"Bei ihm ist nichts unmöglich"

Rummenigge vergleicht Neuer mit Beckenbauer

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"Dieser Rekord ist mir ehrlich egal", zeigt sich Manuel Neuer zurückhaltend.

München - Der Gegentorrekord, den die Bayern vor zwei Jahren aufgestellt hatten, wackelt bedenklich. Auch dank Manuel Neuer. Karl-Heinz Rummenigge singt ein Loblied auf den Keeper - und vergleicht ihn mit Franz Beckenbauer.

Erinnern Sie sich noch an den 1. November? Richtig, es war Allerheiligen. Doch der Feiertag hat in diesem Jahr nicht nur für die Christen eine besondere Bedeutung, sondern auch für den FC Bayern. Denn an jenem Tag kassierten die Münchner ihren bislang letzten Gegentreffer in der Liga. Es war kein Geringerer als Dortmunds Marco Reus, der Manuel Neuer am 10. Spieltag letztmals überwinden konnte. Doch auch das half dem BVB nichts, er verlor 1:2. Seitdem wahrte der Welttorhüter sechsmal seine weiße Weste und hat nach 16 Spielen gerade einmal drei Tore kassiert – das ist zuvor noch niemandem gelungen.

Trotz namhafter Ausfälle wie Philipp Lahm, David Alaba, Javi Martinez oder Holger Badstuber lassen die Bayern nichts anbrennen. „Als ehemaliger Stürmer muss auch ich neidlos anerkennen, dass die Spiele eher hinten als vorne gewonnen werden“, schmunzelte FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge und hatte ein dickes Lob für die Defensive parat: „Das machen unsere Abwehr und allen voran unser Torwart fantastisch.“ Neuers antizipierendes Auge erinnert ihn sogar daran, „wie ein Franz Beckenbauer zu seinen besten Zeiten als Libero unterwegs“ war.

Der Gegentorrekord, den Neuer und die Bayern vor zwei Jahren aufgestellt hatten, wackelt bedenklich. 2012/2013 musste der 28-Jährige noch 18 Mal hinter sich greifen. Diese Marke scheinen die Roten in dieser Saison zu pulverisieren. Selbst eine einstellige Zahl an kassierten Kisten scheint möglich. „Bei dem Torwart, den wir haben“, grinste Rummenigge, „ist nichts unmöglich.“ Im gleichen Atemzug betonte der Vorstandsvorsitzende allerdings auch: „Das ist kein Ziel von uns, aber ein gutes Zeichen.“

Auch Neuer selbst wollte sich nicht zu sehr mit einem möglichen Fabelrekord beschäftigen. „Ich denke da gar nicht groß drüber nach“, erklärte er lapidar und richtete den Blick auf die Partie morgen Abend: „Ich habe nur Mainz im Kopf. Wir denken nur von Spiel zu Spiel.“ Sätze, die wie Musik in den Ohren von Matthias Sammer klingen dürften. Bloß keine Nachlässigkeiten, ja nicht „lätschern“ werden. Denn beim Rekordmeister zählen Titel, keine Bestmarken, wie der Sportvorstand relativ deutlich veranschaulichte: „Dieser Rekord ist mir ehrlich egal. Mit dem kannst du dich schließlich schlecht auf den Marienplatz stellen. Da müssen schon Titel her.“ Mit ihrer Rekord-Abwehr sind die Roten auf dem besten Wege…

sw

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