Veto der Bosse

So spuckt der FC Bayern Englands Nationalcoach in die Suppe

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Sam Allardyce übernahm den Trainerjob bei Englands Nationalmannschaft von Roy Hodgson.

München - Der neue Coach der englischen Nationalmannschaft muss bereits die erste Niederlage einstecken, obwohl er noch keine Minute mit seinem neuen Team gespielt hat. Was das mit dem FC Bayern zu tun hat? Das ist ganz einfach beantwortet.

Sam Allardyce hat es nicht leicht. Der 61-Jährige soll die seit Jahrzehnten vergeblich nach Titeln lechzende englische Nationalmannschaft wieder in die Erfolgsspur führen. Eine Aufgabe, an der schon viele Trainer vor ihm scheiterten. Klar, dass sich "Big Sam" deshalb Unterstützung für den schwierigen Job sucht. Am 4. September wartet bereits die erste Pflichtaufgabe mit dem ersten WM-Qualifikationsspiel in der Slowakei.

Clement soll in der spielfreien Zeit für Englands Nationalteam arbeiten

Im Visier für die Position des Co-Trainers hatte Allardyce dabei Paul Clement. Der ist bekanntlich beim FC Bayern München in Festanstellung tätig, als Assistent von Chefcoach Carlo Ancelotti. Der Plan von Allardyce: Clement soll ihn immer dann unterstützen, wenn die Bundesliga und damit der FC Bayern spielfrei hat.

Wie Allardyce ausgerechnet auf Ancelottis Co kam? Clement, gebürtiger Engländer, war mehrere Jahre Trainer auf der Insel und machte sich zuletzt vor allem als Coach von Derby County einen guten Namen.

Paul Clement mit Carlo Ancelotti (r.).

Mit den "Rams" lag Clement zur Mitte der vergangenen Saison aussichtsreich im Rennen um einen der begehrten Aufstiegsplätze in die Premier League. Nach einer mehrwöchigen Durststrecke ohne Sieg wurde der 44-Jährige aber im Februar entlassen. Nach dem Ende bei Derby County war Clement als Berater für Englands U-21-Coach Gareth Southgate tätig, seit diesem Sommer arbeitet er wieder mit Ancelotti zusammen. Die beiden bildeten zuvor schon bei Chelsea, Paris Saint-Germain und Real Madrid ein erfolgreiches Trainergespann.

Wer macht was? Das Trainer-Team des FC Bayern

Wie der Guardian berichtet, hätte Ancelotti seinem Assistenten wohl auch keine Steine in den Weg gelegt, wenn der sich für den zusätzlichen England-Job entschieden hätte. Doch die Verantwortlichen beim FC Bayern waren so gar nicht überzeugt von der Doppelrolle. Sie seien dagegen, dass Clement während der Saison immer mal wieder unterwegs und nicht für den deutschen Rekordmeister verfügbar sei. Die Bosse verlangen Clements volle Konzentration auf den Klub.

Noch ist nicht ausgeschlossen, dass der englische Fußballverband FA einen weiteren Vorstoß unternimmt, um Allardyce seine Wunschpersonalie doch noch zu ermöglichen. "Big Sam" täte aber wohl gut daran, sich nach einem anderen Assistenten für sein Trainerteam umzuschauen.

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