Anderes Kaliber als der VfB

FC Bayern vor ManCity: "Wir brauchen Franck"

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Franck Ribéry wird vermutlich gegen Manchester City in der Startelf stehen.

München - Der FC Bayern gewinnt souverän gegen den VfB Stuttgart - am Mittwoch bekommen die Münchner es aber in der Champions League mit einem anderen Kaliber zu tun: Manchester City.

Thomas Müller sah sehr vergnügt aus. Am Morgen hatte er zu seinem 25. Geburtstag „die Kerze ausgepustet und gleich den ganzen Kuchen gegessen“, am späten Nachmittag dann trat er nach dem 2:0 (1:0) von Bayern München gegen einen biederen VfB Stuttgart reichlich entspannt den Nachhauseweg an. „Wenn wir am Mittwoch auch 2:0 gewinnen und so gut wie keine Chance zulassen, können wir zufrieden sein“, sagte der Weltmeister.

Am Mittwoch aber spielt der FC Bayern nicht gegen den derzeit kaum für die Bundesliga tauglichen VfB - der Gegner in der Champions League heißt Manchester City, ist englischer Meister und hat am Samstag beim FC Arsenal 2:2 gespielt. Einen kurzen Augenblick lang wurde deshalb auch Müllers Miene ein klein wenig ernsthafter. „Manchester City“, betonte er, „ist natürlich ein anderer Gegner.“

Ribéry gegen ManCity wieder in der Startelf?

Gegen Manchester City aber wird womöglich auch Franck Ribéry wieder spielen, vielleicht von Beginn an. Der lange verletzte Franzose kam unter tosendem Jubel des Publikums diesmal ab der 68. Minute für Mario Götze, den Torschützen zum 1:0 (27.). Für Ribéry waren es die ersten Bundesliga-Minuten der Saison, 17 davon benötigte er bis zum 2:0 (85.). „Wir brauchen Franck“, sagte Trainer Pep Guardiola.

Ribéry ist ein Mann für die Eins-gegen-eins-Situationen, für die Überraschungsmomente, die dem FC Bayern derzeit ein wenig abgehen. „Wir wissen, dass wir schwere Spiele vor der Brust haben“, sagte Torhüter Manuel Neuer, „gegen Manchester City können wir solche Spieler gebrauchen.“ Wichtig am Mittwoch sei zunächst mal eine geschlossene Teamleistung, mahnte Müller, „und da kann der Franck uns helfen.“

Schließlich kann auch Xabi Alonso nicht alles alleine machen. Der als eine Art Notnagel verpflichtete Spanier demonstrierte erneut seine Klasse: immer anspielbar, 150 Ballkontakte, 11,6 Kilometer Laufleistung, kaum ein Fehlpass, dazu die Aura eines Feldmarschalls, der stets weiß, was zu tun ist. Trainer Guardiola aber mahnt: „Wir müssen uns um ihn kümmern, ihm helfen. Wenn er alles machen muss, ist er tot.“

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Die Bayern aber müssen sich gerade noch ein wenig durchmogeln angesichts der Nachwehen der WM und der vielen personellen Probleme. Ein Spiel gegen eine Mannschaft wie den VfB läuft derzeit unter der Rubrik „mühsam“ - aber eine Bedrohung waren die Schwaben am Samstag auch nicht. „Die Bayern haben es cool runtergespielt“, sagte Martin Harnik, „und wir hatten zu selten den Ball, um was Zählbares hinzubekommen.“

Beim VfB ist die Stimmung deshalb schon wieder so miserabel, als stünde der Weltuntergang bevor. „Jeder muss wissen: Wenn es so weitergeht, wird es wieder so ein Jahr wie das letzte“, sagte Antonio Rüdiger und machte dabei eine Miene, als wolle er den Wettbewerb um das längste Gesicht gewinnen - zumindest aber ausdrücken, als wisse eben nicht jeder, dass diese Saison genauso entsetzlich zu werden droht wie die vergangene.

„Wir müssen uns nichts vormachen“, sagte Kapitän Christian Gentner mit leiser Stimme, „wir haben uns in eine schwierige Situation gebracht, die nicht einfacher wird.“ In der Tat: Die nächsten Gegner heißen Hoffenheim und Dortmund.

sid

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