Pole spricht über seine Zukunft

Lewandowski verrät: „Das ist mein größter Wunsch“

SC Freiburg - Bayern München
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Dreht nach seinem Zuckertor gegen Freiburg jubeld ab: Robert Lewandowski.

München - Robert Lewandowski verzückte am vergangenen Wochenende selbst Fußball-Gourmets mit seinem artistischen 2:1-Siegtreffer gegen Freiburg. Jetzt spricht er über seinen Zukunft und erklärt, warum der dünne Bayernkader kein Nachteil im Titelrennen ist.

Die Bayern glänzten beim glücklichen 2:1-Auswärtssieg in Freiburg nicht sonderlich. Sie spielten bieder und ließen sich vom Aufsteiger phasenweise den Schneid abkaufen. Ein Bayern-Akteur machte schließlich den Unterschied: Robert Lewandowski. Die Lebensversicherung des FC Bayern traf spät zum Sieg - und sein Treffer wird ziemlich sicher in jedem Jahresrückblick auftauchen. Im Interview mit der SportBild spricht der Pole jetzt über den dünnen Bayernkader, sein persönliches Saisonziel und seine Zukunft.

Kleiner Kader, große Wirkung

Der Rekordmeister wird mehr und mehr kritisiert. Der Grund: Die Kaderdichte. Kritiker prangern an, dass die Bayern nicht breit genug aufgestellt sind. Im Kader finden sich aktuell lediglich 18 Feldspieler, wenn man Nachwuchsspieler ausklammert. Gerade jetzt, wo wichtige Ergänzungsspieler wie Holger Badstuber und Julian Green abgegeben wurden, könnte das zum Problem werden. Lewandowski sieht anders. „Ich denke, die Kadergröße ist perfekt und kann unser großer Trumpf im Kampf um die Titel werden“, sagt der 28-Jährige. „Die Anzahl an Spielern ist genau richtig. Sie sorgt dafür, dass alle Spieler motiviert sind und im Training alles geben - denn jeder Spieler sieht die Chance, in der ersten Elf zu stehen.“ Für Lewandowski ist eher ein zu weit aufgeblähter Kader problematisch. „Ich denke, dass ein großer Kader der falsche Weg ist: Wenn es zu viele Spieler gibt, hat man immer im Hinterkopf, dass man bei Fehlern schnell auf die Bank muss“, erklärt er.

Henkelpott als großes Ziel

Carlo Ancelotti ist ein Trainer, der bei allen seinen Stationen den Fokus auf den Gewinn von Titeln legte. Carletto ist einer, der lieber sechsmal 1:0 gewinnt als einmal 6:0. Ergebnisse sind wichtiger als Torfestivals. Ancelottis Fokus liegt klar auf der Champions League - und an einen Triumph dort glaubt auch Lewandowski. Deswegen versteht er, dass sein Trainer der Mannschaft einen weniger dominanten Spielstil eingeimpft hat: „Wir müssen vor allem in der wichtigsten Phase alle Spieler zur Verfügung haben, das ist mein größter Wunsch“, sagt Lewandowski. Und: Wir brauchen in der entscheidenden Phase unsere Top-Form.“ Pausen braucht er selber dafür eigentlich nicht. Verletzungen oder müde Beine sind für den Bayernstürmer kein Problem: „Um mich muss sich niemand Sorgen machen“, verspricht er. „Ich falle nicht aus.“

Bayern bis zur Rente?

Lewandowski ist zweifelsohne einer der besten Stürmer der Welt. Das merkten im Sommer auch andere Vereine. Der 28-Jährige erweckte das Interesse der internationalen Bayern-Konkurrenz - und verlängerte seinen Vertrag an der Säbener Straße bis 2021. „Bayern ist eine der besten Mannschaften der Welt und steht auf einer Stufe mit Real Madrid und dem FC Barcelona“, sagt Lewandowski. „Ein Wechsel hätte für mich keinen Aufstieg bedeutet, wir können alle Titel holen.“ Lewandowski wird 2021 nicht mehr 28 Jahre alt sein, sondern 32. Das ist ein Alter, indem Fußballprofis nicht mehr zwingend interessant für die ganz Großen der Branche sind. Es kann also gut sein, dass Lewandowski im Oktober seinen letzten großen Vertrag unterschrieben hat. Der Pole für immer ein Bayer? Gut möglich. „Ich fühle mich total wohl in München“, sagt er.

mae

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