U23-Torjäger will sich bei den Profis durchsetzen

13 Tore in 15 Spielen! Youngster mit Kampfansage an Coman und Sané: „Will ihre Startelfplätze gefährden“

Nemanja Motika steht vor dem Sprung zu den Profis des FC Bayern.
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Nemanja Motika steht vor dem Sprung zu den Profis des FC Bayern.

Nemanja Motika ist der beste Torschütze des FC Bayern II in der Regionalliga. Der 18-Jährige platzt vor Selbstvertrauen und richtet eine Kampfansage an die Stars.

München - Vor rund einem Jahr galt Nemanja Motika noch nicht als absolutes Toptalent des FC Bayern*. Mit der Beförderung von Martin Demichelis und Danny Schwarz im Frühjahr 2021 als Nachfolger für Holger Seitz nahm Motikas Karriere richtig Fahrt auf. Das Trainerduo, das den damals 17-Jährigen bereits aus der gemeinsamen Zeit in der U19 kannte, beorderte den Youngster dauerhaft in den Kader der Drittligamannschaft. Zuvor hatte Motika bereits mehrfach mit der Drittligamannschaft trainiert.

Am 36. Spieltag im Derby gegen die SpVgg Unterhaching stand Motika überraschend zum ersten Mal auf dem Spielberichtsbogen in der 3. Liga und gab auch gleich sein Debüt. Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung erzielte der Flügelspieler sein erstes Profitor. Von da entwickelte sich der Deutsch-Serbe innerhalb kürzester Zeit zu einem der wenigen Lichtblicke der Amateure und Hoffnungen im Abstiegskampf. In den verbleibenden zwei Spielen stand Motika jeweils über 90 Minuten auf dem Platz.

Nemaja Motika über Leroy Sané und Kingsley Coman: Ziel ist, „ihre Plätze in der Startelf zu gefährden“

Wenige Monate später gehört Motika zu den größten Talenten des deutschen Rekordmeisters und ist auf dem Sprung in die Profimannschaft. „Ich habe große Ambitionen und eine klare Vision. Mir ist bewusst, dass es gut wird, wenn ich in dieser Richtung weitermache. Ich habe auch mit den Leuten im Verein gesprochen, ich soll einen Profivertrag unterschreiben“, wird der 18-Jährige bei Sport1 aus einem Gespräch mit dem serbischen Portal Mozzart Sport zitiert. Motika hatte erst zu Jahresbeginn seinen Vertrag im Nachwuchs des FCB bis 2023 verlängert. In der laufenden Regionalliga-Saison ist der Youngster mit 13 Toren und sechs Vorlagen in 15 Spielen bester Torschütze der kleinen Bayern und zweitbester Torjäger der Liga.

In der Vorbereitung durfte der 18-Jährige bereits erstmals Profiluft schnuppern, als er unter Julian Nagelsmann* in den Testspielen gegen Ajax Amsterdam* und Borussia Mönchengladbach* in der Allianz Arena* zum Einsatz kam. Dort will Motika auch in naher Zukunft in Pflichtspielen auflaufen. „Ich kann mich bereits mit Spielern wie Sané* und Coman* messen“. Aufgrund seiner Topquoten in der aktuellen Regionalliga-Saion mangelt es den Offensivspielern nicht an Selbstbewusstsein - so lautet sein langfristiges Ziel: „Ihre Plätze in der Startelf zu gefährden“.

Disziplinarische Gründe: Martin Demichelis streicht Nemanja Motika aus der Startelf

Während Motika fußballerisch bei den Amateuren bislang beeindruckt, scheint er charakterlich noch reifen zu müssen. Obwohl der Linksaußen der beste Scorer der Amateure in dieser Saison ist, verzichtete Demichelis mehrfach auf seinen besten Torjäger aus diszilinarischen Gründen.

Motika wurde in Berlin geboren und begann seine fußballerische Karriere bei BFC Preussen, FC Hertha 03 Zehlendorf und Hertha BSC*. Im Sommer 2017 wechselte er zum FC Bayern und durchlief seitdem alle Jugendmannschaften der Münchner. Für die serbischen U19-Nationalmannschaft kam der 18-Jährige einmal zum Einsatz und erzielte direkt einen Treffer. Zuletzt stand er auch im Fokus der deutschen Nationalmannschaft und im Kader der U19 auf Abruf. (Alexander Nikel) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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