Hohe Ansprüche

Müller: "CL-Finale? Das ist für mich normal"

Thomas Müller, FC Bayern München, Torjubel
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Thomas Müller legte bisher eine Bilderbuchkarriere hin

Müller - Thomas Müller blickt zurück auf 2013. Er beschreibt, wie er die intensiven Monate im Frühjahr erlebt hat und gibt Einblicke in die Sicht eines Fußball-Profis.

Mit 24 Jahren hat Thomas Müller in seinem Fußballer-Leben schon mehr erlebt, als viele andere Profis in ihrer gesamten Karriere. Der Nationalspieler stand bereits dreimal in einem CL-Finale, wovon er einmal den Platz als Sieger verließ. Außerdem wurde er Dritter bei der WM 2010 in Südafrika, schnappte sich dort den Goldenen Schuh als bester Torjäger, wurde als bester junger Spieler ausgezeichnet, holte 2010 das Double und 2013 das Triple mit dem FC Bayern.

Geht es nach Müller, sollen diese Erfolge auch in Zukunft für ihn die Regel sein. "Das hört sich jetzt vielleicht blöd an, aber ich war in vier Jahren Profidasein schon dreimal in so einem Endspiel, für mich ist das normal", sagt er selbstbewusst im Interview mit dem Sportmagazin Elf Freunde.

Die vergangene Saison mit dem Triple war dennoch etwas besonderes, vor allem den Endspurt um die drei Titel. "Das war extrem. Wir hatten innerhalb von nur fünf Wochen beide Viertelfinals gegen Juventus Turnin un die Halbfinalspiele gegen den FC Barcelona", erinnert er sich. "Der ganze Monat war vollgepackt mit Spielen, die so richtig unter die Haut gehen."

Trotz der Dominanz in der Bundesliga betont er, wie wichtig der Sieg im Champions-League-Finale gegen BVB für den FC Bayern war. "Wenn wir in London gegen Dortmund verloren hätten, wäre aber nicht nur unsere Saison im Eimer gewesen, dann hätte es von allen Seiten geheißen: Dortmund ist die Nummer eins in Deutschland. Egal, ob wir mit 20 Punkten Vorsprung Meister werden."

Der Dauerläufer der Bayern gibt auch Einblicke, in die nicht immer einfache Welt eines Fußballprofis. "Es gibt auch wundervolle Seiten, aber zugleich ist es ein extrem hartes Geschäft, denn eigentlich hat man keine Pausen und wird die ganze Zeit von den Medien befeuert", beschreibt er aus der Perspektive eines Fußballers die Schattenseiten des Profigeschäfts. "Ob positiv oder negativ ist fast schon egal. Richtig ungestört ist man nie. (...) Zwei Wochen, nachdem wir das Triple gewonnen hatten, hat das schon keinen mehr interessiert, und es ging gleich in die neue Saison", skizziert er die Schnelllebigkeit der Branche.

Schnapper, Paolo, Pep: Die Spitznamen der Bayern-Stars

Schnapper, Paolo, Pep: Die Spitznamen der Bayern-Stars

Spitznamen haben natürlich auch die Bayern-Stars - ob im Team oder in der Öffentlichkeit. Bei einigen wie Holger Badstuber oder Toni Kroos ist übrigens kein Spitzname bekannt. Ansonsten erfahren Sie hier, wie die Profis noch so heißen. © M.I.S.
Manuel Neuer: Manu ist der gängige Spitzname für den Keeper, vor allem zu Schalker Zeiten wurde er aber auch als Schnapper bezeichnet. © AFP
David Alaba: Alabasi wird der Österreicher noch genannt. © M.I.S.
Jerome Boateng: Boa - das war ja einfach. © AFP
Rafinha: Sein Name lässt sich in Rafi abkürzen. Auch Giftzwerg hängt ihm nach. © M.I.S.
Dante: Doktor Dante wurde der Brasilianer genannt, nachdem er sich zu Gladbach-Zeiten im Spiel selbst die kaputte Nase gerichtet hat. Oder wegen der Maske auch Zorro oder Rocky. Er selbst schmunzelte gegenüber Spox.com: "Doktor Dante hört sich nicht schlecht an, oder?" © M.I.S.
Josep Guardiola: Er wird - klar - Pep genannt. © AFP
Javi Martinez: Der Spanier wird Xaver genannt. Er erklärte der tz: "Die sagen alle, dass Javier oder Javi auf bayerisch Xaver ist – und so nennen sie mich jetzt alle in der Kabine. Ich habe das zuvor noch nie gehört, aber ein bisschen komisch klingt es ja schon" © M.I.S.
Franck Ribéry. Filou, Flagada, Franz - die Liste der Spitznamen ist lang beim Franzosen. Zudem ist er ein Teil von Robbéry. Und wird wegen seiner Dribbelkünste auch Fummler genannt. © M.I.S.
Mitchell Weiser: Javi Martinez nennt ihn Muniain, angeblich, weil der Youngster dem Spanier Iker Muniain so ähnlich sieht. © AFP
Philipp Lahm: "Wireless Lahm" taufte ihn einst Mehmet Scholl. Jürgen Klinsmann machte ihn zu Paolo nach Paolo Maldini. Auch Manager wird er wegen seiner Führungsrolle genannt. Fips ist ebenso eine Option. © M.I.S.
Bastian Schweinsteiger: Schweini hört er eher nicht so gerne, Basti schon eher. © AFP
Arjen Robben: Glasmann betitelten ihn englische Medien fies. Auch The Flying Dutchman wurde er schon genannt. In München ist er Teil von Robbéry. © AFP
Claudio Pizarro: Pizza - der Peruaner hat wohl einen der bekanntesten Spitznamen im Team. © AFP
Xherdan Shaqiri: Shaq wird der Eidgenosse genannt. Die schweizer Medien machten ihn wegen seiner Statur zum Kraftwürfel. © AFP
Sebastian Rode: Der Neuzugang von der Frankfurter Eintracht wird seit der E-Jugend Seppl genannt, weil zu viele Spieler den Vornamen Sebastian hatten. Bei seiner Vorstellung wurde er von Matthias Sammer "Giftzwerg" getauft. © dpa

jb

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