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Bayern-Präsident gibt Haaland-Interesse zu: „Lewandowski kennt die Abläufe im Profifußball“

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Von: Christoph Klaucke

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Der FC Bayern wollte offenbar Erling Haaland als Lewandowski-Nachfolger holen. FCB-Präsident Herbert Hainer gibt das Interesse am Ex-BVB-Stürmer ungeniert zu.

München – Robert Lewandowski will den FC Bayern unbedingt verlassen, am liebsten sofort. Dem Polen kann es offenbar nicht schnell genug gehen, er will einfach nur weg aus München. Doch warum zeigt der Stürmer den Bayern plötzlich die kalte Schulter? Es schien alles perfekt zu laufen: Lewandowski schießt Tore ohne Ende, feiert Titel und wurde sogar zweimal in Folge FIFA-Weltfußballer.

„Robert fühlt sich seit Monaten von den Verantwortlichen nicht respektiert, das ist die Wahrheit. Der FC Bayern hat nicht den Spieler Lewandowski verloren, sondern den Menschen Robert“, erklärte Lewandowskis Berater Pini Zahavi vor kurzem. Lewandowski legte kurze Zeit später sogar nach: „Meine Geschichte mit Bayern ist vorbei. Nach allem, was in den letzten Monaten geschehen ist, kann ich mir eine weitere gute Zusammenarbeit nicht vorstellen.“

Robert Lewandowski
Geboren: 21. August 1988 in Warschau (Polen)
Beim FC Bayern seit: Juli 2014
Pflichtspiele für den FC Bayern: 374 (344 Tore)
Länderspiele: 130 für Polen (75 Tore)

FC Bayern: Präsident Hainer rechtfertigt sich für Haaland-Interesse – Lewandowski erzürnt

Zahavi wirft den Bayern-Bossen vor, im Hintergrund Pläne für einen Transfer von Erling Haaland geschmiedet zu haben. Der Noch-Dortmunder hat sich schließlich für einen Wechsel zum Premier-League-Meister Manchester City entschieden. Die Bayern gingen im Werben um Haaland leer aus und haben sich obendrein eine Schlammschlacht mit Lewandowski eingebrockt.

„Sowohl Herr Zahavi als auch Robert kennen die Abläufe im Profifußball gut genug“, rechtfertigt sich Bayern-Präsident Herbert Hainer im Bild-Interview. Der frühere Adidas-Chef gibt damit indirekt das Interesse an Haaland zu. Desweiteren spricht Hainer ein Machtwort in der Causa Lewandowski.

Der FC Bayern wollte offenbar Erling Haaland (r.) als Lewandowski-Nachfolger verpflichten.
Der FC Bayern wollte offenbar Erling Haaland (r.) als Lewandowski-Nachfolger verpflichten. © Sven Simon/Imago

Lewandowski forciert Wechsel – wegen Bayern-Werben um Haaland

Für Lewandowski war die Sache wohl klar: Der FC Bayern sucht hinter seinem Rücken nach einem Nachfolger. Der 21-jährige Haaland sollte Lewandowski, 33 Jahre alt, ersetzen. Ein klarer Affront, den sich der stolze Pole vermutlich nicht bieten lassen wollte. Die Bayern ließen Lewandowski zappeln und spielten in den Vertragsgesprächen offenbar auf Zeit. Lewy hing in der Luft, was Stürmern in der Regel gar nicht gut schmeckt.

Nachdem Lewandowski vom Bayern-Interesse an Haaland Wind bekommen hat, reifte in ihm wohl die Überzeugung: Er will zum Ende seiner Karriere noch einmal etwas Neues machen, vorzeitig aus seinem bis 2023 laufenden Vertrag aussteigen. Der FC Barcelona lockt den Polen nach Spanien und erfüllt wohl Lewandowskis Forderungen nach einem Dreijahresvertrag. Die Bayern haben mit Sadio Mané bereits einen Ersatz ausgemacht, der FC Liverpool hat das erste Angebot aber abgelehnt. (ck)

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