Gaudi bei den Bayern-Stars

Bank-Gelächter nach Robbens Wutanfall: Das steckt dahinter

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Arjen Robben guckt bedröppelt - Boateng und Ribéry sind belustigt.

München - Bei der Partie der Bayern in Gladbach musste Arjen Robben kurz vor Schluss vom Feld. Seine Auswechslung quittierte er mit einem Wutanfall - der für Lacher bei den Kollegen sorgte.

Arjen Robben ist bekannt für seinen Ehrgeiz. Das wurde bei der Partie der Bayern gegen Borussia Mönchengladbach am Sonntag wieder einmal allzu deutlich. Der Niederländer musste kurz vor Schluss für den Youngster Renato Sanches den Platz verlassen - und hatte danach richtig miese Laune.

Zunächst bekam das Sanches selbst zu spüren: Statt abzuklatschen schlug Robben wütend auf die Hand des Portugiesen. Den anschließenden Handschlag mit Trainer Carlo Ancelotti verweigerte Robben ebenfalls und fuchtelte erneut wütend mit der Hand herum. Auch „Carlettos“ Sohn Davide Ancelotti, der Robben die Hand hinstreckte, bekam den Frust des 32-Jährigen noch zu spüren. Dann setzte sich der Flügelflitzer sichtlich bedient auf die Bank und verzog keine Miene.

Auch Davide Ancelotti bekam Robbens Frust zu spüren.

Aber wie das eben so ist: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. So zeigten sich Robbens Teamkollegen keinesfalls bedröppelt vom Ausraster ihres Mitspielers - ganz im Gegenteil: Franck Ribéry, Jerome Boateng, Xabi Alonso, Juan Bernat und Rafinha amüsierten sich offenbar prächtig über den kleinen Wutanfall Robbens.

Rafinha, Bernat und Alonso amüsierten sich köstlich.

Doch Arjen Robben konnte noch nicht wieder lachen. Die Miene des Niederländers blieb weiter versteinert. Selbst als ihn Altmeister Xabi Alonso offenbar schmunzelnd zu trösten versuchte, konnte sich der Nationalspieler nicht einmal ein müdes Lächeln abringen.

Xabi Alonso versuchte Robben schmunzelnd zu trösten. Boateng grinst weiterhin.

Aber worum ging es bei Robbens Wutanfall überhaupt?

Der Grund für den Robben-Frust war keineswegs die Auswechslung allein. Zwar ist der 32-Jährige dafür bekannt, Auswechslungen generell eher kritisch gegenüberzustehen, doch fünf Minuten vor Schluss bringt einen erfahrenen Mann wie Robben ein solcher Wechsel eigentlich nicht aus der Ruhe. Eigentlich...

Wäre da nicht kurz zuvor die Szene mit Stürmer Robert Lewandowski gewesen. Dieser hatte sich für den egoistischen Torabschluss entschieden, obwohl Robben sich toll frei gelaufen und in beste Abschlussposition gebracht hatte. „Ich hätte ihm abspielen können, aber ich habe mich entschieden, zu schießen. Im Spiel muss man sich sehr schnell entscheiden“, erläuterte Lewandowski selbst: „Arjen war einen Moment ein bisschen enttäuscht, aber wir haben kein Problem miteinander.“

Verrückt: Bayern schon fast wieder Meister

„Da war ja eine Gaudi auf der Bank“

AuchFCB-Legende Willy Sagnol schrieb den Wutanfall besagter Szene zu. Bei Sky meinte der Franzose: „Das war auch kurz nach der Aktion, in der Lewandowski den Ball normalerweise zu Robben passen sollte. Und ich denke, dass Robben da noch auf Lewandowski böse war. Dann kam noch die Auswechslung dazu. Aber Robben ist Robben, er wird auch in der nächsten Partie wieder top motiviert sein.“ Davon geht auch Thomas Müller aus, der Robbens Ausraster positiv bewertete: „Das ist ein Zeichen, dass wir trotz der 13 Punkte Vorsprung noch brennen“, so der Siegtorschütze.

BR-Sport-Reporter und Radio-Stimme Karlheinz Kas brachte die Reaktionen auf der Bayern-Bank dann bei Sky wie folgt auf den Punkt: „Da war ja Gelächter auf der Bank. Das war eine richtige Gaudi!“

Dass Arjen Robben mittlerweile wieder lachen kann, sehen Sie hier in unserem Video.

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Video: snacktv

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