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Droht Ärger beim FC Bayern? Lewandowski schießt gegen Taktik von Trainer Nagelsmann

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Von: Manuel Bonke, Philipp Kessler

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Robert Lewandowski hadert mit dem Offensivsystem von FCB-Trainer Julian Nagelsmann
Robert Lewandowski hadert mit dem Offensivsystem von FCB-Trainer Julian Nagelsmann. © Sven Hoppe / dpa

FC Bayern-Star Robert Lewandowski ist trotz der bisherigen 23 Saisontore unzufrieden. Und zwar nicht mit seiner Leistung, sondern dem Offensivsystem von Trainer Nagelsmann.

München - Bayern München zerschießt in dieser Saison die Konkurrenz. In bisher 18 Pflichtspielen inklusive Supercup-Triumph gegen Dortmund (3:1) erzielten die Münchner 72 Tore. Macht im Schnitt vier Treffer pro Partie! Einer ist trotzdem nicht ganz zufrieden: Knipser Robert Lewandowski (33). Und das, obwohl er schon 23 Tore in dieser Spielzeit erzielte. Bei der polnischen Nationalmannschaft klagte er über seine Rolle im Offensivsystem von Trainer Julian Nagelsmann (34).

„Bei Bayern war es für mich in letzter Zeit nicht einfach, Situationen für ein Tor oder einen Platz auf dem Feld zu finden“, erklärte Lewandowski auf einer Pressekonferenz. „Wenn man mit sechs Offensivspielern spielt und die Gegner sehr defensiv sind, ist das für einen Stürmer nicht leicht.“ Im Angriff agieren Bayern neben Lewy derzeit oft mit Thomas Müller, Leroy Sané, Serge Gnabry, Leon Goretzka und Linksverteidiger Alphonso Davies.

FC Bayern und der unstillbare Torhunger: Für Lewandowski ist es „immer zu voll“

„Ich habe eine Weile gebraucht, um einen Platz zu finden und den Ball zu bekommen. Selbst wenn ich ihn bekomme, ist es immer noch zu voll vorne“, findet Lewandowski. „Es gab Spiele, in denen ich mich die ersten 20 Minuten wirklich tief fallen lassen musste, um den Ball zu bekommen.“ Beispielsweise vergangene Woche:

Beim 5:2 in der Champions League gegen Benfica hatte der Stürmer in den ersten 25 Minuten schlechte Laune, weil er zu wenige Zuspiele von den Kollegen erhielt. Am Samstag gegen Freiburg (2:1) kam er ebenfalls schwer ins Spiel. Dies fiel natürlich auch Nagelsmann auf. Der Landsberger sieht aber das Positive, hob zuletzt die Nicht-Aufgeben-Mentalität des sensiblen Stürmers öffentlich hervor. Der Lohn für Lewandowskis Einstellung: In den genannten Spielen erzielte er vier Tore.

„Natürlich erarbeiten wir uns früher oder später Chancen, aber so einfach fällt mir das nicht. Für mich ist es manchmal schwer, obwohl ich weiß, dass ich Geduld brauche“, so Lewandowski.

FC Bayern begeistert Uli Hoeneß: „Ich bin jetzt großer Fan“

Fakt ist: Der Pole jammert auf hohem Niveau. Die Bayern spielen unter Nagelsmann Spektakel-Fußball, der auch Uli Hoeneß (69) richtig begeistert. „Ich bin jetzt großer Fan. Letzte Woche Dienstag war ich im Stadion gegen Lissabon. Das war ein Traum, das habe ich so richtig genießen können zusammen mit Karl-Heinz (Rummenigge, Anm. d. Red.) an meiner Seite“, schwärmte der Ehrenpräsident im Talk am Dienstag in der ARD. „Ich bin stolz auf die Mannschaft, wie wir jetzt Fußball spielen.“ Davon profitiert schlussendlich auch Lewandowski.

Der Stürmer hat sowohl mit der Mannschaft als auch auf persönlicher Ebene nahezu alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Aktuell ist er der Favorit auf den Ballon D’Or, die Weltfußballer-Auszeichnung, die von der Fachzeitschrift France Football am 29. November in Paris vergeben wird. Und hat Nagelsmann künftig mehr Zeit zum Trainieren, wird auch Lewandowski noch besser zur Geltung kommen.

Derweil werden die Wechselgerüchte um den Goalgetter neu angeheizt - nach einem Treffen mit Ex-Trainer Pep Guardiola. (pk/bok)

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