Ribérys Vertrag: Unendliche Geschichte mit Happy End

München - Unter dem tosenden Jubel der Fans hat Franck Ribéry am Sonntagnachmittag auf dem Münchner Marienplatz seinen Verbleib beim FC Bayern verkündet. Sehen Sie das Video mit Ribérys Rede:

Die Fans auf dem Münchner Marienplatz riefen so laut den Namen von Publikumsliebling Franck Ribéry, dass Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge seine Ansprache unterbrechen musste. Erst nach einer beachtlichen Pause konnte der Bayern-Boss vor den 20 000 Anhängern vom Rathaus-Balkon noch einmal den Deal der Münchner bestätigen. “Unser Freund Franck hat am Samstag einen neuen Vertrag unterschrieben bis 2015“, sagte Rummenigge am Sonntagabend - und auch Ribéry wandte sich an die rot-weiß gekleidete Menschenmenge. “Ich liebe alle Fans von Bayern München.“

Ribéry: Unendliche Geschichte mit Happy End

Ribéry: Unendliche Geschichte mit Happy End

03.07.2007: Erster Arbeitstag für Ribéry beim FC Bayern. “Ich werde jeden Tag 100 Prozent geben, in jedem Training, in jedem Spiel“, verspricht der kleine Franzose. © dpa
01.05.2008: Aus der Traum für Ribéry vom ersten europäischen Titel beim FC Bayern: Mit 0:4 verliert München im Halbfinale des UEFA-Pokals bei Zenit St. Petersburg. © dpa
17.05.2008: Nach dem Gewinn des Doubles feiert Ribéry das nahezu perfekte Ende seiner fulminanten Debüt-Saison in München. © dpa
17.06.2008: Rückschlag für Ribéry: Der Offensivspieler erleidet beim EM-Spiel zwischen Frankreich und Italien einen Riss des Syndesmosebandes. © dpa
03.12.2008: Der FC Bayern schiebt möglichen Abwerbeversuchen einen Riegel vor. “Franck Ribéry hat einen Vertrag bis mindestens 2011 - er ist unverkäuflich“, erklärt Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.
08.01.2009: Im Trainingslager in Dubai erklärt Ribéry: “Ich habe vier Jahre Vertrag. Aber versprechen, dass ich ihn erfüllen werde? Das ist schwierig. Man weiß im Fußball nie, was passieren wird.“ © dpa
23.05.2009: Ohne Titel geht Ribérys zweite Saison in München zu Ende. Immerhin ein Lichtblick: Auf den letzten Drücker schafft der FC Bayern den Sprung in die Champions League. © dpa
05.06.2009: Real Madrid bekräftigt sein Interesse an Ribéry. “Wir wollen eine Mannschaft aufbauen mit den besten Spielern der Welt“, sagt Real-Präsident Florentino Pérez. © dpa
02.07.2009: “Es ist entschieden, ich will gehen. Es wird Real oder es wird nichts“, zitiert die Sportzeitung “L'Equipe“ Ribéry. “Ich habe nie gesagt, dass ich unbedingt weg will“, erklärt Ribéry wenig später. © dpa
25.07.2009: Franz Beckenbauer meldet sich zu Wort: “Ribéry ist nur zu Bayern gekommen, um sich einen Namen zu machen. Das ist ein Franzose, dem ist München wurscht.“ © dpa
27.07.2009: Der Bayern-Vorstand weist Beckenbauers Aussagen zurück. Ribéry habe sich “stets professionell, korrekt und seriös verhalten“, erklären Rummenigge, Hoeneß und Finanzchef Karl Hopfner. © dpa
06.01.2010: “Natürlich haben die Bayern alle Chancen, mich zu halten“, sagt Ribéry, der in der Hinrunde wegen diverser Verletzungen im Abseits steht. Aber: “Ich entscheide!“ © dpa
24.03.2010: “Unabhängig davon, wo ich hingehe, stelle ich mir einen Fünfjahresvertrag vor“, sagt Ribéry. “Es geht hier um meine Zukunft, meine Karriere.“ © dpa
21.04.2010: Mon Dieu! Im Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen Lyon sieht Ribéry Rot. © dpa
17.05.2010: München muss gegen Inter ohne Ribéry auskommen: Der Internationale Sportgerichtshof CAS schmettert den Einspruch gegen die Sperre von drei Spielen ab. © dpa
19.05.2010: “Er hat gemerkt, was es heißt, eine Familie als Arbeitgeber zu haben“, sagt Hoeneß mit Blick auf die immer wahrscheinlicher werdende Vertragsverlängerung. © dpa
22.05.2010: Wenige Stunden vor dem Finale unterschreibt Ribéry einen neuen Vertrag bis 2015. “Der Verein ist für mich zu einer großen Familie geworden“, erklärt der Franzose. © dpa

