Matchwinner gegen Bremen

Lizenz zum Toreschießen: Bayern feiern Müller

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Thomas Müller traf mal wieder.

München - Am Dienstagabend schoss er den FC Bayern ins Finale des DFB-Pokals. Auch sonst ist Thomas Müller in dieser Saison ein echter Knipser - und wird deshalb von seinen Kollegen gefeiert.

Von seinem Führungstreffer schwärmte Thomas Müller auch nach dem Spiel noch. „Ich stand da so hoch in der Luft, da braucht man ja fast schon einen Flugschein dafür“, grinste der Matchwinner der Münchner, als Sky ihm noch mal seinen Kopfball zum 1:0 zeigte. Einen Flugschein hat der 26-Jährige zwar nicht, dafür aber die Lizenz zum Toreschießen.

31 Treffer hat der Ballermann der Bayern in den 43 Pflichtspielen dieser Saison jetzt schon erzielt – so viele wie noch nie. „Thomas macht die wichtigen Tore, diesmal zwei“, lobte FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge. Die beiden gegen Bremen waren besonders wichtig, schließlich sicherten sie dem Rekordmeister den 21. Finaleinzug im DFB-Pokal. „Wir können zufrieden sein. Wir sind froh, dass wir das wunderschöne Erlebnis erleben dürfen, für unsere Mitarbeiter und unsere Fans ist das immer eine schöne Sache“, resümierte Müller nach dem 2:0-Sieg, den er mit einem verwandelten Elfer (71.) perfekt machte. Über die Entstehung musste aber auch er ein wenig schmunzeln. „Es sah aus wie ein Foul und war auch nah dran an einem Foul. Aber es war sicherlich keins, so ehrlich muss man da sein.“ Das war auch Trainer Pep Guardiola, der seinem Sieggaranten „großes Talent“ bescheinigte. Der Gelobte bestätigte ihn: „Da hat er recht.“

Eine 1 für Müller! Und sonst? Die Noten der Bayern-Stars

Auch die Kollegen hatten nach der Leistung des Urbayer nur lobende Worte parat. „Er hat einen unglaublichen Riecher vor dem Tor. Er weiß, wo er dem Gegner wehtut. Er weiß, wo die Bälle hinkommen. Das macht ihn brandgefährlich“, sagte Philipp Lahm über den Raumdeuter der Roten: „Seine Laufwege sind vor allem in der Nähe vom Sechszehner unglaublich.“ Und manchmal gar so verwirrend, dass sie den Gegner zu Boden reißen. Clemens Fritz konnte dem Zick-Zack-Kurs von Müller bei der Ecke vor dem 1:0 nicht folgen und rutschte weg. So kam der Torjäger völlig frei zum Kopfball und nickte die Kugel zum Führungstreffer ein. „Da hat er sich davon gestohlen. Das ist ja auch seine Qualität, dass er da auftaucht, wo ihn niemand so richtig erwartet“, freute sich Rummenigge.

Die Bayern "im Stile einer Schwalbe" nach Berlin

Doch der Vorsprung gab den Münchnern nicht den gewohnten Rückenwind, nur selten kamen sie wirklich gefährlich vor den Kasten von Keeper Wiedwald. „Nach dem 1:0 war es nicht das Spiel, das wir uns vorgestellt haben. Es ist halt nicht jeden Tag Weihnachten“, meinte Müller zum über Teile des Spiels nicht mehr als durchschnittlichen Auftritt seiner Mannschaft. Dennoch gewann er der Partie – neben dem Finaleinzug – auch etwas Positives ab: „Die Bremer haben das gut gemacht, wir haben ihr Spiel mit einer auffällig hohen Fehlerquote unterstützt. Aber man muss solche Spiele annehmen und Charakter zeigen. Das haben wir gemacht.“

Am 21. Mai geht es für den FCB nun also um den 18. Triumph im Pokal, doch auch am Wochenende könnte er in Berlin feiern. Bei einem Sieg gegen die Hertha und einer Niederlage des BVB in Stuttgart wäre der vierte Meistertitel in Folge perfekt. Den würde Müller zwar gerne schon eintüten, kann sich aber auch noch eine Woche gedulden: „Wenn wir es uns aussuchen können, wollen wir vor unseren eigenen Fans Meister werden.“ Denn die Lizenz zum Feiern hat der Publikumsliebling natürlich auch…

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