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Bayern stolpern beim Club: Kovac erklärt, warum er Robben nicht ins kalte Wasser warf

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Von: Philipp Kuserau

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1. FC Nürnberg - Bayern München Bundesliga
Bayern-Trainer Niko Kovac konnte mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden sein. © dpa / Timm Schamberger

Nach dem schmeichelhaften Remis in Nürnberg herrscht gedrückte Stimmung beim FC Bayern, insbesondere bei Niko Kovac. Dabei hätte es noch schlimmer kommen können. Die Stimmen zum Spiel.

München - Sollten sich die Bayern darüber ärgern, beim abstiegsbedrohten Club aus Nürnberg nur einen Punkt geholt zu haben? Immerhin hatte Kinglsey Coman mit der letzten Aktion der Partie noch die große Möglichkeit, auf Sieg zu stellen und somit für eine kleine Vorentscheidung im Meisterschaftsrennen mit dem BVB zu sorgen. Coman vergab. 

Oder sollte sich der deutsche Rekordmeister vielmehr glücklich schätzen, mit diesem einen Punkt wieder nach München zu fahren? Immerhin hatte doch der Nürnberger Leibold in der Nachspielzeit per Elfmeter die Chance, den Club zum sensationellen Sieg zu schießen. Auch Leibold vergab. 

Am Ende ist es wie sooft wohl ein bisschen von beidem - das war auch Bayern-Trainer Niko Kovac nach Abpfiff anzumerken, der nicht so recht wusste, ob er eher seine Mannschaft kritisieren oder doch lieber den Gegner für seine aufopferungsvolle und absolut bundesligataugliche Leistung loben sollte. Die Stimmen zum Spiel: 

Niko Kovac (Trainer FC Bayern München) über ...: 

... das Spiel: „Ich glaube, man hat gemerkt, dass wir noch das schwere Pokalspiel gegen Bremen noch in den Beinen hatten. Aber die Nürnberger haben das heute richtig gut gemacht. Es war ein gutes Derby mit einer richtig guten Stimmung. Sie haben sich den Punkt erkämpft und es uns von der ersten bis zur letzten Minute sehr, sehr schwer gemacht hat. Und wir haben heute nicht so gut gespielt. Es waren zwar Chancen da, aber am Ende müssen wir wegen dem Elfmeter in der Schlussphase glücklich sein, einen Punkt mitzunehmen. Wir hatten heute nicht Normalform.“ 

... die Mega-Chance von Kingsley Coman kurz vor Schluss: „Er kann ihn vielleicht noch rüberspielen. Am Ende haben die Kräfte gefehlt.“

... die verpasste Chance, den Abstand zum BVB weiter auszubauen: „Das ist total ärgerlich. Wir hatten uns heute einen Matchball erspielen können. Aber das haben wir nicht geschafft, das lag in erster Linie am 1. FC Nürnberg, aber wir haben schon am Mittwoch etwas Körner lassen müssen. Wir wollen im Schlussspurt alle Spiele gewinnen.“ 

... die frühzeitige Auswechslung von James: „Nach fünf Minuten kam Thiago zu mir und meinte, James spüre etwas an der Wade. Er konnte jetzt nicht genau definieren, ob da etwas kaputtgegangen ist, oder ob er sich da nur etwas gezerrt hat. Er wurde jetzt schon behandelt, morgen bei der Untersuchung werden wir sehen, ob mehr kaputt ist oder nicht.“ 

... einen möglichen Einsatz von Robben: „Das Spiel heute gab das nicht her. Hätten wir eine sichere Führung gehabt, dann wäre es eine andere Situation gewesen.“

David Alaba (FC Bayern München) über ...: 

... die Enttäuschung nach dem Spiel: „Stimmung in der Kabine nicht die beste. Aber wir müssen jetzt den Kopf hochhalten.“ 

... den Spielverlauf: „Hatten harte Spiele in den letzten Wochen. Vor allem die Duelle gegen Bremen haben Kraft geraubt. Das hat man heute vielleicht gemerkt.“

... seinen Freistoß an die Latte in der ersten Halbzeit: „Pech gehabt.“ 

... den Schlussspurt in der Meisterschaft: „Anspannung ist da, aber keine Nervosität. Wir müssen alles in die Waagschale werfen.“ 

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Christian Mathenia (Torhüter 1. FC Nürnberg) über ...:

... die dramatische Partie: „Bis zur 85. Minute war es ein perfekter Tag für uns. Dann machen wir den Elfer nicht - das ist einfach schade.“

... den Klassenerhalt: „Wir bringen jeden Tag unsere Leistung - jeder, der hier im Stadion war, hat unser wahres Gesicht gesehen. Jeder rennt für den anderen. Wir werden bis zum letzten Spieltag nicht aufgeben. Wir werden alles dafür geben und schauen dann, was dabei herauskommt.“ 

... den vergebenen Elfmeter durch Leibold: „Ich mache niemandem einen Vorwurf. Dennoch müssen wir die Dinger machen, wenn wir das am Ende auch schaffen wollen.“   

Boris Schommers (Trainer 1. FC Nürnberg) über...:

... das Spiel: „Wir haben einen Punkt gewonnen. Wir haben hier über 90 Minuten auf Augenhöhe gespielt, haben ganz wenig zugelassen. Wir sind nicht in Ehrfurcht erstarrt, wir haben auch versucht, spielerische Lösungen zu finden. Du kannst den FC Bayern München nicht komplett über 90 Minuten vom Tor weghalten. Wenn du hinten raus in der 90. Minute über einen Elfmeter die Möglichkeit hast, das Spiel zu gewinnen, wäre es für uns der absolute 'big point' gewesen. Wir hätten drei Punkte geholt, mit denen niemand gerechnet hätte. Die Mannschaft glaubt noch an sich, auch wenn der Rückstand noch größer geworden ist."

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kus

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