Guardiola überlässt nichts dem Zufall

Angst vor Spionage! Pep lässt Mitarbeiter-Büros räumen

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Pep Guardiola hat Angst vor Spähern und will, dass sein Geheimtraining auch geheim bleibt.

München - Pep Guardiola überlässt einfach nichts dem Zufall. Vor einem Champions-League-Spiel mussten sogar Mitarbeiter des FC Bayern ihre Büros räumen, weil der Trainer ein Geheimtraining abhalten wollte.

Es war zwar nur ein kleines Detail, doch für die Fans kam es einer großen Umstellung gleich: Wenige Monate nach seinem Amtsantritt an der Säbener Straße im Sommer 2013 ließ Pep Guardiola aufwändige Konstruktionen rund um den Trainingsplatz errichten.

Bayern-Mitarbeiter mussten Büros verlassen

Robert Lewandowski darf, was Mitarbeiter bei Geheimtrainings nicht dürfen: einen Blick auf den Trainingsplatz werfen.

Mit großflächigen, grauen und vor allem blickdichten Vorhängen wollte sich der Bayern-Trainer bei speziellen Einheiten vor den neugierigen Blicken der Trainingskiebitze schützen. Außerdem versprach er sich durch die Maßnahme mehr Ruhe auf dem Platz. Wichtigster Grund für den Sichtschutz aber: Späher der gegnerischen Mannschaften sollten so von exklusiven Erkenntnissen ausgeschlossen werden.
Doch offenbar sind die Vorhänge Guardiola nicht mehr genug. Wie die "Sportbild" in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, hatte der Spanier vor einem Gruppenspiel der aktuellen Champions-League-Saison so große Angst vor Spionage, dass sogar die Mitarbeiter an der Säbener Straße, die normalerweise durch ihr Fenster auf den Trainingsplatz schauen können, ihre Büros räumen mussten.

Taktik-Fuchs Guardiola überlässt nichts dem Zufall

Fürchtet der Bayern-Trainer Verrat aus den eigenen Reihen? Oder ist seine Sorge einfach so gewaltig wie im vergangenen Jahr nach dem blamablen Aus im Halbfinale gegen Real Madrid (0:4 im Rückspiel in der Allianz Arena) in der Königsklasse nicht das Finale zu erreichen?

Klar ist: Nach dem Double-Gewinn im vergangenen Jahr ist Guardiola heiß auf den Champions-League-Titel. Und zieht dafür alle Register: Nach dem 1:0-Auswärtssieg am vergangenen Samstag bei Borussia Dortmund wurde Guardiola allerorten ob seiner taktischen Meisterleistung gelobt.

Mit einer Dreierkette in der Abwehr und den drei Strategen im Mittelfeld - Philipp Lahm, Xabi Alonso und Bastian Schweinsteiger standen erstmals zusammen in der Startelf - wählte der Spanier eine sehr defensiv ausgerichtete Formation und entschied so das Trainerduell gegen Dortmunds Jürgen Klopp einmal mehr für sich.

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Den Taktik-Schlachtplan tüftelte der 44-Jährige Erfolgscoach des FC Bayern in seinem neuen Büro aus. Weil ihm der Platz nahe des Aufenthaltsraums der Bayern-Profis zu laut war, zog Guardiola in ein neues Büro mit etwas mehr Ruhe - eine Maßnahme, die sich offenbar auszahlt.

Ob der Trainer auch künftig wieder den Büromitarbeitern mit Blick auf den Trainingsplatz unfreiwillige Arbeitspausen verschafft, ist zwar nicht überliefert. Doch eines ist sicher: Pep Guardiola überlässt auf dem Weg zum Triple nichts dem Zufall.

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