Bayern vor Rückspiel gegen Porto

Keine Wunder gibt es immer wieder!

München - Vor dem Viertelfinal-Rückspiel gegen den FC Porto geben sich die Bayern-Stars gelassen - und demonstrieren trotz der harten vergangenen Woche viel Selbstvertrauen.

So viel Lockerheit hätte man nicht erwartet! Philipp Lahm und Thomas Müller nahmen am Montag vor einem beachtlichen Journalisten-Aufgebot Platz, sollten die Chancen des FC Bayern auf den Einzug ins CL-Halbfinale einschätzen – nach einem 1:3 bei quirlig-aggressiven Portugiesen im Hinspiel. Ein echtes Kribbelduell gegen den FC Porto, das auch darüber entscheidet, ob diese Saison letztlich wirklich eine erfolgreiche wird. Und dennoch wirkten die beiden Bayernstars ganz entspannt, scherzten sogar immer wieder. Eine Demonstration des Selbstvertrauens, mit dem zentralen Spruch von Müller: „Ich kann nicht genau sagen, warum wir es schaffen sollen. Aber es ist nicht unmöglich, ein 2:0-Heimspielerfolg des FC Bayern wäre jetzt kein fußballerisches Weltwunder!“

Ein Weiterkommen ist kein Wunder! Im Kern hat er recht, und dennoch: Es war auch kein Wunder, dass dieser Satz nur kurz danach durch sämtliche Internetseiten der portugiesischen, spanischen und anderen Medien lief. So formuliert klingt es wohl zu einfach. Dabei wissen die beiden FCB-Stars ja auch, dass sie extrem konzentriert agieren müssen. In Müller-Sprache heißt das: „Wir müssen klug spielen, nicht Kamikaze nach vorne rennen. Wenn es zur Halbzeit 0:0 steht, ist immer noch alles drin.“ Kapitän Lahm sah es ähnlich, meinte: „Wir müssen die Konter vermeiden. Wir haben 90 Minuten, um das Ergebnis zu drehen.“ Und dann legte auch er nach in Sachen Selbstvertrauen: „Ich mache mir keine Sorgen, ich schaue positiv nach vorne. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir das Halbfinale erreichen!“

Die volle Überzeugung, trotz zahlreicher individueller Fehler zuletzt, trotz einer langen Verletztenliste. Man vertraut auf seine eigene Stärke und Erfahrung mit engen Spielen. Um den besonderen Willen geht es aber nicht, wie Trainer Pep Guardiola erklärte. „Solche Spiele gewinnt man nicht durch Tapferkeit, denn der Mut und das Verlangen, das Halbfinale zu erreichen, liegen im Wettbewerb selbst. Das, was uns die Möglichkeit dazu geben wird, ist gut zu spielen.“ Er selbst habe in seinem Leben immer nur dann gewonnen, „wenn ich gut gespielt habe. In Barcelona als Spieler wie als Trainer und hier auch“. Einen Rückstand aus dem Hinspiel hatte er dabei als Trainer allerdings nie gedreht. Vielleicht ja jetzt, ausgerechnet in seinem 100. Pflichtspiel mit dem FCB.

Und falls nicht? Der Spanier machte schon sehr auffällig deutlich, dass man dennoch eine herausragende Saison spielt. Mehrfach betonte er, dass man am Samstag schon Meister werden könne, dass man am Dienstag danach im Pokalhalbfinale spielt. Aber er wusste auch: „Bei großen Vereinen wie dem FC Bayern ist nur das Triple genug.“ Es klang weniger locker als bei Müller und Lahm.

mic, lop

Rubriklistenbild: © dpa

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