Sieben Spiele in 22 Tagen

So rüstet sich Kovac für die Wochen der Wahrheit

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Niklas Süle hofft auf genügend Einsatzzeit in den kommenden Wochen.

Der FC Bayern startet kommende Woche in der Champions League. Trainer Niko Kovac scheint für die wichtigen Wochen gerüstet, auch wenn für ihn die Königsklasse noch Neuland ist...

München - Die Länderspielpause ist rum, die letzten Nationalspieler treffen am Mittwoch wieder an der Säbener Straße ein. Es folgen sieben Spiele in den nächsten vier Wochen. Für Niko Kovac sind es die Wochen der Wahrheit!

Der Bayern-Trainer hatte zuletzt angekündigt, ein erstes Fazit seines München-Abenteuers erst Ende September, Anfang Oktober ziehen zu wollen. Kovac: „Nach zwei Bundesliga-, einem Pokal- und einem Supercupspiel die erste Phase zu bewerten, ist schwierig. Ich glaube, man braucht schon sechs oder sieben Spiele in der Bundesliga, um das einordnen zu können.“

Bis es so weit ist, hat der 46-Jährige auch als Trainer seine ersten beiden Partien in der Champions League absolviert. Als Spieler lief Kovac für den FCB, den Hamburger SV, Bayer Leverkusen und RB Salzburg insgesamt 28-mal in der Königsklasse bzw. der Qualifikation auf. Aber Coach Kovac gibt sein Debüt auf höchster Ebene. Und der Kroate freut sich, meinte: „Eine schöne Gruppe, sehr attraktive Gegner, alles Traditionsklubs.“

Bundesliga-Programm sollte man nicht unterschätzen

Neben den CL-Spielen bei Benfica Lissabon (19. September) und zu Hause gegen Ajax Amsterdam (2. Oktober) stehen fünf Bundesliga-partien auf dem Plan. Das Programm ist mit Leverkusen, Schalke, Augsburg, Hertha und Mönchengladbach durchaus namhaft, ob es auch sportlich eine Stolperfalle wird, ist aber fraglich.

Sicher ist: Kovac kann danach einschätzen, wie die nationale Konkurrenz drauf ist. Der FCB-Coach: „Dann werden wir sehen, wo die Gegner stehen und wie weit wir sind.“ An den ersten zwei Spieltagen machten die Bundesligisten kaum Hoffnung auf eine spannende Saison.

Kovac setzt auf Rotation - Süle ist gespannt

Die nahenden Englischen Wochen schreien geradezu nach Rotation im Kovac-Stil: Der Ex-Frankfurter tauschte schon nach dem erfolgreichen Auftakt gegen Hoffenheim (3:1) drei Spieler aus – und gewann mit der umgebauten Elf auch in Stuttgart locker (3:0). Dort guckte u.a. Niklas Süle in die Röhre, blieb 90 Minuten auf der Bank. Der Innenverteidiger sagt: „In den Englischen Wochen wird wichtig sein, dass jeder mit der Entscheidung des Trainers einverstanden ist. Bis jetzt habe ich das Gefühl, dass alle das sind.“

Kovac wird besonders dann zu vielen Einzelgesprächen bitten müssen, wenn er vor den Champions-League-Spielen unpopuläre Entscheidungen zu treffen hat. Denn: In der Königsklasse wollen immer alle ran – ganz egal, wie der Gegner heißt.

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Süle meint: „Wichtig ist, dass wir als Team zusammenstehen, wenn die interessanten Spiele und der Mittwoch-Samstag-Rhythmus kommen. Das ist auf meiner Position so, im Mittelfeld und im Sturm.“ Wie weit sind die Bayern? Welcher Star schiebt als Erstes Frust? Die Wochen der Wahrheit werden es zeigen.

Jonas Austermann, Manuel Bonke

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