Mittelfeldspieler deutet Abschied an

Rode: "Guardiola spricht nicht so viel mit mir"

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27. Spieltag: Sebastian Rode kam beim 0:1 Auswärtssieg gegen Köln immerhin auf 78 Einsatzminuten.

München - Jeder, der über ihn spricht, ist voll des Lobes. Trotzdem kommt Sebastian Rode beim FC Bayern München nur auf wenig Einsatzzeit. Nun äußerte er sich über seine mögliche Zukunft und sein Verhältnis zu Pep Guardiola.

Zuletzt über 90  Minuten im Einsatz war Sebastian Rode bei dem fast bedeutungslosen Champions-League-Gruppenspiel gegen Dinamo Zagreb am 9. Dezember des vergangenen Jahres. 2016 brachte es der 25-Jährige bislang wettbewerbsübergreifend nur auf magere 126 Einsatzminuten – trotz großer Verletzungssorgen in der Abwehr des FC Bayern.

Klar, dass diese Situation für den defensivstarken Mittelfeldspieler frustrierend ist, zumal Pep Guardiola und die Bayern-Bosse regelmäßig über das „Mentalitätsmonster“ schwärmen. Rode verdiene mehr Einsatzminuten als ihm bisher zugestanden wurden, lobte Pep Guardiola noch im vergangenen September.

"Man macht sich natürlich seine Gedanken"

Taten sind diesen vielversprechenden Worten jedoch nicht gefolgt, weshalb Sebastian Rode, dessen Vertrag beim FC Bayern noch bis 2018 läuft, nun sein geduldiges Schweigen mit einem vielsagenden Interview gebrochen hat. "Viele im Verein sind mit mir zufrieden, wobei ich mit meinen Einsatzzeiten nicht zufrieden sein kann", spricht Rode gegenüber Goal.com Klartext. "Man macht sich natürlich seine Gedanken", kommentiert der 25-Jährige seine Planungen für den Sommer. Jetzt konzentriere er sich auf die heiße Phase der Saison, danach "muss man die Situation dann neu beurteilen."

"Pep Guardiola spricht nicht so viel mit mir"

Äußert sich so jemand, der sich noch große Hoffnungen auf einen Verbleib beim FC Bayern macht? Anscheinend weiß Sebastian Rode selbst nicht so recht, wie es mit ihm in München weitergehen soll: "Pep Guardiola spricht nicht so viel mit mir, deshalb kann ich nicht genau sagen, woran ich wirklich bin oder warum ich nicht so viel spiele", äußert er sich wenig euphorisch über sein Verhältnis zu dem scheidenden Trainerstar. Auch die Führungsetage schweigt sich noch aus über das weitere Schicksal des Zweikampfspezialisten, der ähnlich wie Leidenskollege Mario Götze derzeit ein Bankdrückerdasein fristet.

Dass Sebastian Rode derweil auf dejm Transfermarkt durchaus ein gefragter Name ist – unter anderem soll seine mögliche Verpflichtung beim FC Schalke 04 und beim VFL Wolfsburg Thema sein – freut den 25-Jährigen. "Das macht mich in einer gewissen Hinsicht stolz und lässt mich positiv nach vorne zu blicken, falls es in München nicht mehr weitergehen sollte", sagt Rode, der erst 2014 von Eintracht Frankfurt zum FC Bayern wechselte. Ein Satz, mit dem er sehr viel mehr Deutungsspielraum zulässt als noch im Dezember 2015. "Ich weiß, dass ich zu Recht beim FC Bayern bin", hatte Rode damals versichert.

"Von einem Einsatz in der Nationalmannschaft noch sehr weit weg"

Von einem Sprung in die Nationalmannschaft, bei der Rode vor nicht allzu langer Zeit noch ernsthaft im Gespräch war, kann derzeit keine Rede mehr sein. Dass er von der Ersatzbank aus daran nicht viel ändern kann, dürfte dem Defensivtalent klar sein. 

Ein Hoffnungsschimmer könnte für Rode die Ankunft von Pep Guardiolas Nachfolger Carlo Ancelotti sein, doch an der massiven Konkurrenz im Kader wird auch der Italiener nichts ändern. Über seine weitere Karriere, auch in Bezug auf die Nationalmannschaft, will Rode derzeit nicht orakeln: „Man kann so etwas nicht planen, da kommen viele Dinge zusammen. Der Fußball ist unglaublich schnelllebig, wobei ich von einem Einsatz in der Nationalmannschaft noch sehr weit weg bin. Aber wer weiß, das kann alles noch passieren.“

Seinen Wechsel an die Isar bereut Sebastian Rode nicht, auch wenn er möglicherweise bereits auf der Streichliste des FC Bayern steht: "Ich konnte hier bereits so viel dazulernen, dass davon keine Rede sein kann." Dass er das Gelernte auch in der kommenden Saison noch im Trikot des FC Bayern anwenden kann, scheint jedoch zunehmend unwahrscheinlich.

So lange laufen die Verträge der Bayern-Stars

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