Deutliche Worte in verschiedene Richtungen

Voll im Kampfmodus! Pep schießt gegen seine Kritiker

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Pep Guardiola ist vor dem Spiel ­gegen Leverkusen mit den Gedanken in Barcelona.

München - Es wird langsam Zeit, die Zähne zu zeigen! Pep Guardiola läuft in der letzten Phase dieser Saison so richtig heiß – nicht mehr nur an der Seitenlinie, sondern auch an der Säbener Straße!

Der Trainer zeigte sich bei der obligatorischen Pressekonferenz vor dem anstehenden Bundesligaspiel von einer kämpferischen Seite, er schoss ein paar deutliche Worte in verschiedene Richtungen. Das Spiel gegen Leverkusen stand ja auch sportlich schon nicht mehr im ganz großen Scheinwerfer. Und so legte Pep los! Ziel Nummer eins: Dortmund!

Guardiolas Rat an Kehl: "Besser leise sein"

„Wir haben jetzt Zeit zum Üben. Wir haben die Bundesliga schon gewonnen!“, sagte der Spanier zunächst ganz süffisant, als ihn ein Journalist nach dem Spruch von Sebastian Kehl fragte. Der Dortmunder hatte nach dem Pokalduell gemeint, die Bayernstars sollten erst einmal Elfmeterschießen üben. Pep war von dieser Art sichtlich angefressen.

„Sebastian Kehl muss wissen: Wir haben beim FC Bayern schon zwei oder dreimal gegen den BVB gewonnen und wir haben nie etwas gesagt. Dabei hatten wir nach diesem Spiel gegen den BVB zwei große Gründe, um etwas zu sagen“, erklärte der Trainer und meinte damit augenscheinlich die für Schwarzgelb wohlwollenden Schiedsrichterentscheidungen.

„Aber ich, der Trainer von Bayern München, habe in der Pressekonferenz nach dem Spiel gesagt, ich gratuliere Jürgen Klopp und dem BVB zu diesem Sieg. Wir hatten Grund, aber wir haben nichts gesagt. Mein Rat an Sebastian Kehl ist: Wenn man 35 Punkte zurückliegt, sollte man besser leise sein.“ Dazu legte sich Guardiola den Zeigefinger auf die Lippen. Ruhe da!

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Weiter ging es nach der Frage, ob er sich gegen den Erzrivalen verwechselt hatte. Unter anderem Lothar Matthäus sah im Coaching gewisse Fehler.

Guardiola blieb sachlich, aber wurde bestimmt: „Ich bin zwei Jahre hier, und wir haben wenig verloren. Aber immer, wenn wir verloren haben, gab es Kritik. Lothar Matthäus ist eine Legende des Vereins wie Stefan Effenberg oder Franz Beckenbauer. Man kann alles sagen, für mich ist das kein Problem. Nur: Die Spieler wissen, warum sie die eine oder die andere Position spielen! Ich kenne die Qualität meiner Spieler perfekt!“ Daher stellt er sie auch so auf, wie er es für richtig hält. Die Kritik akzeptiert er, wie er sagt. Verstehen kann er sie seinen Worten zufolge aber nicht.

Und noch eine Sache stellte er klar: Die erneute Verletzung von Arjen Robben habe nichts damit zutun, dass er den Holländer auf Biegen und Brechen wieder einsetzen wollte. Pep: „Ich habe nie einen Spieler spielen lassen ohne das Okay des Doktors! Er war fit! In einem Bundesligaspiel hätte er nun natürlich nicht gespielt, aber es war ein Finale für uns. Und er war fit! Manchmal passiert so etwas.“

Der Trainer ist ein paar Tage vor dem Spiel des Jahres in Barcelona im Kampfmodus. Mit seinem Elan könnten wohl auch die Spieler noch so einiges erreichen.

Michael Knippenkötter

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