FC Bayern ist noch in der Anlaufphase

Nach Badstuber-Ausfall: Ist Benatia bereit?

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Pep Guardiola (r.) mit Mehdi Benatia.

München - Der Sieg des FC Bayern gegen den VfB Stuttgart war nie gefährdet. Aber allen ist klar: Das reicht so nicht gegen Manchester City. Oder anders gesagt: Das muss mehr Pepen! Jetzt ist Mehdi Benatia gefragt.

Eine gute Minute lang verrenkte und verbog er sich, während Medhi Benatia aufmerksam zuhörte und lernte. Auch Sebastian Rode bekam eine kleine Taktik-Scharade vorgeführt, nachdem die Übung auf dem grünen Rasen kurzzeitig unterbrochen war. Pep Guardiola hatte wie so oft seinen vollen Körpereinsatz gebraucht, um seine Idee vom perfekten Spiel zu vermitteln. Vielleicht sogar noch etwas mehr als sonst. Denn trotz des nie gefährdeten 2:0-Erfolgs gegen den VfB Stuttgart stand am Samstag unterm Strich vor allem eine Erkenntnis: Das muss mehr pepen! Für ManCity reicht das nicht!

„Wir haben das ganze Spiel dominiert, wir hatten viele Ballkontakte, aber wir hatten Probleme beim letzten Pass und bei den Flanken“, erklärte Pep Guardiola das zum Teil statische Spiel seiner Elf. Und dann sagte er etwas, was man ihm als Perfektionisten nicht abnehmen wollte: „Wir sind immer zufrieden, wenn wir gewinnen.“

Natürlich ist er noch nicht zufrieden mit dem, was seine Mannschaft derzeit bietet. Im ersten Spiel gegen Wolfsburg ließ man zu viele Gelegenheiten für den Gegner zu, in der zweiten Partie beim FC Schalke verlor man nach 30 richtig starken Minuten völlig den Faden. Nun der Auftritt gegen Stuttgart – solide, mehr nicht. Oder wie Thomas Müller sagte: „Das war ein ordentliches Spiel, wir haben 2:0 gewonnen, ohne dass wir groß Torchancen zugelassen haben. Es war kein Schützenfest, aber ein sehr souveräner Sieg.“

Sammer und "Mull" verfolgen Bayern-Training: Bilder

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Manuel Neuer erklärte: „Wir haben ein bisschen gebraucht, um das zweite Tor zu machen. Das hätten wir gern eher gemacht.“ Insgesamt wurde deutlich, dass man zwar alles im Griff hatte, der Gegner aber auch nicht das Niveau besaß, um ernsthaft für Gefahr zu sorgen.

Daher sollte dieser Sieg auch niemanden in Sicherheit wiegen, wie auch der Kapitän anschließend deutlich machte. Philipp Lahm warnte seine Mitspieler, indem er sagte: „Wir müssen eine Schippe drauflegen. ManCity ist eine Topmannschaft, sie ist wieder englischer Meister geworden. Wir wollen gut starten!“ Trotz aller guten Vorsätze ist es derzeit aber nicht so einfach, den Schalter umzulegen auf Power-Fußball, auf schnelle Kombinationen und Effizienz im Abschluss. Lahm: „Uns fehlt noch etwas. Uns fehlt der Rhythmus. Viele Spieler waren wieder unterwegs in der Woche.“

Bedeutet: Man ist nicht eingespielt, die Laufwege sind noch nicht abgestimmt. Und so muss Pep Guardiola derzeit etwas mehr gestikulieren, erklären und begründen, am Samstag speziell bei Neuzugang Medhi Benatia, der nach seiner Verletzung noch überhaupt nicht angekommen ist im Team. Dabei wird gerade er nun gebraucht, weil Holger Badstuber auf längere Zeit ausfallen wird. Doch nicht nur hinten – in alle Mannschaftsteile muss mehr Pep!

mic, lop

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