FC Bayern

Was passiert mit Thiago, Xabi und Co., wenn Ancelotti kommt?

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Thiago und Xabi wurden von Pep Guardiola nach München gelockt.

München - Wenn Guardiola den FC Bayern verlässt und Ancelotti kommt, sind viele Fragen zu klären. Was zum Beispiel passiert dann mit den ganzen Spaniern? Und ist die Sprache für den Italiener ein Hindernis?

Was passiert mit den Spaniern?

Javi Martínez, Thiago, Xabi Alonso, Juan Bernat – bleiben sie weiterhin in München oder folgen sie Pep ins Ausland? Berechtigt ist die Sorge nur bei Thiago: Nicht nur, dass der Kicker bereits 2013 gemeinsam mit Pep von Barca zu Bayern wechselte, englische Medien haben in den letzten Monaten berichtet, dass der Trainer seinen Ziehsohn („Thiago oder nix“) auch zu seiner nächsten Etappe als Trainer mitnehmen wolle. Thiago selbst hat seinen Vertrag in München zwar bis 2019 verlängert, angesichts der Finanzstärke der Premier League dürfte das allerdings das geringste Problem sein. Xabi Alonso hat seinen Vertrag bis 2017 verlängert, bei Juan Bernat (Vertrag bis 2019, wurde von Reschke beobachtet) und Javi Martínez (mittlerweile Vertrag bis 2021, war schon vor Pep in München) besteht aktuell kein Grund zur Sorge. Zumal Sportvorstand Matthias Sammer bei goal.com sagt: „Die Entscheidung über Spieler obliegt dem Verein, in dem der Trainer eine wichtige, aber nicht die alles bestimmende Rolle spielt.“ Und wer weiß, vielleicht lockt Guardiola auch einen anderen Bayernspieler und sagt bei seiner Antritts-PK in Manchester: „Alaba oder nix!“

Wie lässt Ancelotti spielen?

Italiener? Catenaccio? Keine Bange: Wenn ein italienischer Trainer das Landesklischee nicht erfüllt, dann wohl Carlo Ancelotti. In Madrid weinen sie seinem frischen Offensivfußball, mit dem er „la decima“ holte, immer noch nach. Und was das System angeht, setzt er auf die Christbaum-Taktik. 4-3-2-1 lautet seine favorisierte Spielform, allerdings nur dann, wenn ihm auch die Spieler dafür zur Verfügung stehen. Im Gegensatz zu Pep ist Ancelotti nämlich nicht dafür bekannt, Spieler von ihren bevorzugten Positionen zu entfernen. Im Gegenteil: Er ordnet das System seinen Spielern unter, weshalb er bei Real am Ende auch ein 4-3-3 spielen ließ.

Ist die Sprache ein Hindernis?

Kaum. Der Coach war bereits in Italien, England, Frankreich und Spanien tätig, wo er überall die Landessprache beherrschte. Alvaro de la Rosa, Real-Experte bei As: „Wenn er bei Bayern unterschreibt, wird er mindestens mit denselben Deutsch-Kenntnissen in München ankommen wie Guardiola. Bevor er nach England wechselte, schloss er sich einen Monat lang ein und lernte die Sprache. Das würde er wieder tun.“ Ancelotti selbst sagte einst zu Sport Bild: „Deutsch ist schwer. Aber wenn es Giovanni Trapattoni gelernt hat, kann ich das auch.“

Und was sagt die Familie?

Prinzipiell steht München bei Italienern als nördlichste Stadt Italiens hoch im Kurs. Ancelotti, seit 2014 mit der Kanadierin Mariann Barrena verheiratet und aus erster Ehe Vater von Katia (30) und Davide (23), dürfte sich also schnell heimisch fühlen. 

lop

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