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Parfait! Nach monatelangem Wechselgezerre hat der FC Bayern München die Königspersonalie zu einem Happy End gebracht und den französischen Mittelfeldstar langfristig an sich gebunden. Wenige Stunden vor dem Finale in der Champions League habe der 27-Jährige am Samstag in Madrid einen neuen Vertrag bis 2015 unterschrieben, berichtete der deutsche Fußball-Rekordmeister schon vor der Feier am Rathaus auf seiner Homepage. “Wir sind sehr froh, dass wir uns mit einem der besten Spieler der Welt auf eine Vertragsverlängerung geeinigt haben“, erklärte Rummenigge.

“Dies ist auch ein Zeichen für die großen Ziele des FC Bayern in den kommenden Jahren“, betonte Rummenigge mit Blick auf weitere Angriffe auf den europäischen Fußball-Thron. Die Nachricht konnte die Bayern-Fans ein wenig über das verlorene Endspiel in der Champions League hinwegtrösten, bei dem der kleine Franzose nach seiner Roten Karte nur Zuschauer gewesen war. “Mit Ribéry hätten wir nie verloren. Er hat an allen Ecken und Enden gefehlt“, verwies Ehrenpräsident Franz Beckenbauer auf die gegen Inter Mailand schmerzlich vermissten Offensivkünste des französischen Nationalspielers, der aus dem Trainingslager der Auswahlmannschaft nach Madrid gereist war.

Bayern-Bankett: Spielerfrauen trösten ihre Kicker

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Die erste Enttäuschung nach der Niederlage war beim festlichen FC-Bayern-Bankett in der Nacht bereits wieder verflogen. Dazu trugen auch die Spielerfrauen, hier Thomas Müllers Lisa, bei. © Getty
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Wir zeigen Ihnen die Bilder des FC-Bayern-Banketts. © Getty
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FC Bayern: Mega-Party auf dem Marienplatz

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Mit der Vertragsverlängerung bestätigte der FC Bayern am Sonntag, was eigentlich seit Tagen klar war. Immer deutlicher hatte sich abgezeichnet, dass der vor allem von Real Madrid lange umworbene Ribéry doch an der Isar bleibt. Einzelheiten zu dem neuem Vertrag wurden natürlich nicht mitgeteilt, doch darf sich der 27- Jährige nach dem sportlichen Double mit Meisterschaft und Pokalsieg über sein ganz persönliches Triple freuen: Ribéry dürfte einen Traumvertrag mit einem Rekordgehalt erhalten haben.

Im Kampf gegen alle ausländischen Interessenten setzten die Münchner aber nicht nur auf Geld und den von Ribéry gewünschten langfristigen Vertrag, sondern trumpften wohl vor allem mit viel, viel Zuneigung auf. Fortwährend bekundeten die Münchner zuletzt ihre Liebe zu dem seit Mitte 2007 bei den Bayern spielenden kleinen Franzosen.

Ob bei der jüngsten Meisterfeier auf dem Marienplatz oder beim vehementen, wenn auch am Ende vergeblichen Kampf um den Einsatz des Parade-Technikers beim Finale in Madrid. Mit allen Aktionen punkteten die Münchner beim 27-Jährigen. Und wie! “Der Verein ist für mich zu einer großen Familie geworden“, erklärte Ribéry denn auch am Sonntag.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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