Spieler verdutzt

Rücktritt von Müller-Wohlfahrt: Diese Fragen bleiben offen

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Müller-Wohlfahrt mit Rummenigge.

München - In der Causa Müller-Wohlfahrt sind viele Fragen nach wie vor offen. Der Verein gibt sich bedeckt, die Spieler äußern sich ein wenig offener.

Karl-Heinz Rummenigge ging schnellen Schrittes an den Kollegen der Medien vorbei, wünschte nur „einen schönen Abend“ und verschwand mit einem „Wiederschauen!“.

Er hätte vielleicht etwas zum Spiel und der Leistung des Teams in Hoffenheim sagen wollen, aber er wusste auch, dass er dann zu dem Thema befragt wird, dass den FC Bayern wirklich bewegt – und bei dem seine eigene Rolle noch entscheidend im Dunkeln liegt.

Es ist die Causa Müller-Wohlfahrt und die Frage, ob ihm tatsächlich von Vereinsseite die Verantwortung für die Pleite in Porto zugeschoben wurde. Oder um konkreter zu werden: von wem genau? Hatte sich der Vorstandschef selbst noch in der Spielerkabine Luft gemacht und dem langjährigen Vereinsarzt vorgeworfen, beispielsweise einen Ribéry nicht rechtzeitig fit bekommen zu haben?

„Nach dem Spiel ist es in der Kabine etwas emotionaler geworden“, sagte Sebastian Rode vielsagend, ehe er darauf verwies, dass dies nach einer 1:3-Niederlage ja ganz normal sei. So bekam er gerade noch die Kurve, musste nicht konkreter werden. Sein Sportvorstand hatte es bereits vor dem Spiel am Samstag geschafft, jegliche Aufklärungsarbeit zu verhindern.

„Für Bayern München ist es eine Stilfrage, in solchen Situationen die Dinge kurz und prägnant zu beantworten“, sagte Matthias Sammer, der damit vielmehr zum Ausdruck bringen wollte, dass man in dieser sportlich so wichtigen Phase einfach nur Ruhe haben will, irgendwie.

Immerhin so viel machte er in Richtung Müller-Wohlfahrt deutlich: „Keiner hat ihm die Schuld an der Niederlage in Porto gegeben“, so Sammer. Die Spieler gaben sich insgesamt ein wenig offener. „Es war für uns alle ein Schock am Donnerstag, als wir es aus den Medien erfahren haben“, sagte Sebastian Rode, der vom Doc als „Ikone seines Fachs“ sprach.

Auch für Mario Götze war dessen Aus „sehr überraschend, ich habe nicht damit gerechnet“. Für die Stars fast noch entscheidender: Welchen Arzt suchen sie nun im Falle einer Verletzung auf? Götze: „Wir kennen uns einige Zeit. Wie das in Zukunft weitergehen wird? Das werden wir sehen…“ Manuel Neuer sagte: „Der Mull ist Doc bei der Nationalmannschaft, ich kenne ihn seit Jahren. Es hängt immer von der Verletzung ab, man hat dann seine Leute, zu denen man auch hingeht. Ich bin auch Nationalspieler und werde natürlich von Müller-Wohlfahrt behandelt werden.“

Praktisch scheint es schwer vorstellbar, dass sich der Trainer Guardiola mit dem Arzt Müller-Wohlfahrt über Diagnosen der Spieler austauscht. Aber auch dazu gab es keine Auskunft von Vereinsseite. Beim DFB äußerte man sich gestern ebenfalls. „Oliver Bierhoff hat mit ihm Kontakt gehabt. Wir haben mit ihm klar vereinbart, dass er bis zur Europameisterschaft 2016 Mannschaftsarzt bleibt. Daran wird sich auch nichts ändern“, sagte Wolfgang Niersbach.

mic

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