Robben und Ribéry angeschlagen

7:0! Aber Bayern mit Sorgen ins Viertelfinale

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Jubel auf einen, Frust auf der anderen Seite: Der FC Bayern wirft Schachtjor FDonezk hochkant aus dem Wettbewerb.

München - An einem historischen Abend ist der FC Bayern mit einem Rekordsieg standesgemäß ins Viertelfinale der Champions League gestürmt. Doch die angeschlagenen Franck Ribéry und Arjen Robben bereiten Sorgen.

Die Wochen des Grübelns sind vorbei. Der FC Bayern hat 22 Tage nach der Hinspiel-Nullnummer in der Ukraine seine Hausaufgabe erfüllt und Schachtjor Donezk mit 7:0 (2:0) aus der Arena gefegt. Ein kleines Spektakel in Richtung Viertelfinale, bei dem die Superstars für Sorgen sorgten: Erst musste Arjen Robben verletzt raus, weil ihm ein eingeklemmter Nerv im Rücken bis in den linken Oberschenkel hinein zwickte (19.). Dann humpelte auch Ribéry mit schmerzverzerrtem Gesicht runter (59.).

„Es ist nicht so schlimm, irgendetwas am Sprunggelenk. Ich hoffe, ich kann am Wochenende schon wieder spielen“, sagte der Franzose. Immerhin stimmte der Gesamteindruck auf dem Feld wieder! „Wir haben das seriös gelöst“, meinte zum Beispiel Karl-Heinz Rummenigge.

Harte Rote Karte für Schachtjor

Ging ja auch gleich gut los, oder besser: Ging ziemlich schlecht los für die Ukrainer. Nach drei Minuten grätschte Olaxandr Kucher durch den Sechzehner, traf den über halbrechts einlaufenden Götze. Schotten-Schiri Collum zeigte auf den Punkt, holte außerdem auch noch die Rote Karte aus der Tasche. Eine Entscheidung, die eindeutig zu hart war, ihm aber eine gewisse Berühmtheit einbrachte: Es war der schnellste Platzverweis der Champions-League-Geschichte. Und natürlich eine gute Nachricht für den FC Bayern, der aus elf Metern durch Müller in Führung ging (4.). Ein optimaler Start für den FCB, der von Trainer Guardiola nicht ganz risikolos mit voller Offensivwucht aufgestellt wurde. Robben, Müller, Götze, Ribéry, Lewandowski - das ist Peps Power-Paket!

Dahinter sollte Schweinsteiger die Ordnung herstellen, für den Fall der Fälle das Zurücklaufen koordinieren. Aber das fiel ja dann aus, der Rekordmeister blieb im Offensivschwung und erarbeitete sich gute Chancen. Die beste hatte zunächst Lewandowski, der aber per Kopf nur den Pfosten traf (24.). Als der Pole zehn Minuten später wieder freistand, dieses Mal aber den Torwart anschoss, war Abwehr-Ass Boateng zur Stelle und nagelte den Abpraller ins Netz - 2:0 (34.). Es ging weiter mit großer Lust! Die sprudelte vor allem mal wieder aus Franck Ribéry heraus, der wie im Hinspiel vor drei Wochen erneut besonders angegangen wurde. Schachtjors Costa rempelte ihn diesmal zu Boden, Boateng knöpfte sich den brasilianischen Sportsmann dafür noch mal vor. Und Schiri Collum zeigte den beiden Gelb (38.).

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Ribéry wiederum löste den Konflikt sportlich - mit dem 3:0. Nur drei Minuten nach der Pause legte er einen Pass von Alaba in die lange Ecke. Der Deckel war drauf! Aber Müller legte nach. Als erneut Ribéry durchstartete und Torwart Pyatov nur abklatschte, war der Weltmeister zur Stelle (51.). Kurz darauf der Schock, nach einem Zweikampf an der Außenlinie war für Ribéry Schluss.

Seine Kollegen aber machten weiter. Flanke Rafinha, Kopfball Badstuber - 5:0 (66.). Und auch Lewandowski wollte noch sein Tor! Nach schönem Schweinsteiger-Pass bekam er es (75.). Mario Götze sorgte dann für den siebten Streich (88.).

„Die Rote Karte und der Elfmeter waren entscheidend für das Spiel, sonst läuft es vielleicht ein wenig anders“, analysierte Schweinsteiger nüchtern. Vielleicht war da auch noch die Sorge um die Kollegen im Hinterkopf.

Die Partie im Live-Ticker nachlesen!

mic, lop, sw, mrk

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