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Süle und Gnabry auf der Bank: Doppelpass-Experten verstehen Kovac nicht

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Nahmen zunächst auf der Bank Platz: Nationalspieler Serge Gnabry und Niklas Süle. 

Nach dem enttäuschendem Remis der Bayern in Freiburg steht Trainer Niko Kovac erneut in der Kritik - auch bei den Experten von Sport 1. 

München - Viele wunderten sich: Die formstarken Niklas Süle und Serge Gnabry waren nicht in der Startaufstellung der Bayern in Freiburg dabei. In der Abwehr bekamen stattdessen Mats Hummels und Jerome Boateng den Vorzug, im Angriff Thomas Müller. Erst in der zweiten Halbzeit bekamen die beiden ihre Einsatzminuten: Gnabry kam für Müller in der 55. Minute, Süle wurde in der 73. Minute für Boateng eingewechselt.

Sport1-Doppelpass: Unverständnis über die Startaufstellung von Niko Kovac

Diese Personalentscheidungen sorgten bei den Experten vom Sport1-Doppelpass für Unverständnis. Ex-Trainer Volker Finke behauptete gar: Mit Süle wäre der Freiburger Führungstreffer in der 3. Minute so nicht gefallen. Zwar wolle er seinen Kollegen Niko Kovac „nicht belehren“, doch er hinterfragte in der Sendung, wieso er Gnabry und Süle, die einen guten Lauf hätten und auch im Länderspiel gegen die Niederlande stark gewesen wären, nicht von Anfang an spielen ließ. 

So sieht es auch TV-Kommentator Reinhold Beckmann: „Man sollte die Energie nutzen, die beide im Moment haben, diesen Lauf nutzen.“ Beide hätten eine hohe Kontinuität in ihrer Leistung. Besonders bei Gnabry geriet Beckmann regelrecht ins Schwärmen, er sei „großartig“. 

Der Sportchef der Bild, Walter Straten, spekulierte, wieso Kovac trotzdem diese Entscheidung traf. Die Startformation gegen Freiburg sei eine „Gute-Laune-Aufstellung“ gewesen, meinte er. Der FCB-Coach habe wohl die „am Rand Stehenden und Frustrierten zu integrieren“ versucht. Doch diese Rotation habe letztlich ein Remis gebracht, „Power-Fußballer“ Gnabry habe dem Team gefehlt. Zudem, so Straten, sei Süle zu Recht mittlerweile Abwehrchef in der Nationalelf und beim FC Bayern. 

Ein Experte verteidigt Kovac: „Nicht Weltklasse gegen Bezirksliga ausgetauscht“

Einzig Sport1-Reporter Martin Quast sprang Kovac zur Seite. Der Bayern-Trainer habe „nicht Weltklasse gegen Bezirksliga ausgetauscht“. Alle Spieler des FCB hätten ein „sehr hohes Niveau“, daher müsse man dem Coach zugestehen, dass er diese Entscheidung trifft. Einen „Kardinalfehler“ von Kovac könne er bei der Startaufstellung nicht erkennen. Normalerweise müsste es auch ohne Gnabry und Süle gegen Freiburg reichen - hat es aber nicht. „Weil wir am Sonntagmorgen immer so ultra schlau sind, wissen wir das jetzt“, stänkerte Quast in der Runde. 

Wieder einen Treffer erzielt - und trotzdem heftig in der Kritik. Viele FCB-Fans nahmen nach dem Remis gegen Freiburg Stürmer Robert Lewandowski im Netz auseinander.

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