Triple ist das Ziel

Sammer: "Großes leisten, um Großes zu erreichen"

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Sportdirektor Matthias Sammer (l) und Noch-Bayern-Trainer Pep Guardiola.

Doha - Während die Bayern-Spieler unter der Sonne Katars schwitzen, mahnt Sportvorstand Matthias Sammer für die anstehende Rückrunde zur absoluten Konzentration.

Sportvorstand Matthias Sammer und Mannschaftskapitän Philipp Lahm erwarten durch den Abschied von Trainer Pep Guardiola zum Saisonende keine negativen Auswirkungen auf die Rückrunde des FC Bayern. „Die Gefahr hatten wir auch vor ein paar Jahren mit Jupp Heynckes, danach haben wir das Triple geholt“, erklärte Lahm am Donnerstag im Trainingslager in Doha/Katar und betonte: „Die Spieler wissen, was sie zu tun haben.“

Auch Sammer merkte an, dass der deutsche Rekordmeister mit einem Trainerwechsel zum Saisonende „Erfahrung“ habe. Daraus leitet der Sportvorstand ab, dass die Mannschaft „absolut im Mittelpunkt“ stehen müsse. „Wir müssen jetzt daran arbeiten, dass sie in der absolut bestmöglichen Verfassung ist. Alles andere sind Nebenkriegsschauplätze, die keine Rolle mehr spielen dürfen, weil Fakten geschaffen worden sind.“

Zur Verfassung, betonte Sammer, gehöre auch „immer wieder der Kopf“. Vielleicht, mutmaßte er, sei der FC Bayern 2014 und 2015 auch deswegen jeweils schon im Halbfinale der Champions League ausgeschieden, weil beide Male die Meisterschaft schon vorzeitig entschieden war. „Vielleicht haben wir dadurch ein, zwei Prozent liegen lassen. Ein Prozent falsches Denken kann auf diesem Level katastrophale Folgen haben. Die Luft da oben ist sehr dünn.“

Sammer gab mit Blick auf die Rückrunde deshalb wie gewohnt den Mahner. „Wir haben“, sagte er, „Großes zu leisten, um möglicherweise Großes zu erreichen, aber das kriegt man nur, wenn man es verdient hat.“ Da der FC Bayern von den ersten zehn Spielen der Rückrunde sieben auswärts bestreite, „können wir es uns überhaupt nicht leisten, uns ablenken zu lassen, beziehungsweise glauben, dass es irgendwie funktioniert“.

Über allem steht bei den Münchnern in der Rückrunde die Champions League. Sammer hat am Mittwoch das jüngste Spiel von Achtelfinal-Gegner Juventus Turin im Fernsehen verfolgt (3:0 gegen Hellas Verona, achter Sieg in Serie) und festgestellt, dass „sie in einer sehr, sehr guten Verfassung sind“. Auch den FC Barcelona hat er gesehen, „doch davon rede ich gar nicht, weil ich nicht weiß, ob das ein Thema wird“.

Wichtig für die Champions League sei bereits die Arbeit im Trainingslager, betonte Sammer. „Du gewinnst die Champions League nicht, sie kommt zu dir, und zwar, wenn das Momentum stimmt. Und dafür müssen wir hier in Doha die Voraussetzung schaffen.“ Das angesprochene Momentum beinhaltet nach seiner Auffassung die bestmögliche körperliche Verfassung der Spieler, einen kompletten Kader „und ein Quäntchen Glück“.

Das Ausscheiden von Guardiola zum Saisonende hält auch Sammer nicht für entscheidend für den Verlauf der Rückrunde. Ja, gab er zu, „wenn du jeden Tag liest: Pep, Katar, dann vergisst du vielleicht mal das eigentlich Wesentliche“, das sei auch nur menschlich. Aber Sorgen macht sich der Sportvorstand deswegen nicht: „Ich habe totales Vertrauen in die Mannschaft.“

SID

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