Bei Bayern meist auf der Bank

„Spieler der Zukunft“: Ex-Weltstar schwärmt von Renato Sanches

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Renato Sanches möchte in dieser Saison beim FC Bayern München wieder angreifen.

Renato Sanches möchte in dieser Saison beim FC Bayern München voll angreifen, sitzt derzeit jedoch meist auf der Bank. Der Europameister ist einer für die Zukunft - sagt Luis Figo.

Update 18. Februar 2019: Renato Sanches dürfte freuen, was Landsmann Luis Figo über ihn gesagt hat. Der frühere Weltklasse-Spieler des FC Barcelona und von Real Madrid (insgesamt mehr als 300 Spiele für beide Klubs) über den erst 21-Jährigen: „Ich denke, er ist ein Spieler für die Zukunft. Und wenn er mehr spielt, kann er sein Talent auch häufiger zeigen.“ Das sagte der inzwischen 46 Jahre alte Ex-Profi bei den Laureus World Sports Awards in Monaco.

Luis Figo weiter: „Renato Sanches ist Nationalspieler und Europameister. Er ist jung und talentiert, aber auch erfahren. Darüber hinaus geht es darum, was er während der Saison zeigt und wie oft er spielen darf. Das liegt an seinem Trainer. Ich verfolge nicht jede Woche, was er macht. Aber er hatte einen tollen Start in die Karriere, er war der beste Jugendspieler der EM. Es geht darum, dass er seine Fähigkeiten weiter verbessern muss.“

Die Weltkarriere von Luis Figo begann bei Sporting Lissabon. Der dribbelstarke Rechtsfuß wechselte zum FC Barcelona und anschließend zum Erzrivalen Real Madrid. Seine Karriere, gekrönt vom Champions-League-Sieg 2002 mit Real Madrid, ließ der Portugiese bei Inter Mailand ausklingen, wo er viermal in Folge italienischer Meister wurde. Luis Figo wurde von 1995 bis 2000 durchgehend zum besten Spieler in der spanischen Liga gewählt.

Renato Sanches mit einer ordentlichen Portion Selbstbewusstsein: „Ich hab keine Schwäche“

München - Knapp zwei Jahre ist es her. Die Ankunft von Riesentalent Renato Sanches beim FC Bayern München sorgte für viel Aufsehen. Real Madrid, FC Barcelona, Manchester United, alle waren sie hinter dem Portugiesen her. Letztlich setzte sich der deutsche Rekordmeister gegen die namenhafte Konkurrenz durch und überwies rund 35 Millionen Euro nach Lissabon. Zwei Jahre - inkulsive einer Auslandsleihstation - später möchte Sanches nun endlich den Durchbruch beim FCB schaffen. 

Renato Sanches: „Ich habe keine Schwäche“

Nach einem sehr schwierigen ersten Jahr unter Ex-Bayern-Coach Carlo Ancelotti verbrachte der portugiesische Nationalspieler die letzte Saison per Leihe in der Premier League bei Swansea City, wo er allerdings auch um seinen Platz zu kämpfen hatte. Am Ende standen gerade einmal zwölf Einsätze in Englands höchster Spielklasse zu Buche. Nun ist Sanches zurück in München und möchte sich dieses Mal auch durchsetzen.

Nach einer guten Vorbereitung gibt sich der 21-jährige selbstbewusst, auch wenn er in den beiden ersten Bundesligapartien gegen die TSG Hoffenheim (3:1) und den VfB Stuttgart (3:0) nicht mal im Kader stand. Im Interview mit FCB.tv sprach der Mittelfelddynamo über seine Stärken und Schwächen, Trainer Niko Kovac und seine Ziele für die Saison. Auf die Frage, was denn seine Schwächen sein, antwortete der Jungstar: „Ich habe keine Schwäche, ich bin stark.“ Zudem ist er davon überzeugt, in dieser Spielzeit bei den Münchern auch zum Zug zu kommen. „Ich fühle mich sehr gut bei Bayern, ich bin gut vorbereitet, um dieses Jahr hier zu spielen.“

Sanches über Niko Kovac und Ronaldinho 

Mit dem neuen Trainer Niko Kovac zeigt sich Renato Sanches sehr zufrieden: „Das bedeutet auch eine Chance für mich, um meine Arbeit wieder zu zeigen. Er [Kovac, Anm. d. Red.] ist ein Trainer, der die Spieler pusht, und damit bin ich sehr zufrieden, denn ich fühle, dass ich die Erwartungen erfüllen kann.“ Der Portugiese scheint seinem Trainer also nicht nachzutragen, dass er auch gegen Stuttgart auf ihn verzichtet hatte. Kovac hatte allerdings auch betont: „Für jeden Einzelnen tut es mir leid, aber es werden viele Spieler ihre Spiele machen. Es wird viel Rotation geben. Ich weiß, die Jungs sind enttäuscht und das ist auch okay so.“

Als großes Kindheitsidol benennt Sanches keinen Geringeren als Ronaldinho. Zudem sei die EM 2016 ein wesentlicher Schritt in seiner Entwicklung gewesen, nun soll der nächste folgen. Und das möglichst beim FC Bayern, wie er betont. „Es ist einer der besten Vereine der Welt. Jeder Spieler hätte gerne meine Position und würde gerne bei Bayern spielen.“ Wenn es nach ihm geht, möchte er so lange wie möglich das rote Trikot tragen. An Selbstbewusstsein scheint es ihm zumindest nicht zu mangeln.

nc

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