19 Liga-Treffer nach 14 Spielen

Knackt Robert Lewandowski den Torrekord von FCB-Ikone Gerd Müller? Die tz rechnet hoch

Robert Lewandowski und Thomas Müller bejubeln ein Tor.
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Torschrei! Robert Lewandowski (rechts) jubelt mit Thomas Müller.

Robert Lewandowski schnürte gegen den FSV Mainz 05 einen Doppelpack - und jagt mal wieder die Bestmarke von FC-Bayern-Legende Gerd Müller. Wir wagen eine Prognose.

  • Robert Lewandowski erzielte gegen Mainz 05 seine Saisontreffer 18 und 19.
  • Der Stürmer des FC Bayern jagt den Bundesliga-Rekord von Gerd Müller (40 Tore).
  • Die tz rechnet hoch, wie viele Treffer dem polnischen Goalgetter in dieser Saison gelingen werden.

München - Weltfußballer ist er. Europas Fußballer des Jahres ist er. Champions-League-Sieger ist er. Eigentlich fehlt Robert Lewandowski (32) nur noch ein Titel zur Vollendung einer Karriere auf absolutem Weltklasse-Niveau: Der Bundesliga-Torrekord von Gerd Müller. Der Bomber in Diensten des FC Bayern erzielte in der Saison 1971/72 schwindelerregende 40 Treffer. Heuer schickt sich Lewandowski - mehr denn je - an, diesen Fabelrekord zu brechen.

FC Bayern: Macht Lewandowski weiter wie bisher, knackt er den Müller-Rekord

Nach seinem Doppelpack beim 5:2 gegen Mainz am Sonntagabend steht der Pole nun bei 19 Liga-Toren nach 14 Spieltagen. Nur ein gewisser Gerd Müller war mit 20 Treffern nach 14 Spieltagen in der Spielzeit 1968/69 noch erfolgreicher. Lewandowski kommt allerdings nur auf 13 Einsätze, wurde beim 2:1 in Köln geschont.

Der Mittelstürmer trifft im Schnitt alle 57 Minuten, kommt pro Partie auf eine durchschnittliche Einsatzzeit von rund 84 Minuten. Geht man davon aus, dass Hansi Flick seinen Stürmer auch in den kommenden 20 Bundesligaspielen so viel einsetzt wie bisher und Lewandowski seine Torquote hält, käme der Knipser nach dem 34. Spieltag auf satte 49 Tore. Gerd Müllers Rekord wäre damit pulverisiert.

Im Video: Lewandowski 2020 - das hat er alles erreicht

FC Bayern: Flick lobt Münchens Goalgetter Robert Lewandowski - „Er will immer mehr“

„Robert hat letzte Saison ein herausragendes Jahr gehabt und einfach weitergemacht mit dem Toreschießen“, meinte Flick nach Lewandowskis jüngstem Doppelpack. „Ich sehe ihn in jedem Training und erlebe ihn so, dass er sich nicht zurücklehnt, sondern immer mehr will.“ Ob diese Gier letztendlich reicht, um die 40-Tore-Marke zu knacken? Flick: „Robert weiß selber, dass es ein langer Weg ist bis dahin. Er braucht die Mannschaft - und wir brauchen ihn.“

Gerd Müller, hier mit der Torjägerkanone, traf in der Saison 1971/72 ganze 40 Mal.

Sky-Experte Lothar Matthäus hingegen ist sich sicher, dass Lewandowski in dieser Spielzeit das Historische schafft: „Ich bin überzeugt, dass Robert Lewandowski in dieser Saison mit dieser Mannschaft den Rekord bricht.“

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Schon in der vergangenen Saison stand der 32-Jährige nach elf Spielen bei 15 Treffern, sogar zwei mehr als heuer zum gleichen Zeitpunkt. Dann traf Lewandowski gleich drei Mal hintereinander gar nicht - und verletzte sich einige Monate später auch noch. Ein Anbruch der Schienbeinkante im linken Kniegelenk kostete ihn wegen der Corona-Pause letztlich nur zwei Einsätze, eine Gelb-Sperre einen weiteren.

Müllers Rekord war damit in die Ferne gerückt, Lewandowski beendete die Saison mit „nur“ 34 Toren in 31 Spielen. Bis es im Sommer möglicherweise für den Allzeit-Rekord reicht, sammelt Lewandowski vorerst kleinere Meilensteine. Gegen Mainz erzielte er seinen 180. Liga-Treffer für den FC Bayern.

Auch wenn es den gegnerischen Torhütern kaum helfen wird, lässt sich bei Lewandowskis 19 Treffern heuer ein klarer Trend erkennen: Am liebsten trifft er mit dem rechten Schlappen (13 Tore, links: 2, Kopf: 4) ins linke untere Eck (9, rechts unten: 6). (tz)

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