Interview

Rode: "Ich bin zu Recht beim FC Bayern"

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Sebastian Rode

München - Lange verletzt, anschließend selten berücksichtigt – dennoch will Sebastian Rode weiter Vollgas beim FC Bayern geben. Allerdings nur bis zu einem bestimmten Punkt, wie der 25-Jährige im tz-Interview verrät.

Herr Rode, die wichtigste Frage vorweg: Geht es Ihnen nach dem heftigen Check im Pokalspiel wieder gut?

Rode: Ja, es ist alles wieder in Ordnung. Ich konnte am Mittwoch schon wieder trainieren, bis auf ein paar Kopfschmerzen habe ich nichts davongetragen.

Bei dem dünnen Kader aktuell ist ja inzwischen jeder Ausfall fatal…

Ja, zuletzt saßen ja nur noch vier Feldspieler und Ulle als Ersatzkeeper auf der Bank. Da machen wir uns schon manchmal nen Spaß draus. Jetzt sind es in Hannover wohl noch weniger. Wir haben schon extrem viele Verletzte. Aber mit Ausnahme von dem Spiel gegen Gladbach hat uns das auch nicht aufgehalten.

Vor dem letzten Hinrundenspiel kommen Sie in allen Wettbewerben auf 250 Einsatzminuten in dieser Saison. Das dürfte Sie nicht zufriedenstellen, oder?

Rode umgecheckt! Im Gespräch mit der tz ging es ihm wieder besser

Mit der Hinrunde kann ich für mich persönlich nicht zufrieden sein, das stimmt. Ich habe wenig gespielt, aber ich war auch längere Zeit verletzt. Fast zwei Monate bin ich wegen meiner Sehnenreizung ausgefallen. In einer Phase, die für uns als Mannschaft sehr wichtig war und in der ich persönlich nach dem Spiel in Darmstadt die Chance auf weitere Einsätze hatte. Das war gleich doppelt bitter, keine einfache Zeit für mich. Jetzt bin ich wieder topfit und will nach der Winterpause voll angreifen.

Wie würden Sie Ihre Rolle im zweiten Jahr beim FC Bayern definieren?

Das ist schwer zu sagen. Im letzten Jahr war ich neu hier, wollte mich eingewöhnen, dazulernen. Mit der vergangenen Saison bin ich persönlich sehr zufrieden. In dieser hätte ich schon gerne das ein oder andere Spiel mehr gemacht. Den Anspruch habe ich mittlerweile und ihn auch mit Leistung untermauert, glaube ich.

Zuletzt mit einem guten Auftritt und einer Torvorlage in Zagreb…

Gerade nach der Partie habe ich schon gedacht, dass ich die ein oder andere Minute mehr in den folgenden Spielen kriege und nochmal von Anfang an ran darf. Vielleicht jetzt in Hannover.

Hinterfragt man sich auch selbst, wenn man trotz guter Leistung wieder rausrotiert?

Klar denke ich mir: Was kann ich denn noch machen? Ich muss dann halt auf die nächste Chance warten. Und wenn ich der Mannschaft helfen darf, dann tue ich das auch. Ich weiß, dass ich zu Recht beim FC Bayern bin.

Einen Wechsel im Winter haben Sie trotzdem ausgeschlossen. Was ist Ihnen wichtig für die sportliche Zukunft?

Dass ich regelmäßig zum Einsatz komme, ganz klar. Ich bin ja erst 25 Jahre alt, da will ich schon noch ein bisschen Fußball spielen (lächelt).

Kommt die Winterpause da gerade recht, um mal abschalten zu können?

Finde ich schon. Mir tut es gut, den Kopf frei zu bekommen und Zeit mit meiner Freundin und meiner Familie zu verbringen. Es ist doch schon ganz schön, dass es in Deutschland noch die Winterpause gibt (lacht). Aber ab Anfang Januar geht es mit vollem Elan in die Rückrunde.

Apropos Familie: Mit Bastian Schweinsteiger waren Sie gut befreundet. War er Ihr „großer Bruder“ in der FCB-Familie?

Rode (lacht): Sagen wir mal ein wichtiger Ansprechpartner. Ich habe öfters mal was mit ihm unternommen, er kennt sich in München ja ein bisschen besser aus als ich. Leider ist er jetzt nicht mehr da. Aber ich muss mich auch ohne ihn hier durchsetzen.

Haben Sie noch viel Kontakt zu ihm?

Es geht, er ist ja genauso wie ich immer viel unterwegs. Aber sein Bruder lebt ja noch hier, mit dem Tobi verstehe ich mich auch sehr gut. Interview:

Sven Westerschulze

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