagelsmann reißt vor dem Spiel gegen Borussia Dortmund indes nicht ab - warnende Worte inklusive.

Vor Bayern gegen Dortmund: Nagelsmann muss zusehen, „dass er im Januar noch Trainer ist“

Dass die Krise des FC Bayern schon überwunden ist, davon geht zumindest Dietmar Hamann nicht aus. „Dafür waren die Gegner zu schwach“, sagte er dem Kicker in Bezug auf kriselnde Leverkusener und mit Blick auf den 5:0-Sieg gegen Viktoria Pilsen.

Die jüngste Schwächephase der Münchner kommt ihm zufolge nicht von ungefähr. „Es muss in den letzten acht, neun Monaten etwas kaputtgegangen sein“, sagte er dem Kicker auch mit Hinblick auf Julian Nagelsmann. „Bei Bayern musst du wissen, dass die Spieler das Spiel gewinnen, nicht der Trainer. Deswegen wird es interessant sein, was in den nächsten Wochen passiert.“

Der ehemalige Nationalspieler sagte „unruhige Wochen“ für den Rekordmeister hervor. Eine Niederlage gegen Borussia Dortmund und die Trainerdiskussion werde „zu Recht richtig Fahrt aufnehmen“, so Hamann gegenüber der Zeitschrift. „Er muss schauen, dass er im Januar noch Trainer bei Bayern ist.“ Im Bundesliga-Spitzenspiel sieht er Borussia Dortmund als Favoriten. Er gehe nicht davon aus, dass der BVB verlieren werde, so Hamann zur Deutschen Presse-Agentur.

FC Bayern: Auch Babbel findet vor Spiel gegen Dortmund klare Worte

Indes ließ es sich auch Markus Babbel nicht nehmen, vor dem Spitzenspiel auf Nachfrage noch einmal auf die Personalie Nagelsmann einzugehen. Schon nach der Niederlage gegen den FC Augsburg hatte der TV-Experte rigoros gegen den Bayern-Coach ausgeteilt.

Im Gespräch bei der Kicker-Ausgabe „Was geht, Bundesliga?“ bezeichnete er den 35-Jährigen als „herausragend guten Trainer“, der sich jedoch „nicht zu wichtig nehmen“ dürfe. Einen so großen Verein wie den FC Bayern habe er noch nicht trainiert. „Da muss er eben lernen, dass er die Spieler bei Laune hält“, sagte er. Ob ihm das gelingt, bleibt abzuwarten.

Fakt ist jedenfalls: Um die kritischen Stimmen vorerst zum Schweigen und den FC Bayern in ruhigere Gewässer zu bringen, benötigen Nagelsmann, der zuletzt ebenfalls in der Kritik stehende Joshua Kimmich und Co. am Samstag einen Sieg. (mbr/dpa)

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