Verletzungssorgen plagen Bayern-Coach

Pep vor BVB-Spiel: "Wir haben viele Probleme"

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Nachdenklich: Pep Guardiola.

München - Der April ist auch für den FC Bayern der Monat der entscheidenden Spiele. Eines davon steigt am Samstag beim Konkurrenten Borussia Dortmund. Coach Pep Guardiola wähnt sich in seiner schwierigsten Phase.

Es ist ein Kracher, ein Topspiel, ein Spitzen-Duell, eine Partie mit vielen Namen eben. Borussia Dortmund gegen den FC Bayern, das ist auch mit 31 Punkten Unterschied noch immer brisant. Umso schmerzhafter wirken die Ausfälle von Arjen Robben, Franck Ribéry und David Alaba für den Rekordmeister und seinen Trainer. Pep Guardiola sagte am Karfreitag offen wie nie, dass er gerade die schwierigste Phase erlebt, seit er beim FCB ist.

Guardiola: "Ich muss mehr von den Spielern fordern"

„Im April entscheidet sich alles. In diesem Monat ist jedes Spiel ein Finale“, erklärte der Spanier. „Dieser Monat ist eine große Herausforderung für mich, aber ich bin motiviert. Wir haben viele Probleme. Die Situation ist nicht einfach: Pokalfinale, Champions League. Man muss überlegen und mit den Spielern sprechen. Ich bin mir sicher, wir können es schaffen. Trotz dieser Probleme…“ Und dann: „Ja. Das ist ein wichtiger Moment. Ich muss mehr von den Spielern fordern.“

Was er damit sagen will: Die Ausfälle sind nur dann zu kompensieren, wenn die übrigen Spieler 110 Prozent geben.

Ein cleverer Schachzug des Trainers, der den Teamgeist heraufbeschwört, der auch auf das Pokalfinale 2014 verwies. Damals lief es nicht mehr rund beim FCB, die Dortmunder kamen mit einem super Lauf nach Berlin und galten als Favorit. Die Roten aber hielten dagegen, zeigten Moral.

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Einer stach damals besonders durch seine Einstellung hervor: Arjen Robben. Der Ausfall des Holländers ist genau deswegen der herbste Verlust. So hob Guardiola „Qualität und Einstellung“ der Fehlenden hervor, noch bevor er die Fähigkeiten im Eins gegen Eins lobte. Kein Wunder: Robben legte in Spielen gegen den BVB alles rein, riss die Kollegen durch seine Energieleistungen mit. Nun müssen andere vorangehen – zum Beispiel der Kapitän. Philipp Lahm ist nach über vier Monaten Verletzungspause wieder ein Kandidat für die Startelf. Und da Thiago allenfalls für einen Kurzeinsatz bereitstehen dürfte, wird plötzlich ein Oldie-Mittelfeld mit Alonso, Lahm und Schweinsteiger wahrscheinlich. Lahm selbst hatte diese Variante vor Kurzem noch ausgeschlossen. Die aktuelle Lage mit den zahlreichen Ausfällen macht es möglich. Auch für die Abwehr wurde am Freitag noch ein Name gestrichen: Holger Badstuber reiste nicht mit nach Dortmund. Der 26-Jährige soll nach seinen Muskelbeschwerden geschont werden.

mic, bea

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