Brasilianer im „glücklichen Hafen“

Ex-Bayern-Profi Rafinha wechselt zurück in die Heimat - er spielt in der Stadt der Gauchos

Rafinha (M.) feiert zusammen mit Arjen Robben (l.) und Franck Ribery (r.) den DFB-Pokal-Sieg 2019.
+
Ex-Bayern-Spieler Rafinha wechselt zu Gremio Porto Alegre.

Ex-Bayern-Spieler Rafinha wechselt zurück in seine brasilianische Heimat. Der Rechtsverteidiger schließt sich dem Traditionsklub Gremio Porto Alegre an.

Porto Alegre - Ex-Bayern-Spieler Rafinha hat schon wieder einen neuen Verein gefunden. Nach acht Jahren beim FC Bayern heuert der Brasilianer schon beim dritten Klub in weniger als zwei Jahren an. Zuvor hatte er binnen 14 Jahren für die gleiche Anzahl an Klubs gespielt.

Ex-Bayern-Spieler Rafinha wechselt zu Grêmio Porto Alegre

Rafinha kehrt in seine Heimat nach Brasilien zurück und wird künftig beim Erstligist Grêmio Porto Alegre spielen. „Rafinha bei Grêmio! Als erste Verstärkung des Tricolor für die Saison 2021 wurde der Vertrag mit dem vielfachen Meister-Spieler bis Ende dieses Jahres unterzeichnet“, schrieb der Klub auf Instagram. Rafinha erhält die Rückennummer 13 und wurde bereits am Sonntag am Flughafen von Porto Alegre von den Fans frenetisch empfangen.

Wie etwa das brasilianische Nachrichtenportal UOL und das Sportportal Globo Esporte zuvor berichteten, machte Grêmio Porto Alegre die Verpflichtung Rafinhas auf Drängen von Trainer Renato Gaúcho klar. Dieser soll sich einen erfahrenen Spieler für die rechte Abwehrseite gewünscht haben.

FC Bayern: Rafinha verbrachte acht Jahre in München - jetzt spielt er in der Stadt der Gauchos

Mit dem FC Bayern feierte Rafinha zwischen 2011 und 2019 siebenmal die Meisterschaft und viermal den DFB-Pokal, 2013 die Champions League. In 266 Pflichtspielen erzielte der schnelle Außenverteidiger sechs Tore. Zuletzt sprach der 35-Jährige über seinen Abschied in München im Sommer 2019 und sein schwieriges Verhältnis zu Ex-Trainer Niko Kovac.

2019 war Rafinha bereits einmal in die Heimat zurückgekehrt und gewann mit Flamengo aus Rio de Janeiro auf Anhieb die Copa Libertadores, dem südamerikanischen Pendant zur Champions League. Nach einem Jahr folgte wiederum die Rückkehr nach Europa zu Olympiakos Piräus, wo er in der Königsklasse spielen konnte. Vor knapp zwei Monaten hatte Rafinha beim griechischen Klub seinen Vertrag aufgelöst und war seitdem auf Vereinssuche. Ex-Klub Flamengo war zuletzt offiziell aus Verhandlungen ausgestiegen. Zwischenzeitlich wurde auch über eine Rückkehr in die Bundesliga zu seinem Ex-Verein Schalke 04 spekuliert.

Nun versucht Rafinha sein Glück in Porto Alegre (zu Deutsch: „Glücklicher Hafen“). Die Millionen-Stadt liegt im südlichsten Bundesstaat Brasiliens in Rio Grande do Sul und gilt als die Hauptstadt der Gauchos, also der südamerikanischen Viehzüchter. Bekannt ist der Name zwar in Zusammenhang mit Argentinien, doch auch in Paraguay, Uruguay und eben Rio Grande do Sul sind sie allgegenwärtig. Grêmio zählt zu den erfolgreichsten Vereinen Brasiliens und gewann dreimal die Copa Libertadores - keinem brasilianischen Klub gelang dies öfter. (ck)

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare