Keeper oder nix!

Pep fordert noch genau einen Neuzugang

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Pep Guardiola.

München - Drei Neuzugänge durfte Pep Guardiola schon begrüßen. Jetzt fordert er noch genau einen weiteren. Das hat er am Donnerstag unterstrichen.

Weihnachten fällt bei Pep Guardiola meistens in den Sommer. Genau dann gibt’s nämlich Geschenke für den Trainer – und zwar in Form hochkarätiger Kicker! Bislang durfte sich der Spanier auch schon über drei Präsente freuen: Robert Lewandowski, Sebastian Rode und Juan Bernat. Doch Guardiola hat noch nicht genug. Ein Geschenk wünscht er sich noch von den Bossen – und daraus machte er am Donnerstag vor versammelter Presse auch keinen Hehl. Musste es vergangenes Jahr noch Thiago sein, dürfte es dieses Mal wohl heißen: Keeper oder nix!

„Sie (die Bayern-Bosse, d.Red.) kennen meine Meinung. Vielleicht brauchen wir noch einen Torwart“, so Guardiola. Hinter Welttorhüter Manuel Neuer und Ersatzmann Tom Starke brauche man einen weiteren Mann auf Topniveau, erklärte der Coach. Ansonsten brauche er aber keine weiteren Neuzugänge. Guardiola: „Ich bin sehr zufrieden mit diesen Spielern.“

Wer die Vorstandsetage an der Säbener Straße kennt, weiß, dass sie Guardiola den Wunsch erfüllen werden. Die Frage ist nur: Welcher Keeper wird’s am Schluss? Bis zuletzt hielt sich das Gerücht, dass Costa Ricas Nummer eins Keylor Navas an die Isar wechseln würde, mittlerweile soll der 27-Jährige übereinstimmenden Medienberichten zufolge bei Real Madrid angeheuert haben.

Noch bleibt dem Meister aber genügend Zeit, um eine adäquate Nummer drei zu finden. Weniger Zeit hingegen steht den deutschen WM-Helden zur Verfügung. Nach ihrem Urlaub werden Philipp Lahm & Co. während der USA-Reise zum Team stoßen und nach einer kurzen Vorbereitung gleich in die neue Saison starten. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Spielzeiten unmittelbar nach Weltmeisterschaften nicht unbedingt gut für die Münchner verliefen. 2007 und 2011 verpassten die Roten beide Male die Schale und entließen vorzeitig die Trainer (Felix Magath, Louis van Gaal, d. Red.). Guardiola bleibt angesichts dieser Fakten aber cool: „Ich werde keine Ausreden gelten lassen. Wir müssen uns an die Situation anpassen. Die ist nicht ideal, aber ich will keine Klagen“, sagte er.

Das sei nach Turnieren „eben so“, fügte der 43 Jahre alte Spanier gelassen an. Mit Barcelona habe er das nach der WM 2010 „auch gehabt. Da hatten wir nach zwei Tagen Vorbereitung den Supercup und haben dann das erste Spiel in der Liga verloren.“ Am Saisonende standen Meisterschaft und Champions League mit Barca.

Zu erwarten sei das erst mal aber nicht. Im Gegenteil: „Wir müssen Schritt für Schritt gehen. In den ersten zwei Monaten werden wir nicht das große Niveau erreichen“, meinte Guardiola. Ohnehin sei es „eine große Herausforderung, das Niveau zu halten“. Mit dem ein oder anderen Geschenk ist das aber bestimmt auch drin…

J. Carlos Menzel Lopez

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