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Lewandowski-Durchbruch bei polnischem Drittligisten

Znicz-Sportdirektor packt aus: So begann Lewys Riesenkarriere

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Robert Lewandowski steht seit Juli 2014 beim FC Bayern unter Vertrag und erzielte in 40 Ligaspielen 30 Tore für die Münchner.

München - Für Borussia Dortmund, den FC Bayern und Polen hat Robert Lewandowski zahlreiche Rekorde aufgestellt. Doch dieser Vereinswechsel sorgte für seinen Durchbruch.

Robert Lewandowski ist ein Stürmer mit eingebauter Tor- und Rekordgarantie. Im BVB-Trikot erzielte der Pole im Champions-League-Halbfinale 2013 vier Tore im Hinspiel gegen Real Madrid und schoss die "Königlichen" beim 4:1-Sieg im Alleingang ab. Keinem Spieler sonst gelangen vier Treffer in einem Halbfinale der Königsklasse. Im Dress des FC Bayern schlug im Ligaspiel gegen den VfL Wolfsburg die große Stunde des Torjägers. Fünf Rekorde stellte der 27-Jährige in dieser Begegnung auf. 

Als Einwechselspieler erzielte der Angreifer fünf Buden. Sein Fünferpack gelang ihm innerhalb von acht Minuten und 59 Sekunden. Der Viererpack des Superstars nach sechs Minuten und 42 Sekunden ist ebenso Rekord wie sein Hattrick nach drei Minuten und 22 Sekunden. Darüberhinaus war der fünfte Treffer gegen den VfL sein neuntes Tor im dritten Bundesligaspiel in Folge. Zudem erzielte Lewandowski 13 Tore in der EM-Qualifikation für Polen und zog damit mit dem Iren David Healy gleich.

Lewandowski-Fünferpack mit 17 Jahren sorgt für Aufmerksamkeit

Wer würde bei dieser Rekordsammlung denken, dass eine der wichtigsten Entscheidungen in der Karriere von Lewandowski eigentlich ein Rückschritt war? In der Saison 2005/06 war der damals 17-Jährige für die Reserve von Legia Warschau in der polnischen zweiten Liga aktiv. Im Sommer 2006 verpasste er den Sprung in den Kader der ersten Mannschaft und war für einen Vereinswechsel offen. Das rief Sylwiusz Mucha-Orlinski, Sportdirektor des Drittligisten Znicz Pruszkow, auf den Plan. Der heute 50-Jährige hat ganz besondere Erinnerungen an den Stürmer, wie er dem Kicker mitteilte. "Anfang 2006 bei einem Hallenturnier traf er fünfmal für Legia in einem Spiel, mit 17! Es war klar, dass er etwas ganz Besonderes haben musste." 

Wechsel zum polnischen Drittligisten sorgt bei Lewandowski für Durchbruch

Doch der Stürmer reagierte zunächst skeptisch auf die Anfrage von Znicz. Geld sei nicht das Problem gewesen, gab Orlinksi gegenüber dem Fachmagazin weiter an. "Er hoffte wohl eher auf Angebote bekannterer Klubs. Es gab dann aber, glaub ich, gar nicht so viele Optionen aus der ersten oder zweiten Liga, nur ein paar aus der Dritten, wie von uns." Für 1000 Zloty Grundgehalt (rund 250 €) und der Möglichkeit "sich in einer interessanten, jungen Mannschaft in der dritten Liga zu zeigen", schloss sich der Bayern-Star dem Drittligisten an. Und das, obwohl ausschließlich der Sportdirektor von Lewandowski überzeugt war. "Weil er am Anfang lahm war", lieferte Orlinski die Erklärung, warum nur er sich für den Angreifer aussprach und erklärte dem Kicker auch was die Ursache war. "Er hatte nach einer Muskelverletzung Probleme, hinkte etwas auf einem Bein."

Fitnessexperte macht Lewandowski Beine

"Aber er hatte Glück, er traf bei uns auf Trainer Andrzej Blacha, ein ausgesprochener Fitnessexperte. Der arbeitete jeden Tag mit Robert. Hart, aber durchdacht. Und Robert wurde jeden Tag besser", wie Orlinski weiter ausführte. Und die Zusatzschichten haben sich ausbezahlt. Lewandowski wurde Torschützenkönig und führte Znicz Pruszkow mit seinen Treffern in die zweite Liga. Zu verbesserten Konditionen und einer Abmachung verweilte die Offensivkraft eine weitere Saison bei Znicz. "Ich habe Robert damals versprochen, dass er wechseln darf, wenn ein wirklich gutes Angebot kommen sollte", gestand Orlinski.

Nachdem der Stürmer seine Treffsicherheit beibehielt und sich auch in der zweiten Liga die Torjägerkanone sicherte, kamen die Angebote. Unter anderem zeigte erneut Legia Warschau Interesse. Aber Orlinski weiß, warum der Wechsel nicht zustande kam. "Lewy war sauer, weil ihn Legia offenbar wieder nur für die zweite Mannschaft wollte und anscheinend plante, ihn höchstens im Ligapokal einzusetzen. Ich glaube, Robert ist bis heute auf Legia sauer." Daher zog es Lewandowski im Sommer 2008 zu Lech Posen. Dort wurde er Pokalsieger und gewann den nationalen Supercup. Zwei Jahre später wechselte Lewandowski zu Borussia Dortmund.

Chance bei Znicz "fantastisch genutzt"

Der Rest ist bekannt und steht teilweise im Guinness-Buch der Rekorde. Der Ursprung für seine glanzvolle Karriere liegt für Orlinski jedoch in Pruszkow. "Sicher weiß ich, dass Znicz für Lewandowski der wichtigste Verein war. Hier konnte er sich in Ruhe durchsetzen, Znicz gab ihm diese Chance und er hat sie fantastisch genutzt."

deu

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