Forderung von „Don Jupp“

Heynckes-Deal hakt wohl noch an einem Hindernis

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Jupp Heynckes.

Jupp Heynckes und der FC Bayern: Diese Wahl beschert dem Rekordmeister ein Problem. Außerdem zeigt die Historie, dass diese Trainerlösung krachend scheitern könnte.

München - Während die Fußball-Welt fest mit der Rückkehr von Jupp Heynckes auf den Trainerstuhl beim FC Bayern rechnet, hakt der Deal noch an einer Forderung, die bei Fortuna Düsseldorf für Unmut sorgt und die Lösung noch scheitern lassen könnte: Heynckes möchte beim deutschen Rekordmeister unbedingt mit seinem früheren Co-Trainer Peter Hermann zusammenarbeiten, wie die Welt berichtete. Dabei handelt es sich um den Mann, der auch seinen Anteil am erfolgreichen Abschneiden in der Saison 2012/2013 mit dem Triple-Gewinn hatte. Die Freigabe seitens des Zweitliga-Spitzenreiters steht noch aus, wenn überhaupt verzichten die Düsseldorfer höchst ungern auf einen wichtigen Bestandteil im Trainerteam von Friedhelm Funkel. Die jüngste Entwicklung: Hermann selbst soll laut dpa bereits um die Auflösung seines Vertrages gebeten haben und bestätigt haben: „Ja, ich will das machen.“

Bayern-Hoffnungsträger Heynckes: Knickt Düsseldorf noch ein?

Nicht zuletzt setzte es auch von Fortuna-Vorstandschef Robert Schäfer eine klare Ansage in Richtung München, wie wir bereits im News-Ticker ausführten. Letztlich darf davon ausgegangen werden, dass der FC Bayern seinen Willen - durch finanzielle Entschädigung - durchsetzt und die Fortuna sportlich schwächen wird. „Wir haben uns stets perfekt ergänzt und verstehen uns darüber hinaus menschlich sehr gut und sind befreundet“, sagte Heynckes einmal über seinen Assistenten. Auch der heutige Real-Madrid-Star und frühere Bayer Toni Kroos bezeichnete Hermann früher als „besten Co-Trainer“, den er jemals hatte.

Im Februar 2012 wurde Otto Rehhagel als neuer Trainer von Hertha BSC vorgestellt.

Sollte der Deal mit Hermann schließlich den Weg für Jupp Heynckes beim FCB freimachen, heißt das jedoch nicht, dass die Münchner in die Erfolgsspur zurückfinden. Dies zeigt ein prominentes Beispiel aus der Historie - und hat mit einem ehemaligen Bayern-Trainer zu tun: Im Februar 2012 beendete Otto Rehhagel seinen Ruhestand, drei Jahre nachdem er seinen Job als Nationaltrainer der Griechen an den Nagel gehängt hatte. Für viele überraschend wurde „Rehhakles“ reaktiviert, um die abstiegsgefährdeten Berliner vor dem Gang in die Zweitklassigkeit zu retten. 

Mit großen Vorschusslorbeeren ausgestattet, ging Rehhagel das Abenteuer auf seine gewohnt philosophische Weise („Ich bin gesund, ich bin fit. Und ich kann sagen: Jungs, attack, attack, go!“) an, um mit den Berlinern wenige Monate später krachend in der Relegation gegen die Fortuna aus Düsseldorf abzusteigen. Am Ende fanden sich die Vereine und Trainer Rehhagel sogar noch vor Gericht wieder.

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pf

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