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Nach schwierigem Start

Anderer Umgang mit dem Team: So hat sich Kovac beim FC Bayern verändert

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Niko Kovac hat im Laufe der Saison einige Dinge stark verändert.

Gleich zu Beginn seiner Bayern-Zeit erlebte Niko Kovac eine schwere Krise. Durch einige Veränderungen hat er entscheidend dazu beigetragen, diese zu bewältigen. Dabei hat Kovac nicht nur die Mannschaft verändert sondern vor allem sich selbst.

Update vom 27. Juli 2019: Zur neuen Saison lässt Niko Kovac seinen Profis nur in einem Punkt mehr Freiraum. Ansonsten verschärft der Coach die Regeln. Hauptgrund ist auch ein Abgewanderter.

München - Am Anfang lief es bei Niko Kovac und dem FC Bayern rund. Die ersten sechs Spiele in den drei Wettbewerben Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League konnte der Rekordmeister allesamt gewinnen. Doch mit dem 1:1 gegen den FC Augsburg begann die Krise.

Zwischen Ende September und dem 3:3 gegen Fortuna Düsseldorf Ende November gelangen dem FCB fünf Siege aus zwölf Spielen - deutlich zu wenig für einen Klub mit Titelambitionen in allen Wettbewerben. Im Zentrum der Kritik stand Niko Kovac, dem teilweise schon die Entlassung prophezeit wurde. Doch bekanntermaßen schaffte der Neu-Coach den Turnaround. Kovac änderte dabei einige grundlegende Dinge - vor allem auch seine eigene Herangehensweise. 

Niko Kovac: Mehr Distanz als Schlüssel

Zu Beginn hatte der Coach die Nähe zu den Spielern gesucht und dabei versucht, betont locker rüberzukommen. Einem Bericht der BamS zufolge begrüßte er die jüngeren Spieler sogar auf ganz spezielle Art und Weise per Handschlag und nannte sie Brate, kroatisch für Bruder. Das verwunderte viele Spieler.

Von Kovac‘ Vorgängern Jupp Heynckes und Carlo Ancelotti waren die Kicker einen deutlich förmlicheren, distanzierteren Umgang gewohnt. Außerdem störten sich wohl viele Spieler daran, dass Kovac sie nicht alle gleichbehandelt habe. Im Zuge der Krise soll hier aber ein deutlicherer Ton Einzug gehalten haben., durch den die Hierarchie wieder klarer zu erkennen war.

Niko Kovac: Keine Rotation - viel Erfolg

Auch die Kovacsche Rotation stieß bei den Spielern auf wenig Gegenliebe. Der Neu-Coach rotierte mehr nach Namen denn nach Leistung und zog sich sich so den Unmut der Spieler zu, die die Maßnahmen nicht nachvollziehen konnten. Mitten in der Krise änderte Kovac dann sein Vorgehen.

„Ich habe für mich selbst entschieden, dass ich schon ein Gerüst haben werde, wo der Großteil Fixstarter ist“, so der Trainer im November. Die anderen würden dann immer wieder reinkommen und das Gerüst ergänzen.

Allerdings bringt der Stopp der Rotation auch Probleme mit sich, die Kovac trotz der aktuellen Erfolgsserie beschäftigen dürften. Einige der Stars, die aktuell draußen sitzen, sind mächtig unzufrieden mit ihrer momentanen Rolle.

FC Bayern: Kovac passt das Training an

Die Intensität des Trainings variierte zu Beginn sehr stark. Erst ließ Kovac sehr hart trainieren, um dann im Trainingslager am Tegernsee plötzlich sehr locker üben zu lassen. Auch innerhalb der Einheiten erkannten die Spieler keine klare Linie beim neuen Trainer, der im Gegensatz zu den Bayern-Profis den Drei-Tage-Rhyhthmus nicht gewohnt war. Das belegt eine Episode aus dem September.

Arjen Robben soll Niko Kovac quer über den Platz angebrüllt haben.

Als Kovac im Abschlusstraining vor der Partie gegen Ajax Amsterdam in der Champions League fast zwei Stunden trainieren ließ, soll Arjen Robben „Trainer, wir spielen morgen!“ quer über den Platz gebrüllt haben. Üblich ist vor Spielen eine Stunde lockeres Training. Kurz nach Robbens Ausbruch soll die Einheit beendet gewesen sein.

Mittlerweile soll Kovac sich auch in diesem Punkt verbessert haben. Die Extreme in der Trainingsintensität sollen weniger geworden sein; das Training mehr FCB-like.

FC Bayern: Kovac und die Disziplin

Angepasst hat Kovac auch sein allgemeines Handyverbot in den Kraft- und Physioräumen. Da diese von Anfang an nicht wirklich beachtet worden sein soll, hat sich der Bayern-Trainer wohl dazu entschieden haben, das Verbot zu lockern. Auf dem Laufband und dem Ergometer nutzen die Spieler weiterhin regelmäßig ihre Mobiltelefone.

Einen Punkt hat Kovac allerdings nach wie vor nicht geändert: Die Anwesenheitspflicht eine Stunde vor Trainingsbeginn an der Säbener Straße. Sehr genau scheinen es die Spieler damit aber nicht zu nehmen. Regelmäßig kommen einige Spieler einige Minuten zu spät. Zuletzt soll James Rodriguez sogar 17 Minuten Verspätung gehabt haben. Der Autorität des Trainers sind solche Regelverstöße eher weniger zuträglich.

sh

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