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FCB-Legende sieht Bayern schon als Meister - knacken die Nagelsmänner einen Uralt-Rekord?

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Von: Philipp Kessler

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Hört her: Leon Goretzka feiert sein Tor gegen den SC Freiburg (r.) – mit Unterstützung von Alphonso Davies. imago
Hört her: Leon Goretzka feiert sein Tor gegen den SC Freiburg (r.) – mit Unterstützung von Alphonso Davies. imago © imago/MIS

Mit dem wenn auch knappen Sieg gegen die starke Freiburger beweist die Nagelsmann-Elf ihre Klasse. So sehr, dass mancher Experte sogar jetzt schon Prognosen wagt, wer am Ende (wieder) die Schale holt.

München – Die Bayern besiegten die bis dato Unbezwingbaren. Am Samstag gab es ein wichtiges 2:1 vor der Länderspielpause in der ausverkauften Allianz Arena gegen den SC Freiburg. Weil zudem Dortmund das Topspiel der elften Bundesliga-Runde mit 1:2 gegen Leipzig verloren hat, beträgt der Vorsprung der Münchner auf den Tabellenzweiten BVB aktuell vier Punkte.

FC Bayern: Beobachter legen sich schon jetzt auf einen Meister fest

Nicht viel. Aber vor allem mit Blick auf die souveränen Saisonleistungen unter Trainer Julian Nagelsmann für Beobachter Grund genug, um sich schon jetzt auf einen Meister festzulegen. „Die Mannschaft demonstriert ja – abgesehen jetzt mal von Mönchengladbach – ihre Klasse“, betonte Bayern-Legende Paul Breitner, 70, im Gespräch mit Sky am Rande der Verleihung des Bayerischen Sportpreises und klammerte bewusst den Leistungs-Blackout beim 0:5 im DFB-Pokal aus. Seine Titel-Prognose? „Es gab keinen Meisterschaftskampf in den letzten Jahren und es wird auch keinen heuer geben.“

In den vergangenen neun Saisons wurden die Bayern Meister

Hat der Fußball-Experte recht? Fakt ist: In den vergangenen neun Saisons wurden die Bayern Meister. So richtig eng war es aber nur 2019, als der BVB am Ende zumindest theoretisch noch die Chance auf die Schale hatte. Nach 33 Spieltagen war der deutsche Rekordmeister zwei Zähler vor den Schwarz-Gelben, das Torverhältnis war um 17 Treffer besser. Schlussendlich ließen sich die Bayern die Schale nicht mehr aus der Hand reißen. Fakt ist auch: In den vergangenen drei Spielzeiten hatten die Bayern im Herbst Probleme, waren beispielsweise 2018/2019 nach dem elften Spieltag Fünfter und sieben Punkte hinter dem damaligen Tabellenführer Dortmund. Zum Jahresende und im Frühjahr drehten die mental starken Münchner stets auf und holten die inkonstante Konkurrenz ein. Dieses Mal ist die Mannschaft – wie unter Jupp Heynckes oder Pep Guardiola – sogar schon jetzt in starker Frühform.

Trotz der wenigen Trainingszeit, die Nagelsmann und seiner Mannschaft wegen der hohen Belastung bleibt. „Wir sind in allen Statistiken eigentlich besser als letztes Jahr. Es ist immer das Ziel von Bayern München, sich zu entwickeln. Das haben wir grundsätzlich gemacht“, sagte Nagelsmann, kürzlich. Der Wert der „zu erwartenden Gegentore“ stört den ehrgeizigen Trainer aber noch. An der eigenen Chancenverwertung kann er hingegen wenig aussetzen.

FC Bayern: Werden die Münchner den bisherigen Rekord von Köln knacken?

In diesem Kalenderjahr durften Superstürmer Robert Lewandowski & Co. sogar schon 100 Bundesliga-Treffer, 40 allein in dieser Spielzeit, bejubeln. Es wäre ein Wunder, würden die Münchner den bisherigen Rekord von Köln (101) aus dem Jahr 1977 nicht noch knacken. „Im Moment spielen wir einen hervorragenden Fußball. Das Spiel gegen Gladbach vergessen wir mal“, resümierte auch Ehrenpräsident Uli Hoeneß am Samstagabend.

Gegen tapfere Freiburger hatten die Bayern zu Beginn beider Halbzeiten leichte Probleme. Dazwischen agierten die Münchner gewohnt dominant, hatten allerdings weniger klare Tormöglichkeiten als zuletzt. Am Ende reichte gegen die besten Defensive der Liga Treffer von Leon Goretzka und Lewandowski. „Ein verdienter Sieg“, so Nagelsmann, der natürlich noch keine Meister-Glückwünsche entgegen nimmt. Ihm geht es darum, dass sein Team die Leistungen immer wieder bestätigt. Ist dies der Fall, darf er sich bestimmt über seine erste Schale als Profi-Trainer freuen.

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