Besuch bei Beckenbauer?

FC Bayern: Friedensstifter Rummenigge vermittelt – Hoeneß und Breitner umarmen sich

Ex-Bayern Boss Karl-Heinz Rummenigge hat die Streithähne Uli Hoeneß und Paul Breitner wieder zusammengeführt. Franz Beckenbauer darf sich womöglich über Besuch freuen.

München - Einst waren sie beste Freunde, teilten sich als Spieler ein Zimmer und führten den FC Bayern* an die Spitze des deutschen Fußballs. Ein Streit ließ die Freundschaft von Uli Hoeneß* und Paul Breitner zerbrechen. Eine Versöhnung schien ausgeschlossen. Doch der frühere FCB*-Boss Karl-Heinz Rummenigge*, der seit Sommer in Ruhestand ist, hat sich der Sache angenommen und das Unmögliche in die Wege geleitet.

FC Bayern: Friedensstifter Rummenigge vermittelt – Hoeneß und Breitner umarmen sich

„Ich habe kurioserweise, jetzt seit ich aufgehört habe, ein echt gutes Verhältnis zu Uli“, berichtete Rummenigge im Rahmen der Preisverleihung der Initiative Deutscher Fußball Botschafter in Berlin.*

„Mir ist es sogar vor Kurzem gelungen, selbst das Verhältnis zwischen Uli Hoeneß und Paul Breitner wieder so hinzubiegen, dass die zwei sich zum Schluss unseres Gesprächs umarmt haben“, sagte der 66-Jährige. Rummenigge hat als Vermittler ganze Arbeit geleistet. Eine Umarmung der beiden Streithähne war nicht zu erwarten und dürfte wohl die Bayern-Gemeinde aufatmen lassen. Das früher sehr gute Verhältnis von Breitner und Hoeneß hatte sich in den vergangenen Jahren deutlich abgekühlt.

FC Bayern: Versöhnung zwischen Hoeneß und Breitner – Rummenigge wünscht sich Besuch bei Beckenbauer

Breitner hatte im Jahr 2018 wegen eines Disputs mit Hoeneß seine Tickets auf der Ehrentribüne der Allianz Arena zurückgegeben. Breitner, der im September seinen 70. Geburtstag gefeiert hat, störte sich vor allem an der unvergessenen Pressekonferenz von Hoeneß und Rummenigge, bei der sie unter anderem die Kritik an Spielern mit der Verletzung von Menschenrechten gleichsetzten. „Es gibt in dieser Sache keine zwei Meinungen. Ich kann doch als normal denkender Mensch diesen Auftritt nicht runterschlucken. Wenn jemand fragt, muss jeder sagen: ‚Hallo, so geht‘s nicht‘“, kritisierte Breitner damals.

Beste Freunde als Spieler beim FC Bayern: Uli Hoeneß (li.) und Paul Breitner.

Bereits im 1983 hatte das Verhältnis des damaligen Spielers Breitners und des damaligen Managers Hoeneß erste Brüche erlitten. Wegen eines Disputs auf einer Asienreise mit dem FC Bayern habe das Duo zehn Jahre lang kein Wort mehr miteinander gewechselt. Danach kam es zwar zur Aussprache, doch die Freundschaft war zerbrochen. Auch Ex-Bayern-Star David Alaba widersprach einer Hoeneß-Erzählung.

Rummenigge freut sich über die Aussöhnung der beiden Weltmeister von 1974 und schlägt sogar einen gemeinsamen Besuch bei Vereinsikone Franz Beckenbauer in Salzburg vor. „Den würde es auch freuen, wenn alle drei mal wieder bei ihm vor der Tür stehen und dann einen Kaffee trinken, Mittagessen oder was auch immer“, sagte Rummenigge. (ck) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Marcus Brandt

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