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Sagt Sadio hier Servus? FCB-Poker um Liverpool-Stürmer Mané soll jetzt in heiße Phase kommen

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Von: Manuel Bonke

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Abschiedsumarmung? Liverpool-Trainer Klopp (li.) und Mané.
Abschiedsumarmung? Liverpool-Trainer Klopp (li.) und Mané. © Imago/PA Images

Im Finale gegen Real zeigte Sadio Mané ein starkes Spiel. Der FC Bayern steht mittlerweile angeblich in heißen Verhandlungen um den Top-Stürmer.

Oliver Kahn (52) posierte lässig im gepunkteten Hemd und dunklen Sakko mit ehemaligen Weggefährten aus seiner ZDF-Zeit im Stade de France. „Es ist immer schön, alte Kollegen zu treffen“, schrieb er unter das Foto. In Paris war der Titan freilich nicht als TV-Experte, sondern in seiner Rolle als Vorstandsvorsitzender des FC Bayern. Und darum wird er einen Spieler genau beobachtet haben: Liverpool-Angreifer Sadio Mané (30).

FC Bayern: Verhandlungen um Liverpool-Stürmer Mané sollen in heißer Phase sein

Der senegalesische Nationalspieler steht beim Rekordmeister ganz oben auf der Transfer-Liste – und zeigte im Königsklassen-Endspiel gegen Real Madrid, weshalb. Es lief die 21. Minute, als Mané am Sechzehner zum tollen Solo ansetzte, sich auf engstem Raum gegen Casemiro, Eder Militato und David Alaba durchsetzte und lediglich im Torabschluss an Real-Schlussmann Thibaut Courtois scheiterte. Obwohl Mané einen starken Auftritt hinlegte, konnte er die 0:1-Pleite des FC Liverpool gegen die Königlichen nicht verhindern.

Die Verhandlungen um den Offensivstar sollen dem Vernehmen nach diese Woche in eine entscheidende Phase gehen. Laut der L’Equipe sollen sich Mané und Bayern weitestgehend einig sein, was die Rahmenbedingungen betrifft: Mané würde einen Dreijahresvertrag in München erhalten. Entscheidend wird sein, welchen Preis Liverpool aufruft, um den torgefährlichen Dribbler (Marktwert 80 Millionen Euro) auch wirklich nach München zu verkaufen.

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Nach der Pleite im CL-Finale ist Mané vorerst abgetaucht,

Ursprünglich hatte der Liverpool-Star angekündigt, sich nach dem Champions-League-Finale zu seiner Zukunft zu äußern. Doch nach der Pleite ist Mané vorerst abgetaucht, suchte stattdessen nach Abpfiff Trost bei Trainer Jürgen Klopp (54). Die Bilder, die ihn bei Kloppo im Arm zeigen, erinnern in der Tat an Abschied.

Mit der Verpflichtung von Mané hätten die Bayern-Verantwortlichen um Vorstandschef Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzic (45) auf jeden Fall einen Statement-Transfer gesetzt – und könnten den Fans einen möglichen Abgang von Robert Lewandowski (33) zum FC Barcelona besser verkaufen.

Rummenigge rechnet weiter mit Verbleib von Lewandowski in München

Der ehemalige Münchner Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge (66) rechnet trotz einer möglichen Mané-Verpflichtung weiterhin mit einem Verbleib des polnischen Wunderstürmers. Vor allem wegen der deutlichen Positionierung von Kahn und der restlichen Klubführung. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Bayern Robert jetzt abgeben wird bei diesen Aussagen“, sagte Rummenigge am Sonntag bei Bild TV.

Rummenigge bezog sich auf die Aussage von Kahn bei der Meisterfeier, als er auf den Lewandowski-Poker angesprochen wurde und vollmundig ankündigte: „Diesen Vertrag (bis 30. Juni 2023, Anm. d. Red.) wird er erfüllen – basta!“ Für Rummenigge ist Lewandowski eine „Tormaschine, eine Torgarantie. So einen Spieler würde ich nicht freiwillig abgeben.“

FC Bayern München: Lewy um jeden Preis halten – aber wie?

Doch was würde Kalle tun, um Lewy und dessen Berater Pini Zahavi (78) womöglich sogar noch von einer Vertragsverlängerung zu überzeugen? „Da muss man drum kämpfen, da muss man mit ihm Gespräche führen. Kuscheln mit Beratern ist nicht so einfach, aber hin und wieder ist es hilfreich.“ Deutliche Kritik am Kurs von Uli Hoeneß („Zahavi ist ein Piranha“) und Hasan Salihamidzic („Zahavi verdreht Lewy den Kopf, das ist nicht sauber“). (Manuel Bonke)

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