Spanier plötzlich gefragt

Roca wird zum Ballmagnet: Beeindruckender Wert bei Klub-WM und kleines Flick-Lob

Bei der Klub-WM ist Marc Roca erste Wahl. Das hat mit den Problemen von drei anderen Mittelfeldspielern zu tun. Aber der Spanier scheint die Chance zu nutzen, um sich in den Vordergrund zu spielen.

München - Langsam, aber sicher kommt Marc Roca (24) beim FC Bayern an. Im Halbfinale stand der Spanier in dieser Saison zum fünften Mal in einem Pflichtspiel in der Startformation - und wusste mit seiner Spielweise zu gefallen. So kam der Mittelfeldspieler in der ersten Hälfte auf eine beeindruckende Passquote von 96 Prozent. Roca wird zum Ballmagnet!

„Für Marc haben wir uns entschieden, weil wir die Doppelsechs spielen wollten und Ballsicherheit gebraucht haben. Das hat er bis zu seiner Auswechslung ganz gut gemacht“, begründete Trainer Hansi Flick seine Entscheidung, Roca für den fehlenden Leon Goretzka aufzustellen. Gut möglich, dass der Spanier auch im Finale in der Startformation steht.

Derzeit in der Startelf des FC Bayern: Marc Roca darf im Maschinenraum neben Joshua Kimmich die Bälle verteilen.

Roca beim FC Bayern: Martinez und Goretzka fallen bei Klub-WM als Konkurrenten weg

Denn: Goretzka und Javi Martinez werden wegen ihrer Corona-Infektion nicht nach Katar nachreisen, wie Flick verriet: „Es ist schade, weil sie beide gerne gekommen wären. Aber es ist auch wichtig, dass sie in München trainieren können und eventuell am Montag gegen Bielefeld zur Verfügung stehen.“

Es scheint, dass Roca Mittelfeld-Konkurrent Corentin Tolisso in den vergangenen Wochen in der Hierarchie überholt hat und derzeit erster Ansprechpartner ist, wenn Goretzka oder Joshua Kimmich im Maschinenraum ausfallen. Genaueres ließ sich Flick nach dem Finaleinzug am Montagabend jedoch nicht entlocken: „In der Öffentlichkeit vergleiche ich keine Spieler miteinander. Corentin Tolisso war verletzt. Bei ihm wissen wir, dass es dann nicht immer ganz so einfach ist, den Rhythmus zu bekommen.“

Allerdings hat sich Tolisso nach seiner Tattoo-Aktion auch intern ein Stück weit ins Abseits geschossen. Auch davon profitiert Ballmagnet Roca derzeit. (bok)

Rubriklistenbild: © KARIM JAAFAR/afp

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