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Salihamidzic gerät durch „Ladenhüter“ unter Druck - Kahn will ihm jetzt ganz genau auf die Finger schauen

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Von: Jonas Raab

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Hasan Salihamidzic und Oliver Kahn am Rande einer Trainingseinheit in Doha.
Hasan Salihamidzic und Oliver Kahn am Rande einer Trainingseinheit des FC Bayern München in Doha. © picture alliance/dpa | Peter Kneffel

Bayern-Boss Oliver Kahn sorgt sich um die Finanzen des Klubs. Laut aktuellen Medienberichten will er insbesondere Salihamidzic abliefern sehen. Doch es gibt ein Problem.

München - Macht Hasan Salihamidzic einen guten Job? An dieser Frage scheiden sich die Geister, seit der Bosnier vor mehr als vier Jahren beim FC Bayern als Sportdirektor angeheuert hat. Sein Auftreten in Interviews wurde anfangs belächelt, seine Transferpolitik landläufig als ausbaufähig eingestuft. Dennoch beförderten die Münchner Salihamidzic 2020 zum Sportvorstand – und feierten unter seiner sportlichen Leitung den größten Triumpf der Vereinsgeschichte: das Sixtuple. Nun gerät der 44-Jährige laut aktuellen Medienberichten aber wieder unter Druck.

„Brazzos“ Neuverpflichtungen seit 2017 können sich durchaus sehen lassen: Er hat unter anderem Stammspieler und Leistungsträger wie Alphonso Davies, Leon Goretzka, Benjamin Pavard, Lucas Hernandez und Leroy Sané zu - manchmal mehr oder weniger - moderaten Preisen an die Isar geholt. Dass in fünf Transferperioden auch der ein oder andere Hoffnungsträger verpflichtet wird, der dann doch durchs Raster fällt, ist klar – und bei den Bayern nicht anders als beim BVB, den Leipzigern oder jeden anderen Mannschaft. In diese Kategorie fallen vor allem Spieler wie Mickael Cuisance, Bouna Sarr oder Fiete Arp.

FC Bayern: Salihamidzic hat bei den Spielerverkäufen noch Luft nach oben

Bei den Neuzugängen kann man Salihamidzic also durchaus ein gutes Händchen bescheinigen. Beim Verkauf von Spielern sieht das ein bisschen anders aus – was laut einem Bericht der Sport Bild nun Bayern-Boss Oliver Kahn auf den Plan gerufen haben soll. Insgesamt neun Spieler hat Salihamidzic bisher verkauft und damit 160 Millionen Euro in die Kassen des FC Bayern gespült.

Das Problem: Der Marktwert dieser neuen Spieler betrug knapp 230 Millionen Euro. Vor allem der Billig-Transfer (22 Millionen Euro) von Leistungsträger Thiago zum FC Liverpool und der ablösefreie Abgang von Identifikationsfigur David Alaba bleiben im Gedächtnis. Und – auch das prägt Jahr für Jahr das Bild der Münchner Saisonvorbereitung – die Streichkandidaten im Kader wechseln am Ende doch nicht und drücken weiter die Bank oder gar die Tribüne.

Die Streichliste des FC Bayern: Kahn fordert von Salihamidzic Ergebnisse

Auch im vergangenen Sommer war die Streichliste des Rekordmeisters lang: Bouna Sarr, Mickael Cuisance, Marc Roca und Corentin Tolisso standen und stehen übereinstimmenden Meldungen zufolge zum Verkauf – und blieben dann doch, obwohl der Klub die Einnahmen in Corona-Zeiten gut hätte gebrauchen können.

Wie die Sport Bild berichtet, will Bayerns Vorstandsvorsitzender Oliver Kahn in den kommenden Transferperioden Zahlen sehen – Ablösesummen verbuchen und die Gehälter der „Ladenhüter“ endlich von der Etatliste streichen. Das Sportmagazin will erfahren haben, dass Kahn sich genau mit diesen Zahlen beschäftigt und von Salihamidzic wirtschaftliche Erfolge sehen will.

Bayern-Sportvorstand Salihamidzic: Zwist mit Spielerberater Branchini?

Laut Sport Bild gestaltet sich dieses Unterfangen aber nicht ganz einfach – unter anderem, weil das Verhältnis zwischen Salihamidzic und Spielervermittler Giovanni Branchini nicht mehr das beste sein soll. Der Italiener hat den Bayern in der Vergangenheit bei Verkäufen immer wieder „unter die Arme gegriffen“. Doch beim Sané-Transfer soll es einen Zwist zwischen Bayerns Sportvorstand und dem Spielervermittler gegeben haben. (jo)

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