Ex-Stürmer sollte Leader-Rolle übernehmen

Sandro Wagner: Rückkehr zum FC Bayern war im Sommer 2020 ein Thema

Sandro Wagner hat sich nach seinem China-Abenteuer mit einer Rückkehr zum FC Bayern beschäftigt.
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Sandro Wagner hat sich nach seinem China-Abenteuer mit einer Rückkehr zum FC Bayern beschäftigt.

Sandro Wagner hatte nach seinem Aufenthalt in China eine Anfrage des FC Bayern vorliegen. Doch der Stürmer entschied sich für das Ende seiner Karriere.  

München - Nach seinen Abgang aus München stand Sandro Wagner von Ende Januar 2019 bis vergangenen Sommer bei Tianjin Teda unter Vertrag. Es sollte die letzte Station seiner Karriere sein. Anfang August verkündete der ehemalige Nationalspieler das Ende seiner Laufbahn, obwohl er eine Anfrage seines ehemaligen Arbeitgebers vorliegen hatte. 

Sandro Wagner: Gespräche mit dem FC Bayern als Leader in der U23

Der FC Bayern war für die zweite Mannschaft auf der Suche nach einem Nachfolger für den in die Niederlande gewechselten Torjäger Kwasi Okyere Wriedt. „Ich habe mich mit Jochen Sauer und Holger Seitz unterhalten. Das wäre eine Option gewesen“, bestätigte der achtfache Nationalspieler im „FC Bayern Podcast“. 

Wagner wäre ein mehr als adäquater Ersatz für Abo-Torjäger Wriedt geworden. Bis heute fehlen der U23 die Tore des 26-jährigen Mittelstürmers. Bester Knipser in der laufenden Spielzeit ist Routinier Timo Kern (7) vor Lenn Jastremski und Nicolas Kühn (je 4). Zum Vergleich: Wriedt hatte in der Saison 2019/20 nach 26. Spieltagen bereits 17 Mal ins Schwarze getroffen.

FC Bayern: Starke Saison der U23 verhindert Comeback von Sandro Wagner in München

Dass er seine Karriere mit 32 Jahren verhältnismäßig früh beendet hat, lag auch an der überragenden Saison unter dem heutigen Hoffenheim-Trainer Sebastian Hoeneß: „Wenn es bei der zweiten Mannschaft gebrannt hätte, hätte ich es auch gemacht. Die sind aber Meister geworden.“

Wagner, der bei seiner zweiten Station an der Säbener Straße von Januar bis Dezember 2018 Backup von Robert Lewandowski war und 21 Mal für den Rekordmeister zum Einsatz kam, entschied sich dann für einen klaren Schnitt: „Es hatte sich für mich gut angefühlt aufzuhören. Und ich kann nur ganz oder gar nicht – das wäre nur so ein Mittelding gewesen“, sagt der heutige TV-Experte von DAZN. „Wenn es gebrannt hätte, hätte mein Bayern-Herz schon nochmal gesagt: Komm, dann helfe ich nochmal. Die Situation war dann aber nicht nötig.“

(Jörg Bullinger)

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