Der Franzose über seine schwerste Zeit

Franck Ribéry: "Ich fühlte mich beschissen"

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Franck Ribery hat wieder Grund zu jubeln. 

München - Erst elf Spiele machte Franck Ribéry in dieser Saison. Seinen Problemen mit dem Sprunggelenk folgte ein Muskelbündelriss im Dezember. Viele hatten ihn schon abgeschrieben. Gegen Frankfurt meldete er sich mit einem Traumtor zurück. Jetzt spricht er über seine schwerste Zeit beim FC Bayern. 

Franck Ribéry kann endlich wieder lachen. Nach seiner Sprunggelenksverletzung im März 2015 und einem anschließenden Muskelbündelriss kurz nach seinem Comeback im Dezember kann der Franzose nun wieder sorgenfrei für den FC Bayern auf dem Platz wirbeln. Mit dem Kicker hat er über seine vielleicht schwerste Zeit beim FC Bayern gesprochen. 

"Das ist mein Leben, ich habe viel gekämpft."

Franck Ribéry hat ein sehr schweres Jahr hinter sich. Die mysteriösen Probleme mit dem Sprunggelenk, die im Achtelfinale der Champions League 2015 gegen Shakhtar Donezk ihren Anfang nahmen. "Keiner wusste 100-prozentig, was ich hatte. Das war das Problem." Seine Laufversuche musste der 32-Jährige immer wieder abbrechen, ein Comeback gegen den FC Barcelona im Halbfinale kam nicht in Frage. Ribéry war am Boden. "Ich fühlte mich beschissen. Es ging nicht voran. Zuzusehen, wie die Mannschaft in Barcelona ohne mich spielte, war sehr, sehr hart."

Der Flügelflitzer musste weiter pausieren, konnte seine Schmerzen nicht in den Griff bekommen, niemand wusste genau, was er hatte. Sogar einen Spezialschuh und einen Gips bekam er. "Du wirst behandelt, fährst Fahrrad, probierst es auf dem Platz, dann wird es wieder schlechter wegen der Schmerzen, und so weiter ...". Doch Ribéry gab nicht auf, die meisten schrieben ihn schon ab, doch er kämpfte weiter - wie schon sein ganzes Leben. "Das ist mein Leben, ich habe viel gekämpft. Viele Leute haben oft gedacht, ich sei kaputt. Aber das schafft man nicht, glaub mir. Ich bin stark. Das ist mein Charakter." 

Der Franzose hatte eine schwere Kindheit, wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, die Narben eines Autounfalls im Alter von zwei Jahren trägt er heute noch. "Aber ich bin einer, der nie aufgibt. Ich habe es dann alleine hinbekommen."

Comeback, erneute Verletzung und ein Traumtor

Im Dezember 2015 gab er in Mönchengladbach sein Comeback, verletzte sich aber wieder wenige Tage später in der Champions League. Erneute Pause. Am 20. Februar gegen Darmstadt stand er wieder auf dem Platz, bereitete gleich ein Tor vor. Seitdem durfte er in jedem Spiel ran, ließ immer wieder seine Klasse aufblitzen. 

Ribérys Traumtor gegen Eintracht Frankfurt.

Am Samstag gegen Frankfurt machte er das wohl beste Spiel seit seiner Verletzung, erzielte das spielentscheidende 1:0 per Seitfallzieher. Der "Monsieur" ist also wieder da und wird tosend umjubelt. Schon beim Länderspiel Deutschland - Italien in der Allianz Arena am vergangenen Dienstag wurde er von den Fans gefeiert, als er auf der Tribüne sitztend auf der Videoleinwand eingeblendet wurde.

Die Bayern werden die Genialität des kleinen Franzosen im Saisonendspurt brauchen. Sportvorstand Matthias Sammer stärkte Ribéry ebenfalls den Rücken: "Jetzt sieht man, wie wichtig kurzfristig Totgesagte sind, wenn sie zurückkommen. 

Über eine Verlängerung seines 2017 auslaufenden Vertrages macht sich der 32-Jährige indes noch keine Gedanken. "Wir haben mal locker darüber gesprochen, aber ich bin nicht ungeduldig. Das wird von alleine kommen. Ich mache mir da keine Sorgen." Immerhin ist der Franzose schon bald neun Jahre in München und fühlt sich pudelwohl: "Das ist mein Zuhause. Alle kennen mich, mögen mich." Hoffentlich noch für viele weitere Jahre.

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