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Süle enttäuscht vom FC Bayern: Ihm geht es nicht um Geld - er verzichtet für Dortmund sogar auf Gehalt

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Von: Manuel Bonke

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Ein paar Monate läuft Niklas Süle noch im Bayern-Dress auf. Im Sommer streift er das Borussen-Gelb über.
Ein paar Monate läuft Niklas Süle noch im Bayern-Dress auf. Im Sommer streift er das Borussen-Gelb über. © Sven Simon/imago

Niklas Süle wird sich im kommenden Sommer der Borussia aus Dortmund anschließen. Der FC Bayern stichelt direkt gegen den Konkurrenten. Doch ums Geld geht es dem Nationalspieler nicht.

München - Wirklich nachvollziehen können die Verantwortlichen des FC Bayern den Wechsel von Niklas Süle (26) zu Borussia Dortmund nicht. Das ließ auch Präsident Herbert Hainer (67) zwischen den Zeilen durchblicken, als er im Rahmen einer Basketball-Veranstaltung auf den Abgang des Nationalspielers angesprochen wurde.

„Es war ja Dortmund schon im Gespräch und in den Spekulationen. Neben glaube ich Real Madrid, Manchester City und ein paar anderen. Ich hatte jetzt nicht gedacht, dass es seine erste Wahl ist“, sagte Hainer und konnte sich einen Seitenhieb nicht verkneifen: „Ich weiß nicht, was der Niklas Süle für ein Gehalt bekommt bei Borussia Dortmund. Ich glaube nicht, dass es ein sportlicher Aufstieg ist.“

Wie enttäuscht Süle vom FC Bayern sein muss, schwingt in einem Statement relativ deutlich mit.

Niklas Süle wechselt von München nach Dortmund: Für den BVB verzichtet er auf Gehalt

Fakt ist: Süle hat sich relativ früh für einen Wechsel zum BVB entschieden – und verzichtet damit auf ein höheres Gehalt, das er beispielsweise mit einem Verbleib in München oder einem Transfer ins Ausland hätte verdienen können.

Sein Brutto-Jahressalär in Dortmund liegt nach tz-Informationen bei geschätzt zehn Millionen Euro. Dieselbe Summe wurde ihm in München geboten, mit Punkte- und Titelprämie hätte er sogar mehr verdienen können. Und bei einem Abschied ins Ausland – Newcastle war ernsthaft interessiert – hätte Süle womöglich sogar die doppelte Summe einstreichen können.

Die Beweggründe für Süles Wechsels nach Dortmund: Zorc, Rose und die „Gelbe Wand“

Doch die BVB-Verantwortlichen um Sportdirektor Michael Zorc (59) und Trainer Marco Rose (45) überzeugten den Abwehrspieler, indem sie ihm vorab detailliert aufzeigten, welche Rolle er künftig in Dortmund einnehmen könne.

Darüber hinaus freut sich Süle auf die „Gelbe Wand“ und die Stimmung im Signal-Iduna-Park. Schon zu Zeiten als Frankfurter Jugendspieler war er von der Fan-Power im Eintracht-Stadion begeistert. „Es wird spannend sein, ihn auf der anderen Seite zu sehen“, meint Bayern-Präsident Hainer. (bok)

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